Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen
Das Selous Safari Camp gehört zusammen mit Jongomero und dem Strandresort Ras Kutani zur Selous Safari Company. Und das merkt man auch auf angenehme Weise. Auch hier sind die Wohnzelte sehr groß, komfortabel eingerichtet, mit weichem Licht aus mehreren Lampen schön beleuchtet und mit vielen hübschen Details ausgestattet.
Mein Zelt bei der spätem Ankunft im Selous Safari Camp
Das geräumige Bad mit Doppelwaschbecken aus Messing ist blitzblank, die Dusche ist hier jedoch außen. Minuten später stehe ich in dieser lauen Nacht (Selous ist durch die Nähe zur Küste bedeutend wärmer als Ruaha) splitternackt unterm Sternenhimmel und spüle den Staub und Dreck dieses anstrengenden Tages mit warmem Wasser ab, das wasserfallähnlich auf mich herunterkommt. Was für eine Wohltat! Ich liebe Außenduschen. So erfrischt und verjüngt (naja…) begebe ich mich anschließend zum Dinner, das heute al fresco serviert werden soll, im Busch neben dem auf Stelzen errichteten und stimmungsvoll beleuchteten Hauptgebäude mit Restaurant und Bar. Eine lange Tafel ist gedeckt, die etwa 12 Gäste reden heute Abend englisch, französisch und belgisch. Zwei Honeymoon-Paare sind dabei. Die Manager und einige der Guides schließen sich an, es wird eine nette Runde. Nur müssen wir kurze Zeit später doch wieder unter das Dach des Hauptgebäudes umziehen, da uns ein Regenschauer vertreibt.
Abendessen im Selous Safari Camp
Es gibt Spezialitäten vom Grill, Fleisch und Fisch, mit leckerem Gemüse und anderen Beilagen. Die Krönung ist ein ganz ausgezeichnetes Mousse au Chocolat als Dessert. Die Managerin Jenny klärt mich auf, dass die Selous Safari Company die Menü-Pläne ihrer drei Camps so miteinander abstimmt, dass Gäste, die in allen drei Camps übernachten, immer wieder etwas Neues probieren können und viel Abwechslung haben. Und sie sagt mir auch, dass das Dinner an jedem Abend etwas anders gestaltet wird. Mal sitzen alle beisammen wie heute, mal sitzen die Gäste in kleinen Gruppen oder paarweise beieinander, und Honeymooner bekommen an ihrem letzten Abend ein privates Dinner auf ihrer Terrasse serviert.
Handy-Empfang gibt es an diesem abgelegenen Ort tief im Selous-Wildreservat nicht, wohl aber Strom und Licht die ganze Nacht hindurch. Trotz Müdigkeit bleibe ich noch eine ganze Weile in dieser netten Gesellschaft sitzen. Schließlich mache ich für den nächsten Morgen eine Bootssafari aus und verabschiede mich in mein breites weißes Bett, um das herum schon das Moskitonetz herabgelassen wurde. Grillen zirpen, Frösche quaken im Lake Nzerakera, der nur wenige Meter hinter meinem Zelt beginnt. Leise wummert weit in der Ferne der Generator, ein letzter Tribut an die Zivilisation.
20.06.2010
Früh am Morgen begleitet mich ein Guide des Camps den Steg entlang zu einem kleinen Boot am Ufer des Lake Nzerakera. Dort hat der Bootsmann schon alles vorbereitet, startet den Motor und los geht’s zur Bootssafari.
Früher Morgen auf dem Lake Nzerakera, Selous Game Reserve
Wir fahren in gemächlichem Tempo am Ufer entlang, schauen den Vögeln zu und lassen uns teils sehr nah an sie heran treiben. Ich bin erstaunt, wie wenig scheu die Tiere hier sind. Wer ein gutes Teleobjektiv hat, dem gelingen hier sicher ganz tolle Aufnahmen von Eisvögeln, Störchen und Bienenfressern. Meine Kamera ist dafür nicht ausgelegt, aber für den Büffel, der durch den flachen See bis zu einer Insel watet und dort in aller Ruhe frisst, reicht es.
