Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen

In meinem Reisetagebuch habe ich notiert: „Bin im Paradies angekommen – Ras Kutani“.
Bei meiner Ankunft war ich einfach nur müde und ausgelaugt. Ras Kutani ist die letzte Station meiner anstrengenden Erkundungsreise mit viel Fahrerei, vielen Hotelbesichtigungen, vielen Fotos, vielen Gesprächen und wenig Erholung. Nun habe ich hier noch einmal ein paar Stunden für mich. Und ich genieße sie.

Passenderweise bietet Ras Kutani Massagen an. Im Ringordner, der auf jedem Zimmer liegt, sind diese treffend beschrieben: „Massagen für reisemüde Menschen, für safarimüde Menschen, für generell müde Menschen.“. Ich bin das alles. Also hin. Die Masseurin Alice hat Zeit. Kurz darauf liege ich bäuchlings auf der Massagebank. Alice massiert meinen Rücken und meine Beine mit duftendem Öl. Ich schließe die Augen und träume dahin. Ras Kutani fängt gut an.

Das Strandresort liegt eine Bucht weiter südlich von Amani, etwa 15 Minuten zu Fuß sind es zwischen den beiden Anlagen. Weitere Unterkünfte gibt es in der näheren Umgebung nicht. Der Strand ist hier weiß und feinsandig, und ein mehrere Meter breiter Streifen wird auch bei Flut nicht überspült. Baden ist bei allen Gezeiten möglich, sowohl direkt im Meer als auch in der Lagune. Diese schließt sich seitlich an die Lodge an und wirkt wie ein kleiner See, der nur bei besonders hohen Fluten vom Meer neu befüllt wird. Ras Kutani verleiht Kanus, mit denen man auf der Lagune paddeln kann

Ras Kutani © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Blick von Ras Kutani auf die Lagune, den Strand und das Meer

Das Meer ist warm, ich schätze 26 bis 28 Grad, es ist herrlich und ich mag gar nicht wieder herauskommen. Sanfte Wellen schaukeln mich auf und ab, am Horizont ziehen Fischerboote vorbei. Am Strand kaum ein Mensch. Ich finde wunderschöne große Muschelschalen.

Der Hauptbereich von Ras Kutani ist offen, hell und freundlich gestaltet. Ein Meer- und Fisch-Thema zieht sich auch durch das Dekor. Gemütliche Sitzecken mit blauen und weißen Kissen laden zum Verweilen ein, im offenen Restaurant stehen schön gearbeitete Tische und Stühle aus Holz, die Rückenlehnen der Stühle sind mit Tauwerk verziert. Alles ist durchdacht und ansprechend.

Ras Kutani © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Einladende Sitzecke mit vielen Kissen

Ras Kutani © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Pool von Ras Kutani

Ras Kutani © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Offenes Restaurant

Das zentrale Thema in Ras Kutani ist Bast und Stroh. Alle Häuser haben Dächer aus Palmgras. Die Gäste-Cottages sind mit Bastmatten ausgelegt. Es steht eine Strandtasche aus Bast bereit, auf dem Bett liegt ein Strohhut, den die Gäste während ihres Aufenthalts benutzen dürfen. Alles ist sehr offen und luftig, aber nicht edel. Hier passt der Ausdruck „Robinson Crusoe chic“. Dementsprechend läuft man hier überwiegend barfuß. Sandige Wege verbinden die Cottages mit dem Hauptgebäude. Bevor man den Sand ständig aus den Schuhen schüttelt, kann man sie auch gleich ausgezogen lassen – und erst bei der Abreise wieder anziehen. Auch Mark, der Manager, läuft barfuß. An den Stufen, die zu den Cottages und zum Hauptgebäude hinauf führen, stehen kleine Wasserbecken, um sich den Sand von den Füßen zu spülen.

Ras Kutani © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Strohhut mit Willkommensgruß auf meinem Bett

Ras Kutani © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Blick in mein Cottage…

Ras Kutani © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


…und aus meinem Cottage nach draußen.

Meine Terrasse bietet einen schönen Blick auf die Lagune, den ich von einem gemütlichen Kanapee voller bunter Kissen genießen kann. Alles hier ist groß. Ich schreite den Innenraum meines Cottages ab, etwa 7 x 9 Meter. Dazu die Terrasse und hinten das Bad. So viel Platz ist schön. Auch das Badezimmer gefällt mir sehr, es ist so unkonventionell und farbenfroh.

Ras Kutani © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Badezimmer meines Cottages in Ras Kutani

Ras Kutani © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Kunstvolle Dach- und Wandkonstruktion aus Holz, Stroh und Tauwerk

Es gibt acht Standard-Cottages, vier Suiten und ein Familienhaus. Die Standard-Cottages stehen entlang der Lagune und des Strandes, die anderen ein Stück höher am Hang. Alle haben Meerblick.

