Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen

Monats-Archive: August 2010

In den Matobo Hills, Rhodes Matopos NP, Simbabwe. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Etwa 40 Kilometer östlich von Bulawayo beginnt eine einmalige Felslandschaft, die Matobo Hills. Am Rande des Nationalparks liegt Camp Amalinda, dessen neun Gästezimmer auf geniale Weise in und zwischen die Felsen gebaut sind. Ich muss mich durch einen engen Felsspalt klemmen, um zu meinem Zimmer zu gelangen. Die Wand hinter meinem großen Himmelbett ist ein Granitblock, der offensichtlich schon seit Jahrtausenden an dieser Stelle liegt. Etwas dahinter, zwischen zwei anderen Felsen, ist die Dusche installiert. Das Mobiliar macht einen edlen Eindruck. Ich fühle mich wie Fred Feuerstein de luxe.

Edles Ambiente zwischen alten Felsen: Zimmer im Camp Amalinda, Matobos Hills. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa ErlebnisreisenEdles Ambiente zwischen alten Felsen: Zimmer im Camp Amalinda, Matobos Hills.
© Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Bill, der Manager, und Paul, der Guide, klettern mit mir kurz vor Sonnenuntergang auf einen Felsen in der Umgebung, von dem aus wir einen wunderbaren Blick auf die Landschaft haben. Die Zutaten für meinen Gin and Tonic haben die beiden im Rucksack dabei. Als die Sonne schon untergegangen ist, müssen Paul und ich uns auf einen der Felsen vor den roten Himmel stellen. Bill hat sich meine Kamera geschnappt und gibt Kommandos, wenn wir ein Bein oder einen Arm anheben oder in die Luft springen sollen. Zum Glück sieht uns hier niemand. Am Ende sind lustige Silhouetten-Motive entstanden.

Nach Sonnenuntergang in den Matobos Hills. © Foto: Bill DallyNach Sonnenuntergang in den Matobos Hills. © Foto: Bill Dally

Es ist meine letzte Nacht in Simbabwe. Am nächsten Vormittag wird die Zeit schon knapp. Zu knapp, um alles zu sehen, was der Nationalpark zu bieten hat. So muss ich auf die Pirschfahrten und Pirschwanderungen verzichten, bei denen man die seltenen Rappenantilopen und Nashörner sehen kann. An einen Sprung in den großen Pool, der einen schönen Blick auf die Felslandschaft und auf ein von Antilopen und Zebras frequentiertes Wasserloch bietet, ist nicht zu denken. Schon gar nicht an eine Massage im Spa von Amalinda. Paul führt mich zu einem Felsüberhang, an dem Buschmann-Zeichnungen zu sehen sind. Es ist die am schnellsten erreichbare Stelle. Mit etwas mehr Zeit hätte er mir noch viel schönere Kunstwerke zeigen können, versichert Paul.

Grab von Cecil John Rhodes, Matopos, Simbabwe. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa ErlebnisreisenGrab von Cecil John Rhodes, Matopos, Simbabwe.
© Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Doch wir müssen schon wieder weiter, wollen wir doch noch auf den Hügel klettern, den sich der Kolonialpolitiker und Geschäftsmann Cecil John Rhodes als Grabstätte ausgewählt hat. Der kurze Aufstieg lohnt sich, denn die Aussicht ist fantastisch.

Eine Safari nach Matopos mit dem Camp Amalinda finden Sie hier.

Die Fernstraße nach Bulawayo ist in einem guten Zustand, aber sie wirkt wie ausgestorben. Nur selten kommt uns ein Fahrzeug entgegen. Seit die Währung Simbabwe-Dollar nach schwindelerregenden Inflationsjahren abgeschafft und durch den US-Dollar ersetzt wurde, hat sich die Wirtschaft in gewisser Weise stabilisiert, allerdings auf niedrigem Niveau. Benzin hat sich verteuert, aber er ist zumindest wieder erhältlich. Auf meiner Reise habe ich mehrere Lodges gesehen, die die schwierigen Jahre Simbabwe offenbar ohne sichtbaren Qualitätsverlust überstanden haben. Inzwischen haben viele sogar wieder ausreichend Optimismus, um in neue Projekte zu investieren.

