Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen

Monats-Archive: September 2010

Schon bald fahren wir weiter und sehen noch mehrere Löwen, bevor wir gegen 16.30 Uhr an der Ruaha River Lodge eintreffen.

Löwe im Ruaha NP © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Löwe am Ruaha-Fluss bei Msembe, Ruaha National Park

Ich bin müde, verstaubt und hungrig – unser Mittagspicknick war eher spärlich und liegt schon lange zurück. Doch bis 20 Uhr muss ich mich noch gedulden, hier wird spät zu Abend gegessen. Ich nutze das schöne Nachmittagslicht für einen Foto-Streifzug durch die sehr weitläufige Anlage. Mein Bungalow liegt wie die meisten anderen in vorderster Front am Ruaha River, der hier zwischen Steinen schnell und laut dahin schießt.

Ruaha River Lodge © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Zwei Bungalows der Ruaha River Lodge im Ruaha-Nationalpark

Viel Platz bietet das gemauerte Häuschen unter Reetdach mit dem großen Wohn- und Schlafbereich und dem Bad, das sich im hinteren Teil über die gesamte Breite des Hauses erstreckt.

Ruaha River Lodge © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Sehr geräumiger Bungalow der Ruaha River Lodge

Ich freue mich über die heiße Dusche, den angenehmen Waschtisch mit zwei Waschbecken und „deutscher“ Mischbatterie, die drei großen Spiegel und die Mineralwasserflaschen, die hier wie auch in den meisten anderen Lodges als kostenloses Zahnputz- und Trinkwasser bereit stehen.

Ruaha River Lodge © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Badezimmer der Ruaha River Lodge

Ruaha River Lodge © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Von meiner erhöhten Terrasse schaue ich auf die Wasserlandschaft
des Ruaha. Am anderen Ufer stehen Elefanten.

Die Ruaha River Lodge ist mit insgesamt 70 Betten relativ groß, doch die Häuschen sind auf einem weiten Gebiet locker angeordnet. Zur Lodge gehören zwei Restaurants, eins unten am Fluss und ein weiteres oben auf einem Felsen hoch über dem Ruaha River. Das letztere wird jedoch nur genutzt, wenn die Lodge gut gebucht ist, und dann auch nur für jüngeres beziehungsweise fittes Publikum, wie mir die Managerin Mary erklärt. Warum? Die Antwort liegt auf der Hand, als ich mit meinem durchschnittlichen Alter und meiner durchschnittlichen Fitness oben angekommen bin. Schwitzend und schnaufend genieße ich den herrlichen Ausblick.

Ruaha Nationalpark © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Weiter Blick aus dem oberen Restaurant der Ruaha River Lodge auf den Fluss

Ruaha River Lodge © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Das obere Restaurant mit seiner schönen Bar bleibt an diesem Abend leer.

Im unteren Restaurant am Fluss finden sich kurz vor acht etwa 25 Gäste ein – das am besten gebuchte Camp bisher, und dennoch gerade einmal zu einem Drittel gefüllt. Wir bedienen uns am Buffet mit leckeren, teils einheimischen Speisen; ein feines Dessert und Kaffee werden anschließend am Tisch serviert.

Ruaha River Lodge © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Unteres Restaurant der Ruaha River Lodge am Flussufer

Der Abend wird kühl, Wind kommt auf, der Kellner schließt die Zeltbahnen zum Fluss hin. An diesem Abend verliert Deutschland 1:0 gegen Serbien.
In der Ruaha River Lodge liegt der Schwerpunkt auf Pirschfahrten im offenen Wagen. Die Gäste haben die Wahl zwischen einer Ganztags- und zwei Halbtagspirschfahrten. Gegen Aufpreis von 30 US-Dollar pro Person kann man auch auf Fußpirsch gehen, begleitet von einem bewaffneten Nationalpark-Ranger. Ich hätte das gern einmal ausprobiert, leider reicht meine Zeit nicht. Später in meinem Häuschen am Fluss grunzen mich die Hippos in den Schlaf.



Ein Reiseangebot mit der Ruaha River Lodge finden Sie hier.

Alle Teile des Berichtes hier in der Übersicht:

Weiter geht es über einsame Wege und durch die wild-schroffe, felsige und von Baobabs übersäte Landschaft des südlichen Ruaha.

Giraffen im Ruaha NP © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Beim Mittagspicknick beobachten wir nur wenige Meter entfernt Giraffen am Ruaha River.

Die 13 Zelte des Mwagusi River Camps liegen ganz herrlich an einer Biegung des meist trockenen Mwagusi River. Die Zelte sind luxuriös ausgestattet und sehr groß, teils gemauert, mit großer Veranda und bequemen Sitzgelegenheiten unter Strohdach.

Mwagusi River Camp © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Zelt-Chalet im Mwagusi River Camp, Ruaha National Park

Der Hauptbereich dieses überwiegend von Briten gebuchten Camps ist ebenfalls sehr schön gestaltet und zum Fluss hin offen. Hier gibt es mehrere gemütliche Sitzecken, die Bar und den Speisebereich.

Mwagusi River Camp © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Halboffene Sitzecke mit Blick zum Mwagusi River

Der Eigentümer Chris Fox stammt aus der Foxes-Familie, die die Mittelklassecamps Stanley’s Kopje, Vuma Hills, Ruaha River Lodge und Rufiji River Camp betreiben, ist aber seinen eigenen Weg gegangen und hat sich mit Mwagusi seinen Traum von einem Luxuscamp erfüllt. Er ist jedoch nicht selbst vor Ort, sondern das Camp wird derzeit von Riaan aus Südafrika geleitet. Mwagusi ist gut gebucht. Riaan isst gerade mit einer größeren Gästegruppe zu Mittag, wobei eifrig über die Tierbeobachtungen am Morgen diskutiert wird.

