Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen

Ulrike

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Wir haben heute einen langen Flug vor uns. Mitten aus dem Okavango-Delta geht es in die trockene Kalahari. Gott sei Dank fliegen wir direkt ohne irgendwelche Zwischenstopps. Ich habe wieder jede Menge Reisetabletten geschluckt und finde den Flug nicht so schlimm. Wir landen auf dem Airstrip von Leroo la Tau , wo es auch eine gleichnamige tolle Lodge gibt.
Unser Ziel ist jedoch das Meno a Kwena Tented Camp. Wir befinden uns nahe des Makgadikgadi Nationalparks. Viele verwechseln den Nationalpark mit den berühmten Salzpfannen. Die befinden sich zwar im Park, aber doch ein ganzes Stück von Meno a Kwena entfernt. Wer also die Salzpfannen von hier aus sehen möchte, kann das mit einer Übernachtung in den Pfannen gerne tun. Für einen Tagesausflug sind die Pfannen aber zu weit weg. Planen Sie also mindestens 3 Nächte für den Nationalpark ein! Es lohnt sich mit Sicherheit.

Leider können wir die Leroo la Tau Lodge nicht anschauen, weil sich der Präsident von Botswana, Seretse Khama Ian Khama dort aufhält. Wir sehen auf dem Airstrip nur seine Maschine und die Piloten, die wir dann später auch in Meno a Kwena, unserer nächsten Station, wieder treffen.

Auch Meno a Kwena kenne ich schon. Bei meinem letzten Besuch fing der Boteti gerade wieder an zu fließen. David Dugmore, der Eigentümer hatte damals große Pläne. Er träumte von Kanufahrten und Angelausflügen. Nun hat sich der Boteti zu einem großen ruhigen Strom gemausert und ich bin überwältigt. Tatsächlich kann man nun hier auf dem Fluss Bootsfahrten unternehmen, ein schwimmendes Beobachtungsdeck wurde gebaut und Flusspferde tummeln sich im Wasser. Was für ein Schauspiel!!

Das Camp selbst soll in den kommenden Monaten Stück für Stück „aufgehübscht“ werden. Es ist eine recht rustikale Anlage in der Nähe des Nationalparks. Es gibt in den Zelten kein fließend Wasser, die Buschdusche wird auf Wunsch gefüllt, die Beleuchtung ist sparsam. Alle Wege innerhalb eines Zeltes werden Stück für Stück überdacht. So kommt man dann trockenen Fußes vom Zelt zur Toilette oder zur Dusche, wenn es doch einmal regnen sollte. Ich hatte Glück und hatte ein Zelt, das schon zum Teil erneuert wurde. Aber auch die Zelte selbst werden ausgetauscht. Der öffentliche Bereich spiegelt eigentlich das Wesen von David, dem Eigentümer wider. Alles erinnert an die alten Entdecker, die Schränke bestehen aus Transportkisten, man findet überall originelle Fotos und auf der öffentlichen Toilette braucht man schon deshalb länger, weil sie auch eine kleine Bibliothek beinhaltet und viele Stationen aus Davids Leben in Form von Fotos erzählt. Er ist überhaupt eine sehr beeindruckende Persönlichkeit. Sogar die royalen Sprösslinge Englands gehen mit David auf Campingtour und versuchen so, dem öffentlichen Leben ein wenig zu entfliehen. Auch der botswanische Präsident hat direkt nach uns das Camp und natürlich David für sich gebucht.

Meno a Kwena Tented Camp

Der Transfer zum Pom Pom Camp erfolgt per Boot. Wir fahren recht lange, mindestens 45 Minuten, durch die verschlungenen Wasserwege des Okavango-Deltas. Ich bin sehr gespannt auf Pom Pom. Vor fünf Jahren durfte ich in diesem Camp schon einmal übernachten und zwischenzeitlich soll es renoviert worden sein. (Hier ist mein Bericht von damals zu finden).

Nach unserer langen Bootsfahrt wartet schon ein Fahzeug auf uns und bringt uns die letzten zwei Kilometer bis zur Lodge. Dort werden wir von Balou empfangen, dem Manager. Bis heute grübele ich darüber, wo ich ihn schon einmal getroffen haben könnte. Leider ist es mir noch nicht eingefallen. Schon wegen Balou, der hoffentlich noch lange im Camp bleiben wird, lohnt es sich, Pom Pom zu besuchen. Er hat eine solch nette, väterliche Art, die tatsächlich ein wenig an Balou aus dem Dschungelbuch erinnert, und er weiß unheimlich viel. Geduldig führt er uns im Camp herum und ich komme aus dem Staunen nicht heraus.

Um es salopp auszudrücken: Pom Pom ist einfach der Knaller!

Pom Pom Camp

Die neuen Zelte sind nicht größer als die alten, aber natürlich viel hübscher, die Badezimmer sind riesig und die tollen handbemalten Waschbecken, die mir bei meinem letzten Aufenthalt schon so gut gefallen hatten, finde ich auch wieder. Insgesamt gibt es nur neun Zelte, eines davon ist eine Familieneinheit mit vier Betten, ein anderes ist das Honeymoon-Zelt mit eigener Außenbadewanne. Pom Pom bietet eine Vielfalt an Aktivitäten. Durch die günstige Lage sind sowohl Wasser- als auch Landaktivitäten möglich. Sogar angeln kann man hier. Es liegt in einer privaten Konzession von 280 km², die Tierbeobachtungsmöglichkeiten sind bestens und sogar Nachtpirschfahrten sind machbar.

