Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen

22. Oktober 2011

Stanford © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Stanford, unser Fahrer und Guide

Kurz nach sieben verlassen wir das Oliver’s Camp. Es fällt uns allen schwer zu gehen, es war ein sehr sehr schöner Aufenthalt. Stanford, unser Guide, lässt die Klappen im Fahrzeugdach geschlossen. Wir fahren nun in flottem Tempo durch den Park, er will nur halten, wenn wir Elefanten in den Bäumen sehen, sagt er. Immerhin sehen wir noch vier Löwinnen im Schatten eines Baumes und einige Büffel, aber die Elefanten sind heute nicht in Kletterlaune. Die Fahrt zum nördlichen Park-Haupteingang, die als Pirschfahrt locker drei Stunden dauert, bewältigen wir auf diese Weise in anderthalb. Eine Stunde später sind wir auf der gut ausgebauten Teerstraße schon durch die Ortschaft Mto Wa Mbu (“Fluss der Moskitos”) durch und schrauben uns in Serpentinen auf die Bruchkante des Rift Valley Escarpments hinauf. Wir haben unser nächstes Ziel fast erreicht, es ist nur noch eine kurze Strecke auf einer Erdpiste am Manyara Airstrip vorbei, dann sind wir an der Manyara Serena Lodge angekommen.

Manyara Serena Lodge

Die Manyara Serena Lodge liegt an einer schönen Stelle an der Steilkante des Rift Valley Escarpments. Von dort oben hat man einen herrlichen Blick über den ganzen Lake Manyara Nationalpark. Am besten lässt sich dieser Blick vom Pool genießen, der mir seiner Überlaufkante geradezu mit dem Horizont verschmilzt. Gemütliche Liegestühle mit Handtüchern stehen dort bereit. Einer der Manager führt uns durch die Anlage. Sie ist mit 67 Zimmern relativ groß, doch die gemauerten Bungalows, die je zwei bis vier Zimmer umfassen, stehen locker im Gelände verteilt, so dass die Lodge gar nicht so groß wirkt. Zwischen den Bungalows ist jede Menge Grün. Hohe schattenspendende Bäume und viel Buschwerk sowie ein kurz geschnittener sattgrüner Rasen schaffen eine angenehme Atmosphäre. Auf Schildern wird um “silence please” gebeten.

Alle Zimmer sind zum Park hin ausgerichtet, doch nicht von allen ist der Blick in die Weite gleich gut. Die oben gelegenen Zimmer bieten die bessere Aussicht. Es gibt auch eine Suite, von der aus man den Park besonders gut überblickt. Sie bietet außerdem mehr Platz im Schlafzimmer und ein zusätzliches Wohnzimmer. Die Zimmer sind alle in gewohnt guter Serena-Qualität ansprechend und komfortabel eingerichtet und gut in Schuss, allerdings durch die Bauweise mit dicken Wänden und nicht sehr großen Fenstern ein wenig dunkel. Dieser Eindruck entsteht auch im Restaurant, in der Bar und der Lounge – der gesamte Hauptbereich mit seinen dunklen Sitzmöbeln wirkt recht wuchtig. Die Lodge ist im gehobenen drei- bis Vier-Sterne-Bereich angesiedelt und ist eine Empfehlung für alle, die nicht so gern in Zeltlodges schlafen, sondern sich mit festen Wänden wohler fühlen und einen gewissen Komfort im Zimmer schätzen – Strom, Fön, gute Beleuchtung und bequeme Wege tragen zu diesem Komfort bei. Da die Lodge nah an der Straße von Arusha nach Karatu liegt, ist sie für einen Zwischenstopp auf dem Weg in die Serengeti oder zurück eine gute Empfehlung – und natürlich für Ausflüge in den nahen Lake Manyara Nationalpark.

