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Bougainvillea Lodge, Tloma Lodge und Twiga Camp

Neben den Lodges am Kraterrand ist Karatu der wichtigste Ort für die Unterbringung von Ngorongorobesuchern. Die Kleinstadt hat 22.000 Einwohner und wahrscheinlich ebenso viele Besucher pro Jahr. Auf den Straßen ist deshalb auch immer Betrieb. Heute ist Sonntag und es sind viele Fußgänger in ihren besten Kleidern unterwegs zum Gottesdienst. Wir sehen auch ein kleines dreirädriges Gefährt – ein Taxi.

Bis zur nächsten Lodge mit dem klangvollen Namen Bougainvillea Lodge ist es nicht weit. Ich liebe Bougainvillean, sie sind wunderhübsch in der Farbe und klettern an Mauern und Spalieren. Eigentlich stammen sie aus Südamerika, sind aber mittlerweile auch in Ostafrika und dem Mittelmeerraum verbreitet. Wir machen einen Rundgang. Was ich sehe, gefällt mir sehr gut. Trotz des trüben Wetters sind die Räume hell und freundlich. Von der Anlage her ist die Bougainvillea Lodge ähnlich wie das Farm House, allerdings ist das Gelände nicht so weitläufig. Die Lodge hat 34 Zimmer im Bungalowstil, die teilweise aneinandergebaut sind. Das Gartengelände und der Pool sind sehr gepflegt – es blüht übrigens gerade nur eine einzige Bougainvillea, aber es gibt mehrere Büsche und es ist bestimmt ein zauberhafter Anblick, wenn sie alle in voller Blüte stehen.

Die Zimmer sind von der Ausstattung her etwas einfacher als im Farmhouse, aber auch schön. Das Bad besteht aus drei Teilen, jeweils durch eine Trennwand abgeteilt. Waschbecken, Dusche und WC liegen also hinterneinander. Im Zimmer gibt es einen Kamin, außerdem einen Kühlschrank, der auf Wunsch gefüllt wird. Man kann sich aber auch ein Fahrrad ausleihen und in Karatu auf dem Markt oder in einem Laden selbst einkaufen. Im Haupthaus befindet sich die obligatorische Bar, das Restaurant mit einem extra Raum für Gruppen sowie- zu meiner Freude- ein Souvenirladen. Ich nehme mir ein „happy hippo“ aus dunklem Holz mit. Im Nachhinein erfahre ich, das die Bäume nur mit Lizenz gefällt werden dürfen und fühle mich gleich schrecklich. Ich hoffe auf die korrekte Vermarktung der angebotenen Ware im Shop. Ich lasse mir außerdem ein Spiel erklären. Gekauft habe ich es nicht und muss auch gestehen, dass ich die Regeln schon wieder vergessen habe. Es sah aber sehr schön aus und die junge Verkäuferin war auch sehr nett.

Bougainvillea Lodge

Wir liegen richtig gut in der Zeit und können deshalb das Angebot für Kaffee und Tee in der Bougainvillea Lodge sehr gern annehmen. Die erste Kaffeepause, die wir uns gönnen! Ich verbrenne mir gleich mal die Finger an der heißen Kanne und schlürfe dann vorsichtig das heiße Gebräu. Er ist nicht einmal besonders gut, aber nach so vielen Besichtigungen ohne Zeit für einen Kaffee genießen es Amani und ich jetzt so richtig.

Weiter geht es zur Tloma Lodge, die wie das Lake Masek Tented Camp, das Kati Kati Camp und das Maramboi Tented Camp zu Tanganyika Wilderness Camps (TWC) gehört. Auch das Ngorongoro Farm House gehört zu der Firma und die Tloma Lodge wurde als “kleiner Bruder” zum Farm House gebaut, da dieses in der Hochsaison häufig ausgebucht ist. Sie wurde vor vier Jahren eröffnet. Die Lodge hat 36 Zimmer, jeweils zwei pro Bungalow und kann 80 Gäste beherbergen. Nach den liebevoll dekorierten Räumen des Farm House wirken die Zimmer hier eher schmucklos und nüchtern, obwohl sie schön eingerichtet sind. Wahrscheinlich dauert es einige Jahre, bis sich die individuelle Atmosphäre einer Lodge voll entfaltet hat und die Dekoration “gewachsen” ist. Es finden sich hier wieder die Tische mit den Kaffeebohnen wie im Farm House – vermutlich hat man sie gleich in größeren Mengen für beide Lodges geordert. Der Garten ist schön bewachsen, hier gibt es mehr Bougainvillaen als in der Bougainvillea Lodge. Der Rasen ist sauber gemäht, alles wirkt aufgeräumt. Es gibt einen schönen Pool. Im Haupthaus ist ebenfalls alles sehr großzügig gestaltet, man kann drinnen und draußen sitzen, es gibt wie immer eine Bar und eine Fernsehecke. Die junge Frau, die mich herumgeführt hat, heißt “Happiness” und hat vor zwei Monaten Svenja ebenfalls durch die Anlage geführt. Sie konnte sich aber nicht mehr erinnern – wahrscheinlich kommen doch häufiger “Travel Agents” auf eine Stippvisite vorbei.

Tloma Lodge

Wir verlassen Karatu in Richtung Arusha und fahren nach Mto Wa Mbu, einem kleinen Ort direkt an der Nordspitze des Lake Manyara. Unser letzter Besichtigungspunkt für heute ist das Twiga Camp, das mitten im Ort liegt. Schon bei der Ankunft fällt mir auf, dass dieses Camp wohl nicht in die gleiche Kategorie wie das Farm House oder auch die Tloma Lodge gehört. Das Camp besteht aus einem Haupthaus mit einer Rezeption, einer Bar und einem Restaurant. Bereits hier fällt auf, dass seit der Eröffnung in 1994 wohl kein Dollar mehr investiert wurde. Die Möbel sind noch älter als die Lodge selbst, als wären sie irgendwo ausrangiert worden, das Licht ist schummrig, die Vorhänge verschlissen. Die Rezeption ist vergittert, die Farbe blättert von Wänden und Fensterrahmen. In einer Wand nisten sogar Vögel. Auf dem Gelände befinden sich die 24 Zimmer in kleineren Gästehäusern, drei sind neueren Datums, die anderen sind genauso abgewohnt wie das Haupthaus. Man sieht einige Angestellte, die sich mit dem Saubermachen abmühen. Im Zimmer sind ebenfalls alte Vorhänge. Das Bett ist sauber, sieht aber schon recht wackelig aus. In der Dusche hängt ein Vorhang, der sicher schon bessere Zeiten gesehen hat. Die Waschräume des Campingplatzes sehen auch nicht viel moderner aus. Um den Swimmingpool herum sind alte Plastikmöbel aufgestellt. Da das Camp mitten im Ort liegt, schützt man sich vor Eindringlingen durch eine hohe Mauer, auf deren Oberkante Glasscherben mit einbetoniert wurden. Vielleicht gibt es Reisende, die so sehr aufs Geld achten müssen, dass sie mit solchen Unterkünften zufrieden sind. Ich würde lieber ein paar Dollar mehr in die Hand nehmen und in einer ordentlichen Lodge wohnen wollen.

Twiga Camp

Wir verlassen die Gegend und fahren zurück nach Arusha, wo wir vor fünf Tagen aufgebrochen sind. Mir kommt es wie eine Ewigkeit, aber auch wie ein kurzer Augenblick vor.

Weitere Informationen zu den besuchten Lodges:

Der komplette Reisebericht in der Übersicht:

 

 

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