The Bulawayo Club, Bar. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen</em>The Bulawayo Club, Bar. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Der Bulawayo Club in der Innenstadt ist ein solches Beispiel. Das historische Gebäude aus den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts ist frisch renoviert. Einst war das vornehme Haus nur Clubmitgliedern vorbehalten. Heute dürfen auch Tagesgäste im Restaurant speisen. Ich treffe mich mit einer Kollegin unseres Safaripartners zum Lunch im Atrium. Vorher führt mich eine Angestellte durch alle Etagen des Hauses. Gut, der Weinkeller wirkt noch etwas unaufgeräumt, aber die anderen Räume machen einen sehr guten Eindruck. Hier hat jemand offensichtlich Freude daran, ein Zeugnis der kolonialen Geschichte zu bewahren. An den Wänden des mit dunklem Holz vertäfelten Salons hängen Jagdtrophäen und Bilder diverser Persönlichkeiten. Mit einem uralten Aufzug rattern wir nach oben.

The Bulawayo Club, Bankettsaal. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa ErlebnisreisenThe Bulawayo Club, Bankettsaal. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Der Bankettsaal im Obergeschoss ist für einen Empfang elegant eingedeckt. Eine große Standuhr im Treppenhaus schlägt zur Mittagsstunde. Ich staune über die vielen erhaltenen Details vergangener Jahrzehnte und würde mich fast nicht mehr wundern, wenn Mr. Cecil John Rhodes gleich leibhaftig durch die Tür käme. Am Abend erzähle ich meinen Gastgebern in der Lodge, wie bemerkenswert ich es finde, dass ausgerechnet hier die Tradition eines kolonialen britischen Clubs gepflegt wird. Es wirke alles so historisch und echt, sage ich. Da schmunzeln meine Gesprächspartner und meinen, ich müsse erst einmal sehen, wie historisch die heutigen Clubmitglieder aussehen. Die Mehrheit habe übrigens inzwischen schwarze Hautfarbe.

Eine Reise nach Bulawayo mit Besuch des Buklawayo Club finden Sie hier.

Giraffen im Hwange Nationalpark, Simbabwe. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Zweieinhalb morgenkühle Stunden sind wir im offenen Pirschfahrzeug unterwegs von Somalisa zum Hauptquartier am Eingang des Nationalparks, Hwange Main Camp. Hier hätte ich eine noch wärmere Jacke und ein paar Handschuhe gebrauchen können. Ein, zwei Stunden später freue ich mich aber schon wieder über die angenehm gekühlte Atmosphäre im klimatisierten Kleinbus von „Driving You Wild“, der mich nach Bulawayo bringt. Denn tagsüber kann es auch im hier zumeist sonnigen Winter sehr warm werden.

Baumhaus und Hauptgebäude der Ivory Lodge, Hwange NP. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa ErlebnisreisenBaumhaus und Hauptgebäude der Ivory Lodge, Hwange NP.
© Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Am Rande des Hwange Nationalparks halten wir noch zu einer Stippvisite in der Ivory Lodge. Sie liegt im Forest Reserve, das an den Nationalpark angrenzt, und hat einen schönen Blick auf ein nachts beleuchtetes Wasserloch. Die sieben hölzernen Chalets sind auf Stelzen zwischen große Bäume gebaut. Weitere Zimmer sind in Planung.

Baumhaus-Zimmer der Ivory Lodge, Hwange NP. © Foto: Marco Penzel | Outback Africa ErlebnisreisenBaumhaus-Zimmer der Ivory Lodge, Hwange NP.
© Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Nebenan gibt es auch einen Campingplatz, auf dem unter anderem unser Safaripartner Drifters mit seinen großen grünen Trucks Station macht, wenn die Gruppen nach der Reise von Kapstadt zu den Victoria-Fällen auf dem Rückweg nach Johannesburg sind.

Katogorien

Archiv