Kirurumu Manyara Tented Lodge

Die Kirurumu Tented Lodge bietet einen ähnlich guten Blick ins Tal des Manyara-Nationalparks, hat aber einen längeren Anfahrtsweg von der Hauptstraße – etwa 20 Minuten auf holperigen Erdpisten. Doch diese lohnen sich. Kirurumu besteht aus 27 großen Wohnzelten auf Plattformen mit eigener Holzterrasse, die ebenfalls zum Tal hin ausgerichtet ist. Hier bequem zu sitzen, die leichte Brise zu spüren und den herrlichen Blick zu genießen ist schon für sich ein Highlight. Besonders gut ist die Aussicht von den Zelten in der vordersten Front, das sind Nr. 21 bis 27 (Nr. 27 ist das Honeymoon-Zelt) und Nr. 1 bis 7. Die übrigen stehen quasi in zweiter Reihe und blicken zum Teil nur in den Busch. Alle bieten viel Platz, so dass ein drittes Bett noch gut hineinpasst. Der vordere Teil mit einem Doppel- oder zwei Einzelbetten, einem Couchtisch mit Sesseln und einem Schrank mit Kleiderablage hat einen braun gestrichen Betonfußboden, der mit runden Sisalteppichen belegt und komplett von Zeltstoff umgeben ist. Das Bad im hinteren Teil ist gemauert. Über dem Zelt wölbt sich ein Strohdach. Alles ist in dezenten Farben gehalten und fügt sich gut in die Landschaft ein. Zwischen den einzelnen Zelten und dem Hauptgebäude geht man auf gut befestigten Wegen, die nachts stilvoll beleuchtet sind. Hier kann man auch nach Einbruch der Dunkelheit zu seinem Zelt zurückkehren, ohne dass man dabei eskortiert werden muss.

Kirurumu schafft Safari-Feeling oberhalb des Rift Valley! Die Lage und besondere Vegetation ist vor allem für Vogelkundler sehr interessant, hier wimmelt es von seltenen Arten. Die Lodge bietet auch geführte Naturwanderungen und Vogeltouren an. Besonders gefallen haben mir das offene Restaurant unter Reetdach und die gemütliche Bar mit offener Terrasse, von der man ebenfalls einen wunderbaren Blick ins Tal genießt. Sehr empfehlenswert und für eine Nacht fast schon zu schade.

Wir fahren wieder durch den kleinen Ort Mto Wa Mbu. Eine sehr fruchtbare Gegend, in der Bananen und andere tropische Früchte wachsen, die natürlich frisch am besten schmecken. Unser Guide Stanford möchte uns nämlich einmal einen “Local Lunch” präsentieren, und wir sind begeistert. Von den leckeren Gerichten, die wir größtenteils nicht kannten, von den freundlichen Menschen und den süßen Kindern. Auch das Kilimanjaro-Bier schmeckte gut. Wer tansanische Souvenirs und Kunsthandwerk kaufen will, wird auch in Mto Wa Mbu fündig, denn entlang der Hauptstraße gibt es einen großen Souvenirmarkt. Ein tolles Ausflugsziel von den Lodges am Lake Manyara und von Karatu.

Lake Manyara Wildlife Lodge

Noch eine weitere Lodge oberhalb des Lake Manyara Nationalparks haben wir uns heute angeschaut, und zwar die Lake Manyara Wildlife Lodge (auch Lake Manyara Hotel genannt). Preislich eine gute Stufe unterhalb der Serena Lodge bzw. Kirurumu, bietet dieses Hotel seit der Renovierung vor zwei Jahren wieder vernünftigen Komfort, dazu eine herrliche Lage an der wohl schönsten Stelle der Steilkante oberhalb des Parks. Dazu einen riesigen, sehr gepflegten Garten mit schönem Pool. Überall blüht es – Flamboyants, Bougainvillea, Jakarandas und Frangipanis, die einen betörenden Duft verströmen. Der Rasen ist kurz geschnitten, überall laden kleine Sitzgruppen zum Verweilen ein. An Bar und Pool kann man es mit Blick auf den Manyara-See und die Flamingos (jetzt in der Trockenzeit sind es nur wenige) auch länger aushalten.

Die Zimmer selbst befinden sich in zweistöckigen langgestreckten Gebäuden in mehreren Flügeln, die in klassischer Hotelbauweise errichtet sind, aber seit der Renovierung auch etwas afrikanisches Dekor bekommen haben. Alle Zimmer sind zum Tal hin ausgerichtet und haben sehr große Fensterscheiben. Ein kleiner Balkon gehört auch dazu. Viel Platz gibt es nicht, aber sonst alles, was man braucht. Ein modernes Bad mit Dusche/Badewanne, guter Beleuchtung und Fön, ein Schlafzimmer mit einem Doppel- oder zwei Einzelbetten, angenehm in hellen Farben gestaltet, und einen großen Kleiderschrank mit Bademänteln. Alles wirkt sauber und gepflegt. Ich bin angenehm überrascht, hatte ich mir unter der Wildlife Lodge doch ein großes unpersönliches Hotel vorgestellt, da lag ich falsch. Das Personal ist überaus freundlich, das Restaurant macht einen ansprechenden Eindruck, und der blühende Garten ist einfach eine Wohltat. Wer gut und günstig reisen möchte, findet hier, was er sucht.

Weitere Informationen zu den besuchten Lodges finden Sie hier:

Eine Übersicht aller Beiträge dieses Reiseberichtes finden Sie hier.

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