Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen

Der nächste Morgen beginnt erst einmal ganz entspannt mit einem ausgiebigen und wirklich leckeren Frühstück. Danach machen wir uns auf den Weg nach Sun City. Sun City ist eine recht künstliche Hotelstadt. Seit den Siebziger Jahren sind hier vier große Hotels mit allerhand Attraktionen drum herum entstanden. Ich habe um neun einen Termin, um mir die Anlage anzuschauen. Nach einer kleinen Diskussion dürfen wir ohne Eintritt auf das Gelände fahren. Es hat durchaus seine Vorteile, wenn man als Travel Agent reist. Die riesige Empfangshalle des Hotels lässt uns kurzzeitig staunen. Aus einer Ecke kommt Live-Frühstücksmusik. Mein Mann und die Kinder bekommen eine VIP Karte und dürfen sich sofort am Wellenpool vergnügen. Ich mache mich zusammen mit einer sehr netten Angestellten auf den Weg zu meiner Site Inspection. Ich schaue mir die ganze Anlage an und bin sehr beeindruckt. Die vier Hotels im Sun City Komplex sind das Royal Palace, das Cascades, das Sun City Hotel und die etwas einfacheren Cabanas. Insgesamt gibt es 1300 Zimmer. Für jeden Geschmack und Geldbeutel ist etwas dabei.

Das Freizeitangebot ist überwältigend. Man kann in einem Casino (das ich nicht fotografieren durfte) viel Geld gewinnen oder verlieren, man kann sich eine Krokodilfarm oder einen kleinen Zoo anschauen, Golf spielen, auf Elefanten reiten und, und, und… Auch die Einkaufsmöglichkeiten sind vielfältig. Der nahe, wildreiche Pilanesberg Nationalpark bietet sich für “echte” Safari-Ausflüge an. Am bekanntesten ist aber wohl der riesige Pool “Valley of the Waves” unterhalb des neuesten Hotels, des Royal Palace.


Kuppel der Empfangshalle des Royal Palace Hotels


Empfangshalle des Royal Palace, Sun City

Auch wenn ich sonst eher kleine und gemütliche Gästehäuser bevorzuge – die vier Hotels und die gebotenen Freizeitaktivitäten lassen mich staunen. Die Zimmer sind allesamt recht ähnlich – wie das in einer Bettenburg halt so ist. Die Größe des Geländes kann ich vom Aussichtsturm des Royal Palace bewundern. Ich bin mir nicht sicher, ob ich hier wirklich Urlaub machen möchte. Wer sich aber in solchen Hotelanlagen wohlfühlt, wird hier eine Menge Spaß haben.


Sun City von oben

Die Erkundungstour dauert fast drei Stunden und ich bin ziemlich k.o., als ich endlich zu meiner Familie komme. Die genießt das Wellenbad schon in vollen Zügen und ich geselle mich dazu. Unser Idyll findet ein jähes Ende, als mein Sohn eine Wespe verschluckt, die ihn dann auch noch in den Rachen sticht. Wir eilen zum Medical Point, wo er mit Eis versorgt wird. Mir schwirren in diesen bangen Minuten 1000 Gedanken durch den Kopf – Gott sei Dank fast umsonst, denn außer ein paar Tränen und kleinen Schluckbeschwerden ist nichts passiert.



 

Misty Hills Hotel

Am nächsten Morgen machen wir uns auf und fahren die etwa 80 Kilometer bis an den Stadtrand von Johannesburg. Dort wohnen wir im Misty Hills Hotel. Auch diese Anlage hat recht viele Zimmer (215 insgesamt), die sich aber alle in einzelnen Bungalows befinden – so wird einem die Größe des Hotels erst beim Abendessen im Carnivore Retsaurant bewußt. Hier bekommen wir für den stattlichen Preis von 180 Rand pro Person ein unvergeßliches Dinner kredenzt – dazu später mehr.
Auch hier sehe ich mir zusammen mit einem Manager die Anlage an. Das Gelände ist sehr großzügig und parkähnlich angelegt. Beim Einchecken bekommt man einen Plan. Die Gefahr, sich zu verlaufen, besteht offensichtlich… Es gibt zwei Pools, einige Restaurants, einen Spa-Bereich, einen Souvenirladen und auch ein kleines Internet-Café.

Heute möchten wir uns ein bißchen der Bildung widmen. Craig hatte uns bei seinem letzten Besuch in Deutschland von der Cradle of Humandkind, der Wiege der Menschheit, berichtet. Das ist eine Höhle, in der einer der ersten Menschen gefunden wurde. Da meine Tochter gerade in der 5. Klasse ist und in Geschichte eben über Urmenschen gesprochen hatte, paßt das natürlich perfekt. Wir erfahren eine Menge über Vor- und Frühgeschichte und das Museum, das in der nahen Stadt Maropeng dazugehört, ist gerade für Kinder ein tolles Erlebnis.


Hier wurde Little Foot gefunden


Die Überreste eines unserer ersten Vorfahren


Afrika – die Wiege der Menschheit

Wir verbringen also den ganzen Tag bei den Urmenschen, Langeweile kommt trotzdem nicht auf. Wir hatten für diesen Abend einen Tisch im Carnivore bestellt. An einem riesigen Grill werden allerlei Fleischsorten zubereitet. Man kann aus 14 verschiedenen Angeboten wählen. Ich habe bei Nummer 9 oder 10 kapituliert. Mein Mann hat natürlich alles probiert – mit scharfer Soße. Lecker, lecker, lecker…

Am nächsten Morgen geht es weiter nach Johannesburg. Wir dürfen eine Nacht bei Craig schlafen. Er hat für uns einen Fahrer organisiert, mit dem wir eine Soweto-Tour machen. Den Kindern muß ich die Hintergründe erst einmal erklären. Die haben natürlich noch nie etwas von Apartheid oder Nelson Mandela gehört. Ich kann leider auch nur meine 10-jährige Tochter so richtig dafür begeistern. Mein Sohn ist an diesem Vormittag nur von Soccer City so richtig beeindruckt. Nun ja, vielleicht war das doch ein bißchen zu schwere Kost für die Kleinen. Alexandra ist aber tapfer und geht mit mir durch das Mandela House. Ihr fällt sogar die eine oder andere Frage auf Englisch ein und ich komme mit Stolz geschwellter Brust wieder heraus.

Die komplette Reise in der Übersicht:

 

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