Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen

Ulrike

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In Matemwe nehmen wir die Gelegenheit wahr, nicht nur die verschiedenen Unterkünfte zu besichtigen, sondern auch eine Aktivität zu testen. Die Ferienanlage bietet seinen Gästen einen „Reefwalk“, also eine Wanderung zu einem vorgelagerten Korallenriff, an. Bei Ebbe kann man das Riff zu Fuß gut erreichen und unterwegs allerlei Meeresbewohnern begegnen.

Captain Hassan, unser Guide, spricht ein Kauderwelsch aus Englisch und Suaheli. Er trägt eine leichte Baumwollhose und ein buntes Baumwollhemd und erwartet uns an der Rezeption.

Wir haben uns entschieden, nur eine Kamera mitzunehmen, umgezogen haben wir uns nicht. Wir bekommen Badeschuhe und laufen los zum Strand. Es geht ab ins Meer, wo gerade Ebbe ist. Auf den ersten Metern ist der Meeresboden fest und trocken. Es dauert aber nur ein paar Minuten, bis wir realisieren, dass es recht tief ins Wasser geht und Badekleidung vielleicht angebracht wäre. Also alles retour und umgezogen. Nun kann es endlich richtig losgehen.

Captain Hassan befreit einen engen Gang von den zahlreichen Seeigeln, damit wir uns nicht verletzen. Der Untergrund ist mal glatt, mal uneben, es geht über Korallen und über Sand vorbei an den Seegrasplantagen, die man überall an der Ostküste Sansibars findet. Das Seegras wird geerntet und zu Medikamenten und in Kosmetik verarbeitet.

Unser Ziel ist eine vorgelagerte Sand- beziehungsweise Korallenbank. Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis wir uns endlich einen Weg dahin erkämpft haben. Die zahlreichen Seeigel machen es Hassan nicht leicht und mit seinem Stock erwischt er die stacheligen Gesellen nur einzeln. Er zeigt uns immer wieder Seegurken, Krebse und kleine Fische, die aber schwuppdiwupp wieder verschwinden. Ich warte noch auf das spektakuläre Finale, das leider ausbleibt. Dann schärfe ich meinen Blick für die kleinen Dinge und entdecke eine faszinierende Unterwasserwelt, die sich direkt unter der Wasseroberfläche entfaltet. Seegurken, die sich bei Berührung fast unsichtbar machen können, Krebse und Kraken, die sich in Muscheln und Löchern verstecken.

Wir stehen bis zur Hüfte im Wasser und die Nachmittagssonne brennt ganz schön, deshalb entschließen wir uns zur Rückkehr. Nun müssen wir den ganzen langen Pfad zurück. Geduldig räumt Hassan wieder die Seeigel beiseite und hält unsere Hand, wann immer es notwendig ist. Er und wir hatten eine Menge Spaß!

Reef Walks werden von verschiedenen Lodges und Hotels auf Sansibar angeboten und es lohnt sich, auch wenn die Seeigel lästig sind. Feste Badeschuhe sind dabei ein Muß. Badeanzug und ein T-Shirt, dazu ein Sonnenhut und eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor sind ebenfalls dringend zu empfehlen.

Mit den Seeigeln befasst sich auch unsere Serie: „Auf Pirschfahrt – Seeigel„.

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Freundlich werden wir von gleich zwei Managern empfangen. Wir sind beide ziemlich geschafft, denn die letzten Kilometer haben wir auf einer fürchterlichen Straße zurückgelegt. Marco, einer der beiden, zeigt uns die gesamte Anlage und beantwortet geduldig jede Frage. Ich stelle fest, dass unsere Webseite aktuell ist, keine Fehler oder fehlende Informationen. Wir schauen uns zuerst die Matemwe Beach Lodge an. Die zwölf Bungalows stehen in einer Reihe am Strand und haben alle Blick auf das Meer. Keiner der Bungalows hat einen eigenen Strand, aber nur ein paar Minuten entfernt hat man Zugang zum Meer. Es gibt sechs Doppelbungalows und sechs Twins, die aber eigentlich Vierbettzimmer sind. Die Betten dort sind nämlich riesengroß. Ich bin schon jetzt beeindruckt, wie geräumig und großzügig die Zimmer gestaltet sind. Dusche, Badewanne und Toilette erinnern mich an Sayari in der nördlichen Serengeti, das ich im vorletzten Jahr besuchen durfte. Alle Bungalows haben eine große Terrasse. Mnemba Island, ein Tauchparadies, liegt quasi vor der Tür.