Als großen Vorteil empfinde ich hier, dass man eben kein W-LAN und auch keinen Mobilfunkempfang hat. So ist komplette Entspannung garantiert.
Ich kann sagen, dass das Camp gegenüber meinem letzten Besuch nur an Attraktivität gewonnen hat!

Nun wartet der absolute Höhepunkt auf uns. Helicopter Horizons, eine junge aufstrebende Firma, die Helikopterflüge anbietet, hat uns auf einen Flug über das Delta eingeladen.

Wir warten an der „Tankstelle“, einem Benzinfass im Nirgendwo. Mit ein wenig Verspätung kommen zwei Hubschrauber angeschrappt und ich setze mich hinein. Wir alle bekommen riesige Kopfhörer mit einem kleinen Mikro vor dem Mund, damit wir uns verständigen können. Sanft hebt der Heli ab und man merkt gar nicht gleich, dass man schon fliegt. In etwa 80 Metern Höhe schweben wir über das gut gefüllte Okavango-DSelta. Was für ein Erlebnis! Unter uns stapfen Elefanten durch das Wasser, wir sehen ein paar Flusspferde und versinken mental in diesem frischen grünen Stückchen Erde. Plötzlich sehe ich ein weißes Viereck vor uns und der Hubschrauber landet sanft – Ach wie schade, denke ich. Unser Pilot hüpft sportlich heraus und holt eine Kiste aus dem Laderaum. Erst jetzt begreife ich, was er vorhat. Habe ich mich doch schon über das Tischchen im Gras mit einer blütenweißen Tischdecke gewundert. Nun werden Snacks, Champagnergläser und die dazugehörigen Flaschen drapiert. Wir stoßen an und freuen uns, dass es der liebe Gott so gut mit uns gemeint hat.

Anschließend fliegen wir noch ein paar Minuten weiter und landen nur wenige hundert Meter vor der Xudum Okavango Delta Lodge, unserer nächsten Unterkunft für eine Nacht.

Hier werden wir mit einem Lied und einem Welcome-Drink erwartet. Ich fühle mich auf Anhieb sehr wohl und willkommen.

Die Zimmer sind ein wenig dunkel, was ich persönlich sehr schade finde, denn der Rest stimmt einfach – das Essen, das Personal und das gesamte „Drumherum“. Aber wir vermissen nichts. Trotz der etwas düsteren Zimmer mag ich dieses Camp sehr. Man kann auch auf einer erhöhten Außenterasse schlafen. Darauf verzichte ich aber lieber in Anbetracht der Nachttemperaturen von nur 5 bis 10 Grad.

Xudum Okavango Delta Lodge

Ein Highlight unserer Reise ist eine Mokoro-Fahrt. Fast lautlos gleiten wir durch die Wasserlandschaft. Unser Poler erklärt uns die Natur und wir versuchen, ihn ein paar Brocken deutsch zu lehren. Am Ende kann er „Hallo“, „Wie geht’s?“ und „Mir geht es gut.“. Er freut sich über die kostenlose Unterrichtsstunde und wir haben Spaß dabei. Als wir schon wieder auf dem Rückweg sind, kommt uns ein gefüllter Autoreifen entgegen geschwommen. Womit der wohl gefüllt war…?

Wir besuchen noch am Abend das benachbarte Xaranna Okavango Delta Camp, das mir ein wenig moderner und heller erscheint. Leider sind dort alle Zimmer belegt und wir können uns nur den öffentlichen Bereich anschauen. &Beyond möchte genau wie Wilderness Nashörner in der Gegend ansiedeln. Dafür hat das Unternehmen extra eine Insel gepachtet, wohin sechs Tiere eingeflogen wurden. Ich habe dabei ein wenig gemischte Gefühle, denn ich denke, dass Nashörner wohl eher Steppentiere sind und wer weiß, ob die sich im Okavango-Delta überhaupt heimisch fühlen? Laut &Beyond klappt es aber ganz gut, für einen Besuch auf der Insel reicht die Zeit aber nicht. Wir treffen aber einen Wildhüter, der sich um die Tiere kümmert. Auch er ist optimistisch und so freue ich mich, dass hier immer mehr für den Artenschutz getan wird.

Xaranna Okavango Delta Camp

Sowohl Xudum als auch Xaranna sind Wassercamps. Die Aktivitäten, die geboten werden, finden vornehmlich auf dem Wasser statt – also Mokoro-Fahrten, Angeln, Bootsfahrten. Wir sehen vom Boot aus mehrmals Elefanten, eine Menge Wasservögel und auch Giraffen.

Am Abend werden wir wieder einmal mit einem köstlichen Mahl verwöhnt und fallen, wie an manchen anderen Abenden, müde ins Bett.

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