Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen

Weiter geht die Fahrt nach Karatu. Dort besuchen wir zunächst das edle The Manor at Ngorongoro. Hier war ich vor einem Jahr schon einmal. Mein Eindruck bestätigt sich. An der eleganten Ausstattung und dem vorzüglichen Service ist nicht zu zweifeln. Aber was sollen kapholländische Häuser (nach historischem Vorbild neu gebaut), die man aus der Gegend um Kapstadt kennt, hier in den Kaffeeplantagen Ostafrikas? Der Übernachtungspreis ist zwar schon auf etwa 500 Euro pro Person zurück gegangen, er erscheint mir aber immer noch zu hoch. Eine solche Summe würde ich (wenn ich ein so solventer Reisegast wäre) lieber in ein exklusives, kleines Safaricamp in einer abgelegenen, wenig besuchten Ecke der Serengeti investieren.

Kapholländischer Stil im Ngorongoro-Hochland: The Manor.


Salon im Hauptgebäude des The Manor at Ngorongoro.


The Manor, Doppelzimmer.

Meine Empfehlung in Karatu bleibt die Plantation Lodge. Sie ist schlichter als The Manor, aber immer noch elegant mit leicht kolonialem Flair, und die Übernachtung kostet weniger als die Hälfte. Allerdings ist das Personal bei unserem heutigen Besuch etwas kurz angebunden. “Ihr seid aber spät”, lauten die ersten Worte zur Begrüßung. Gut, wir sind keine richtigen Gäste und liegen tatsächlich hinter unserem Zeitplan. Dennoch hätte man das vielleicht auch etwas freundlicher formulieren können. Auch Renate, die Eigentümerin, hat nur wenige Worte für unsere Gruppe von Reiseagenten übrig. Schade.


Plantation Lodge, Karatu.


Doppelzimmer in der Plantation Lodge.


Badezimmer der Zanzibar Suite, Plantation Lodge.

Wer etwas mehr Geld ausgeben und im Kraterhochland prunkvolles Wohnen mit Urlaub auf dem Bauernhof verbinden will, sollte die Gibb’s Farm in Betracht ziehen. Die Gäste finden hier in ihrem Zimmer einen Tagesplan, der zeigt, wann welche Arbeiten verrichtet werden. Wer will, kann dabei zusehen oder sogar selbst mit helfen, etwa beim Melken, Gemüseernten oder Kaffeerösten. Der üppig blühende Garten begeistert mich immer wieder. Die Zimmer sind opulent ausgestattet, der Kamin wärmt sowohl den Wohnraum als auch das lichtdurchflutete Bad. Unvergessen bleibt mir der vorzügliche Schokoladenpudding als Abschluss eines späten, aber köstlichen Mittagessens. Der Großteil der Zutaten, vom Salatblatt über den Käse bis zur Kaffeebohne, kommt direkt von der Farm, die Ende der 1920er Jahre von deutschen Auswanderern gegründet wurde. Heute gehört die Gibb’s Farm amerikanischen Investoren, während die meisten Kaffeefarmen in der Nachbarschaft immer noch von deutschstämmigen Familien geführt werden.


Blick vom Garten der Gibb’s Farm über die Kaffee-Plantagen.


Der Name dieses Hauses erinnert an die deutschen Begründer des
Kaffeeanbaus auf dem Gelände der heutigen Gibb’s Farm.


Eines der beiden Schlafzimmer im Deutschen Haus der Gibb’s Farm.


Gibb’s Farm, Badezimmer.

Alle Teile des Reiseberichts in der Übersicht:

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