Matemwe Beach Lodge

Die drei Matemwe Retreats schließen sich nördlich an die Anlage an. Jeweils zwei Gäste können in einem Retreat untergebracht werden. Die Häuser sind wirklich riesig, und wir haben Angst uns zu verlaufen. Es gibt eine Wendeltrappe nach oben und auf dem Deck wartet der Knaller. Neben einer überdachten Sala befindet sich der private Pool. Als das W-Lan endlich funktioniert, schicke ich die ersten „Neidfotos“ nach Hause. Ein vielfaches „Da will ich auch hin…“ schallt mir entgegen. Ich kann es jedem nur empfehlen und bin bei der Buchung gern behilflich.

Matemwe Retreat

Außer dem Highlight auf dem Dach bietet unser Haus natürlich noch viele weitere Extras. Ein persönlicher Butler und ein privates Dinner gehören unter anderem auch dazu. Wir werden verwöhnt und lassen es uns richtig gut gehen.

Matemwe Beach House

Wir haben noch Gelegenheit, uns das Beach House anzuschauen. Es liegt am Rand des Resorts und ist für Familien oder gemeinsam reisende Freunde gedacht. Ein Stückchen gehen wir über den feinkörnigen weißen Sand. Der Blick auf das Meer ist atemberaubend schön, aber insgesamt ist es mir viel zu heiß. Schon am Morgen brennt die Sonne. Das Beach House liegt versteckt hinter einigen Palmen. Es ist großzügig angelegt, hat einen eigenen Küchen- und Essbereich, einen großen Pool und drei Schlafzimmer für bis zu sechs Personen. Ich könnte es mir gut vorstellen, hier ein paar Nächte mit meiner Familie zu verbringen. Wir finden alles, was das Herz begehrt. Für die Gäste des Beach House ist natürlich ein eigener Butler vorhanden, genau wie ein eigens dafür angestellter Koch. Das Essen in den Matemwe Lodges von Asilia lohnt sich noch einmal zu erwähnen. Selten habe ich mich so gut versorgt gefühlt und selten habe ich so lecker gegessen.

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Der Flug von Selous nach Ruaha dauert gut eineinhalb Stunden mit einem kurzen Zwischenstopp. Das reicht mir dann auch, die Fliegerei ist nicht wirklich mein Ding. So bin ich froh, als wir endlich in Ruaha landen. Die Landschaft hat sich sehr verändert. Buschland und Hügel winden sich entlang der Straße. Mein Transfer zu Lodge dauert etwa 45 Minuten. Schon auf dem Weg begegnen mir die ersten Elefanten. Nun bin ich schon auf so vielen Pirschfahrten gewesen, aber es ist immer noch sehr beeindruckend, diesen Tieren gegenüberzustehen. Wir kommen nahe heran und ich kann die langen Wimpern über den gutmütig scheinenden Augen sehen. Man kann schnell vergessen, dass Elefanten auch recht ungemütlich werden können, wenn man ihnen zu nahe kommt oder wenn sie einfach mal schlecht drauf sind. Auch das passiert.

Die Reisetabletten haben mich recht müde gemacht und so bin ich froh, als wir endlich an der Lodge ankommen. Nick, ein grauhaariger älterer Mann, empfängt mich sehr herzlich. Die Lodge liegt oberhalb der Ruaha River. Es geht recht steil hinauf und gleich bin ich mir sicher, dass ich hier keine gehbehinderten Gäste unterbringen darf. Dafür ist der Blick vom Hauptgebäude auf den Fluss in der Tat spektakulär. Das Rauschen der Wellen hat man Tag und Nacht im Ohr. Ich bekomme noch ein leichtes Mittagessen, bevor ich schon wieder zu einer kleinen Pirschfahrt starte. Vorher bringt mich jemand zu meinem Bungalow.

