Flug von Johannesburg nach Lusaka – Reisebericht Sambia (1)

Bloged in Allgemein, Reiseberichte, Safari, Sambia von Marco Mittwoch Juli 28, 2010

Das Bargeldwechseln im Abflugbereich des Flughafens Johannesburg ist immer noch eine langwierige Angelegenheit, fast so umständlich wie das Einlösen von Reiseschecks. Die Schalter-Angestellten fertigen sich Kopien von Bordkarte und Reisepass an, dann geben sie alle Daten in den Computer ein. Der spuckt eine 0,5 Meter lange Papierfahne aus. Darauf sind mehrere Paragrafen gedruckt, jeweils mit Feldern für Unterschriften dazwischen. „Bitte unterschreiben!“ „Wo?“ „Irgendwo.“ „Bitte notieren Sie auch noch die Telefonnummer!“ „Welche? Privat, Büro oder mobil?“ „Irgendeine.“ Willkommen in Bürokratistan.

Die Maschine nach Lusaka ist voll besetzt. Ich werde von einer Vertreterin der regionalen Fluggesellschaft Proflight erwartet. Bis mein Buschflieger in den Lower Zambezi Nationalpark startet, kann ich in den großen Korbsesseln im Büro von Proflight warten. Außerdem muss ich an einem Schalter gegenüber noch meine Abflugsteuer entrichten. Die Passenger Service Charge beträgt für einen Flug innerhalb Sambias 8 US-Dollar oder 40.000 sambische Kwacha. Der Dollar-Preis steht fest an die Scheibe gepinselt, der Kwacha-Betrag dagegen wurde schon mehrfach überklebt – Währungskursschwankungen. Danach gehe ich auf ein Tonic Water und ein Kännchen Kaffee ins Restaurant, das sich in der ersten Etage befindet und einen Blick auf das Rollfeld bietet. Nachdem die SA Maschine, mit der ich gekommen war, wieder gestartet ist, verlieren sich nur noch ein paar Buschflieger und ein kleiner gelber Jet von DHL auf der großen weiten Fläche. Der rundliche Kellner im schneeweißen Hemd grinst mit seiner schwarzen Fliege um die Wette. Wände in dunklem Holz und Sprelacart-Tischplatten verleihen dem Restaurant das Flair einer Mitropa in den späten Jahren der DDR.

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