Sausage Tree Camp am Lower Zambezi – Reisebericht Sambia (5)

Bloged in Allgemein, Reiseberichte, Safari, Sambia von Marco Donnerstag Juli 29, 2010

Zum Mittagessen treffe ich am Sausage Tree Camp ein. Ein nettes älteres Besucherpaar aus Australien bittet mich zu sich an den Tisch und empfiehlt mir den Pasta-Salat mit Roastbeef. Der Tipp ist gut, ich lasse mir das beste Rindfleisch der ganzen Reise schmecken. Die Service-Mitarbeiter heißen hier im Camp Mutinda, was so viel bedeutet wie „Diener des Häuplings“. Mein Mutinda begleitet mich also zu meiner Suite – und hält mich plötzlich zurück. Auf dem Pfad, der die Chalets verbindet, steht ein Elefantenbulle. Wir suchen uns lieber einen Umweg. Zum Camp gehören fünf großzügige „Signature Tents“, ich wohne in einer der beiden Suites.

Ich in meinem privaten Pool im Sausage Tree Camp © Foto: Marco Penzel per Selbstauslöser | Outback Africa Erlebnisreisen

Der riesige Raum wird von einem Dach aus weißem Stoff überspannt, das noch einen Teil des Sonnenlichtes hindurchlässt. Von einem großen Ledersofa blickt man über einen Tisch mit Fernglas und Sherry-Karaffe und über den privaten Pool auf einen kleinen Nebenfluss des Sambesi. Da muß ich rein! (in den Pool.) Endlich Abkühlung. Hinterher nehme ich eine Dusche draußen unter den Bäumen. Im Hintergrund grunzen die Hippos. Drinnen gibt es nochmals ein Bad mit Wanne und Dusche. Auf der anderen Seite des Raumes steht ein Sekretär nebst gut bestückter Minibar. Das wäre der ideale Arbeitsplatz, um Reiseberichte zu verfassen.

Suite im Sausage Tree Camp © Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Doch bald schon geht es wieder los zu einer nachmittäglichen Pirschfahrt. Wir sehen eine Büffelherde und zahlreiche Elefanten. Nur Giraffen sind nirgends zu entdecken. Warum? Es gibt sie im ganzen unteren Sambesi-Tal nicht, erklärt mir der Guide. Wahrscheinlich können die hohen Tiere das steile Gebirge nicht überwinden, das ein paar Kilometer nördlich des Ufers aufragt und parallel zum Fluss verläuft. Zum Sundowner Drink halten wir auf einem Hügel. Der Guide sucht in den Steinen am Boden und findet alte Tonscherben. „An dieser Stelle befand sich einst ein Dorf“, erzählt er. Vor Jahrzehnten mussten die Menschen diese Gegend verlassen, weil hier die Schlafkrankheit wütete. Nachdem der Landstrich unbewohnbar war, entstand der Nationalpark. Die Tsetse-Fliegen, die diese Krankheit einst übertrugen, gibt es heute noch. Ihre Stiche sind lästig, aber immerhin übertragen sie heute keine Krankheiten mehr. Beim Frühstück am nächsten Morgen schauen wir auf den Fluss und sehen einen dürren Baum, der aus dem Wasser ragt. Das ist der Rest des Leberwurstbaumes (Kigelia africana), der dem Camp einst den Namen gab. Er fiel schon vor einigen Jahren einer Flut zum Opfer, die ein Stück Uferböschung mit sich riss. Im Mai 2010 ist der Wasserstand des Sambesi wieder außergewöhnlich hoch. Am Kariba-Stausee, etwa 100 Kilometer flussaufwärts, mussten drei Schleusen geöffnet werden, um den Damm zu entlasten. Nun bekommen einige Lodges im Tal schon Probleme mit dem hohen Wasserstand.

Dinner is ready im Sausage Tree Camp, Lower Zambezi Nationalpark


Einen Vorschlag für eine Sambia-Safari zum Lower Zambezi mit dem Sausage Tree Camp finden Sie hier. Das Programm kann Ihren Wünschen angepasst werden.

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