Büffel auf einer Insel im Lake Nzerakera
Wir sehen auch kleinere Krokodile und mehrmals Elefanten. Ich genieße die frühen Sonnenstrahlen und die Zeiten, in denen das Boot einfach nur treibt und ich die Morgenstimmung ohne Motorengeräusch in mich aufnehmen kann. Mein Guide sitzt neben mir und erklärt mir jedes Tier, zückt auch ab und zu ein Vogelbuch und zeigt mir das gerade weggeflogene Exemplar, damit ich es noch mal in Ruhe anschauen kann. Kein anderes Boot ist hier an diesem Morgen unterwegs, und kein anderer Gast des Camps ist mit dabei. Alles nur für mich! Der See mit seinem dicht bewachsenen, palmenbestandenen Ufer sieht aus wie ein Gemälde. Erstaunlich, was für große Seen der Rufiji River hier geschaffen hat. Als die Sonne schon höher steht, sind wir zurück am Ufer.
Am Bootssteg des Selous Safari Camps. Wir waren auf dem rechten,
kleineren unterwegs.
Zurück im Camp erwartet mich zunächst ein leckeres Frühstücksbuffet, das ich auf dem erhöhten Holzdeck des Hauptgebäudes einnehme, die Morgensonne im Rücken und den Lake Nzerakera vor mir. Der Tag hat gut begonnen.
Frühstück mit Papaya, Limette, Zimtschnecke, Kaffee und Aussicht
Lana, eine junge Südafrikanerin, führt mich durch die ganze Anlage. Das Selous Safari Camp besteht aus 13 Zelten, verteilt auf zwei separate Camps, die jeweils ein eigenes Hauptgebäude mit Restaurant haben. Wenn wie jetzt nur wenige Gäste da sind, wird nur eins der beiden Camps genutzt. Das schafft eine intimere, familiäre Atmosphäre.
Geräumiges und komfortables Zelt im Selous Safari Camp bei Tageslicht
Vom Badezimmer aus blickt man durch das Moskitonetz in den Busch.
Zelt-Chalet mit breitem Aussichtsdeck und gemütlicher Sitzecke
Alle Wohnzelte haben ein breites Aussichtsdeck mit Blick zum See. Der Swimmingpool liegt abseits der Hauptgebäude, damit die Gäste dort ungestört baden können und sich nicht von denjenigen beobachten lassen müssen, die gerade im Restaurant essen. Alles macht einen gepflegten Eindruck. Das Selous Safari Camp liegt in einer sehr wildreichen Gegend. Ganz in der Nähe des Camps lebt ein Rudel Wildhunde. Eins der Weibchen ist trächtig. Auf Fußpirsch sind die Hunde regelmäßig zu sehen, wie mir Lana erklärt. Ich höre gebannt zu und werde ganz aufgeregt, denn ich habe auf allen meinen Safaris noch nie Wildhunde gesehen. In Selous sind wahlweise Pirschfahrten, Pirschwanderungen und Bootssafaris möglich, alle sind im Preis enthalten. Auch hier muss ich aus Zeitgründen die Fußpirsch leider sausen lassen, denn schon erwartet mich Philippo mit seinem Landcruiser, der erstaunlicherweise auch hier – wie jeden Morgen – frisch gewaschen ist. „Tayali twende?“ – „Twende!“ entgegne ich, „Let’s go“. Ein paar Brocken Suaheli hat er mir auf unseren langen Fahrten schon beigebracht.
Abschied vom Team des Selous Safari Camps
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Einen Reise-Vorschlag mit dem Selous Safari Camp finden Sie hier.
19.06.2010
Heute steht uns eine sehr lange Fahrt bevor, und einen solchen Tag würde ich keinem einzigen Reisegast empfehlen. Dieser Tag ist dem Umstand geschuldet, dass ich die Lodges über Land anfahren möchte, und dass ich keine Zeit für Zwischenstopps habe. Von Ruaha nach Selous sind wir 13 Stunden unterwegs, und die einzigen Pausen sind zum Auschecken aus Ruaha, zum Tanken, zum Reifenwechsel und zum Einchecken in Selous, mal abgesehen von den Zwangspausen an den Baustellen der Hauptstraße. Selbst unser Picknick essen wir während der Fahrt, immer die Uhr im Nacken. Das Matambwe Gate, die westliche Einfahrt ins Selous-Wildreservat, schließt um 18 Uhr. Wir schaffen es tatsächlich bis 17 Uhr. Schade eigentlich, dass wir so durchhetzen, denn die Strecke von Morogoro nach Kisaki führt durch traumhaft schöne, üppig grüne Regenwald-Landschaft und durch viele bunte Dörfer. Doch die Piste ist grottenschlecht. Tiefe Auswaschungen und Rinnen, der Matsch der letzten Regenzeit mit den damals eingegrabenen Reifenspuren ist nach Ende der Regenfälle knochenhart geworden und fordert Fahrzeug und Fahrer ordentlich heraus. Philippo kennt sein Fahrzeug, fährt besonnen und sicher und meistert alles bravourös – bis auf eine Bodenwelle kurz vor dem Ziel, bei der es mich aus dem Sitz hebt und mein Kopf gegen den Handgriff oberhalb des Fensters knallt. Er entschuldigt sich unzählige Male, es ist ihm sehr unangenehm. Doch ich mache ihm gar keinen Vorwurf, schließlich musste er sich so viele Stunden lang konzentrieren und schließlich war ich es, die das Programm so angefordert hatte.