Die gemauerten Bandas sind entlang des Flusses aufgereiht und auch von dort aus hat man direkten Blick auf das Wasser und alles, was sich darin, darüber oder daran bewegt. Mein Zimmer, wie auch alle anderen, ist sehr groß, ein Doppel- und ein Einzelbett stehen darin. Außerdem ist noch Platz für eine sehr bequeme Sitzgruppe und einen großzügigen Schreibtisch. Das Bad mit Dusche schließt sich gleich an.

Ganztagespirschfahrt in Ruaha

Nach dem Frühstück gehe ich zusammen mit zwei anderen Gästen des Camps auf eine ganztägige Pirschfahrt. Die beiden kommen aus Neuseeland, sind in Glasgow geboren und wir kommen schnell ins Gespräch. Sie haben schon viele Länder auf eigene Faust bereist. Ich freue mich, dass ich nicht wieder allein im Auto bin. Wir verlassen das Camp und nach nur wenigen Metern hüpft uns ein Gepard fast vor das Auto – was für ein Glück! Natürlich verzieht sich das Kätzchen gleich wieder in den Busch, aber wir entdecken noch zwei weitere stattliche Exemplare. Die drei liegen in der Sonne und dösen vor sich hin. Etwas Besseres hätte uns kaum passieren können. Anders als in der Serengeti oder der Massai Mara sind wir lange Zeit mit den Tieren allein. Natürlich hat unser Guide Ben Bescheid gegeben, aber es dauert ein bisschen, bis sich zwei weitere Fahrzeuge einfinden. Wir haben lange genug geschaut und fotografiert und entscheiden uns letztendlich für die Weiterfahrt. Es geht hinein in die hüglige Landschaft, Buschland wechselt zu Grasland. Elefanten, Giraffen, Impalas und Zebras stehen am Wegesrand. Wir machen immer wieder Fotostopps und Ben erklärt unermüdlich alle Vögel, Käfer und Tiere. Er ist wirklich ganz netter Bursche und will alles loswerden, was er in den vergangenen Wochen gelernt hat. Unser Mittagessen nehmen wir an einem Picknickplatz ein. Der ist sauber und aufgeräumt. Nichts liegt herum und die Toilette ist passabel.

Wir haben sicherlich schon etliche Kilometer hinter uns, als wir uns zur Heimkehr entschließen. Auf dem Rückweg kommen wir immer wieder am Ruaha River vorbei, an dem sich jetzt am Nachmittag die Tiere zum Trinken einfinden. An einer Stelle treffen Elefanten und Giraffen aufeinander. Die Ellis sind schon am Wasser und die jüngeren Tiere haben eine Menge Spaß. Sie balgen herum und die Erwachsenen passen auf, dass nichts passiert. Unser Auto wird argwöhnisch beobachtet, schließlich stellen sie aber fest, dass von uns wohl keine Gefahr ausgeht. Die Giraffen schauen dem Schauspiel durstig zu, trauen sich aber nicht näher heran. Schließlich verlässt die Elefantenherde das Terrain und die Giraffen kommen zum Zug. Wir müssen leider auch weiter, denn es liegt noch ein Stückchen Weg vor uns. Müde vom Geschüttel, aber sehr zufrieden kommen wir gegen Abend zurück zum Camp. Ich hüpfe unter die Dusche und freue mich auf das leckere Abendessen.. Am nächsten Morgen lasse ich es ruhig angehen. Mir bleibt noch Zeit für ein paar Fotos und eine Besichtigung des neuen Restaurants, das im August spätestens fertig sein soll. Dann verabschiede ich mich und Ben bringt mich zum Flughafen. Morgen treffe ich Angelika. Darauf freue ich mich schon sehr.

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