Alle Teile des Berichtes hier in der Übersicht:

Nach dem Einchecken in den Ruaha-Nationalpark folgt eine schöne, aber schnelle Pirschfahrt – Jongomero ist noch eine Stunde entfernt und wir wollen nicht im Dunkeln ankommen. Die Landschaft begeistert mich. Der Ruaha River ist ein blaues Paradies in dieser trockenen Gegend.

Ruaha River © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Pirschfahrt am Ruaha River

Endlich erreichen wir unser Tagesziel, das Jongomero Camp. Erschöpft höre ich mir bei einem kühlen Glas Saft die Einführung der netten Managerin Noelle an. Sie erkennt, dass ich nicht mehr sehr aufnahmefähig bin, und bringt mich zu meinem Zelt. Und dort erlebe ich kurz vor Sonnenuntergang ein kleines Wunder. Nämlich ein ganz wunder-wunderschönes riesengroßes superluxuriöses, helles und luftiges, pieksauberes Wohnzelt, MEIN Zelt, ein Traum.

Jongomero Camp © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Luxuszelt im Jongomero Camp, Ruaha National Park

Svenja in Jongomero


Unbezahlbar – der Blick auf das breite Flussbett des Jongomero River, dazu ein kühles Kilimanjaro Lager. Svenja am Ziel.

Die Dusche ist die wahre Wonne. Das blitzblanke Badezimmer bietet genug Platz zum Tangotanzen und viel Ablagefläche.

Jongomero Camp © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Wunderschönes, lichtdurchflutetes Badezimmer im Jongomero Camp

Alles ist weit weg hier. Das nächste Gästezelt steht außer Sicht- und Hörweite, zwischen uns ist dichte Vegetation. Das nächste Camp ist eine Stunde entfernt. Die nächste Stadt scheint Lichtjahre weg. Das hier ist tiefer afrikanischer Busch vom Feinsten. Jongomero verzaubert mich von der ersten Minute an und bleibt auf dieser ganzen Safari mein unangefochtenes Lieblingscamp.
Im Camp sind außer mir nur drei oder vier andere Gäste. Zwei von ihnen haben gerade ein Fly Camping hinter sich, eine Nacht draußen im Busch mitsamt Begleitmannschaft, und erzählen voll Begeisterung davon. Beim Dinner sitzen wir am fein gedeckten Tisch im trockenen Flussbett und genießen ausgezeichnetes Essen. Um uns herum sind Kerzen aufgestellt, ein gusseiserner Topf mit glühenden Kohlen wärmt uns die Beine an diesem kühlen Abend. In meinem Bett liegt schon eine Wärmflasche, als ich zurückkehre. Die Zeltbahnen zum Fluss hin lasse ich offen – das Moskitonetz reicht mir. Ich mag es, vom Bett aus in den Morgen zu sehen.

18.06.2010
Wie vereinbart werde ich früh mit dezentem Klopfen und einem Guten-Morgen-Kaffee geweckt. Ich hole mir das Tablett rein und genieße den ersten richtig guten Kaffee in Tansania noch im Schlafanzug auf meinem Bett, während draußen der Tag erwacht. Wenig später folgt eine ganz außerordentliche Pirschfahrt. Ich kann wohl behaupten, eine der besten je erlebten Pirschfahrten in meinen 15 Jahren Safari-Erfahrung. Andrew Molinaro, genannt Molly, ist ein echter Superguide.

Jongomero Pirschfahrt © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Auf Pirschfahrt in Ruaha mit Andrew Molinaro, Guide und Manager des Jongomero Camps

Aus Zeitgründen (ich muss ja noch viel anschauen in Ruaha) sind wir nur zwei Stunden unterwegs, aber die sind vollgepackt mit packenden, lustigen, anschaulichen Geschichten, denen ich gebannt zuhöre, und natürlich Wildbeobachtungen vom Feinsten. Egal was Molly sieht, und sei es ein Impala oder eine Kameldornakazie, er hält an und erzählt. Er begeistert mich mit seinem Witz und seinem enormen Wissen. Die Geschichte vom Buffalo Thorn, dem Wart-ein-bisschen-Strauch, mit dessen Dornen die Einheimischen die Seelen von Verstorbenen einfangen können, werde ich wohl nie vergessen. An diesem kühlen Morgen bin ich froh, dass Decken im Auto liegen. Warm eingemummelt fahren wir durch eine märchenhaft wilde Landschaft am Ruaha River und am Jongomero River entlang. Kein anderes Auto ist hier unterwegs. Giraffen allerorten, weshalb Molly Ruaha auch gern „Giraffic Parc“ nennt. Büffel, Elefanten, Paviane, Schakale, alles nur für mich.

Elefanten am Ruaha © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen


Elefanten am Great Ruaha River, Ruaha-Nationalpark

Jongomero hat den großen Vorteil, dass es weit weg von den anderen Ruaha-Lodges liegt und zudem einen eigenen Airstrip hat. Selbst in der Hochsaison fahren hier in der Regel keine „fremden“ Pirschwagen.
Nach einem leckeren Frühstück erwartet mich gegen 10 Uhr Philippo, und ich verabschiede ich mich schweren Herzens von Molly und Noelle. Sie werden mich bestimmt in Erinnerung behalten – mittlerweile sind wir auch auf Facebook befreundet. Als Gast, der nicht einfliegt, sondern über Land anreist, bin ich hier wie auch später in Selous die absolute Rarität.

Einen Reisevorschlag mit dem Jongomero Camp finden Sie hier.

Alle Teile des Berichtes hier in der Übersicht:

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