Wegweiser am Matambwe Gate, dem westlichen Eingangstor zum Selous-Wildreservat
Auf dem Weg zum Selous Safari Camp sehen wir die Sonne untergehen, es wird rasch dunkel. Wir erreichen das Camp um 18.50 Uhr im Licht der Scheinwerfer. Die Camp-Manager begrüßen uns freundlich, sie hatten uns schon vermisst. Als sie hören, wo wir an diesem Morgen gestartet sind, bleibt ihnen der Mund offen stehen. „Did you DRIVE all the way?“ Sie können es nicht fassen. Ein bisschen stolz bin ich doch, dass wir es all denen bewiesen haben, die uns vorher gesagt hatten, die Strecke sei an einem Tag nicht zu schaffen.
Für Touristen sind vor allem die Verbindungen von Ethiopian Airlines
nach Ostafrika interessant. Via Addis Abeba fliegt das neue Star Alliance
Mitglied zum Beispiel zu den Flughäfen Kilimanjaro (im Bild) und Sansibar.
Ethiopian Airlines, eine der größten Fluggesellschaften Afrikas, wurde am Mittwoch einstimmig vom Vorstand der Star Alliance als neues Mitglied in das globale Luftfahrtbündnisses aufgenommen. Das berichtet Ethiopian in einer Pressemitteilung. Damit ist sie neben Egyptair und South African Airways die dritte afrikanische Fluggesellschaft der Star Alliance. Als zukünftiges Mitglied der Vereinigung erhält Ethiopian Airlines Zugang zu vielfältigen Märkten auf der ganzen Welt und profitiert von Vorteilen wie dem globalen Streckennetz, nahtlosen Reiseerlebnissen und der Anerkennung des Vielfliegerstatus. Im Gegenzug wird Ethiopian Airlines das Netzwerk der Allianz um fünf neue Länder (Tschad, Kongo, Dschibuti, Mali und Niger) sowie 24 neue afrikanische Flugziele ergänzen. Die Integrationsteams von Ethiopian Airlines, die Beratungsfluggesellschaft Lufthansa sowie die Star Alliance werden in Kürze den zwölfmonatigen Integrationsprozess einleiten.
„Wir fühlen uns sehr geehrt und freuen uns, in die große Familie der Star Alliance aufgenommen worden zu sein“, so Girma Wake, CEO Ethiopian Airlines. „Ethiopian Airlines wird das globale Netzwerk der Star Alliance zweifellos verstärken. Durch unsere langjährige Erfahrung im afrikanischen Markt in Verbindung mit unserem strategisch bedeutenden Drehkreuz in Addis Abeba und dem neuen Hub in Lomé, ermöglichen wir den Mitgliedern der Star Alliance den Zugang zu einer Vielzahl an neuen Märkten in ganz Afrika. Zusammen können wir unseren Passagieren noch bessere Flugpläne mit erhöhten Flugfrequenzen, ein breiteres Streckennetz sowie zusätzliche Direktverbindungen bieten. All dies verbessert die Qualität unseres Serviceangebots für unsere Kunden erheblich.“
Die Anerkennung von Ethiopian Airlines als zukünftiges Mitglied der Star Alliance ist ein wesentlicher Bestandteil der Afrika-Strategie des Bündnisses. Marktanalysen der International Air Transport Associaton (IATA) sowie der International Civil Aviation Organisation (ICAO) haben ergeben, dass Afrika in den kommenden Jahren die zweithöchste Wachstumsrate im Flugverkehr erzielen wird.
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