Ras Kutani © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Blick auf Ras Kutani vom Strand aus

Das Timing meines Besuchs ist perfekt. Gerade heute sollen kleine Schildkröten schlüpfen. Am Strand ist ein Netz über mehrere Gelege gespannt und fest im Boden verankert, damit keine Raubtiere die Eier stehlen. Gegen 16 Uhr versammeln sich die Gäste und das Team der Lodge. Ein Mitarbeiter des Schildkrötenprojekts öffnet das Netz und entfernt vorsichtig den Sand über einem der Gelege Die kleinen Schildkröten scheinen auf dieses Signal nur gewartet zu haben. Nach kurzer Zeit kommen sie heraus, eine nach der anderen, eine nicht enden wollende Kette, insgesamt über 150 Tiere. Wie ferngesteuert krabbeln sie dem Meer entgegen, während die Gäste Spalier stehen. Einige rennen nur wenige Meter von meinen Füßen entfernt vorbei. Ein beeindruckendes, rührendes Erlebnis – und ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz, denn ohne diese Betreuung und diese „Geburtshilfe“ würden viele Gelege zerstört oder die kleinen Schildkröten auf dem Weg ins Meer von Feinden aufgefressen. Als die letzten Tiere im Meer verschwunden sind, schauen wir ihnen noch eine ganze Weile nach. Hoffentlich kommen viele von ihnen als erwachsene Tiere wieder zurück an diesen Strand, um ihre Eier abzulegen.

Ras Kutani © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Das Schildkrötennetz wird gelüftet, die Geburtsstunde naht

Ras Kutani © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Da kommen sie!

Ras Kutani © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Mühsam durch den Sand…

Ras Kutani © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


…und schnell zum Meer.

Ras Kutani © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Gleich ist es geschafft.

Als es dämmert, treffen sich die Gäste in der Strandbar auf einen Cocktail auf Kosten des Hauses. Im Rücken ein gemütliches Kissen, die nackten Füße im Sand, komme ich ins Gespräch mit den anderen. Eine interessante Mischung netter Menschen, die teils von weither kommen, teils nur auf Kurztrip von Dar es Salaam sind. Auch eine Familie mit Kindern ist dabei. Sie haben das Familienhaus gebucht, das ganz oben auf dem Hügel liegt und aus zwei verbundenen Häusern mit gemeinsamem halboffenen Wohnbereich besteht. Dieses Haus ist zwar relativ weit weg vom Strand, bietet aber den allerschönsten Blick.

Später beim Abendessen im Restaurant lädt mich Mark, der junge südafrikanische Manager, an seinen Tisch ein. Er ist noch nicht lange in Ras Kutani, hat aber schon viele neue Ideen und ist sehr motiviert. Wir lassen uns den Linefish im Teigmantel schmecken.
Zurück in meinem Cottage ist das Moskitonetz um das Bett herum heruntergelassen. Wie überall auf dieser Reise fühle ich mich total sicher und lasse die Flügeltüren weit offen stehen. Ich schlafe in dieser Nacht wie ein Stein.

Ras Kutani © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Mein Bett in Ras Kutani

22.06.2010
Am Morgen fliegen zwei Gäste vom nahen Airstrip sehr früh aus, zwei anderen kommen an, ich höre kein Flugzeug und keine Vögel und keine Affen. Noch im Schlafanzug trinke ich auf meiner Terrasse in der Morgensonne meinen Chai. Diesen Sansibar-Gewürztee kochen sie hier extra für mich – ein toller Service. Nach dem Frühstück zeigt mir Mark die Suiten. Sie sind noch größer als die Cottages, liegen etwas höher am Hang und bieten viel Privatsphäre. Jede Suite hat einen eigenen kleinen Pool und einen „Mini-Strand“ mit Liegestühlen. Das Bad ist hier separat und mit einer Tür zu schließen. In den Suiten wurde nicht so viel Bast verarbeitet, aber die Konstruktionen sind ähnlich offen und luftig wie in den Cottages, nur dass die Fenster hier durchgehend mit Moskito-Gaze versehen sind. Die Suiten sind sicherlich sehr schön für Honeymooner. Eigentlich brauchen sich diese – mal abgesehen von den Restaurant-Mahlzeiten – überhaupt nicht aus ihrer Suite zu bewegen.

Ras Kutani © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Suite in Ras Kutani

Ras Kutani © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Kosmetik-Tisch in der Suite

Ras Kutani © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Privater kleiner Pool und Strand einer Suite

Meine Reise geht zu Ende. Ras Kutani ist ein würdiger Abschluss, ich wäre gern länger geblieben. Dieses hübsche, sympathische Strandresort kann ich wärmstens empfehlen.
Es muss nicht immer Sansibar sein!

Einen Reise-Vorschlag mit Ras Kutani finden Sie hier.

Alle Teile des Berichtes hier in der Übersicht:

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