Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen

1. Tag, 02.03.2010: Abflug in Frankfurt

Und wieder einmal beginnt für mich das Abenteuer Afrika. Das südliche und östliche Afrika ist für mich zwar kein unbeschriebenes Blatt mehr, aber es ist immer wieder mit einer großen Spannung und Erwartungshaltung verbunden, den schwarzen Kontinent zu bereisen. Welche Abenteuer werden mich wohl diesmal erwarten?

Meine Reise führt mich zunächst nach Kapstadt und von da aus auf der klassischen Route „Von Kapstadt zu den Victoria-Fällen“ bis nach Windhoek. Ich verkürze die ursprünglich dreiwöchige Reise also auf zwei Wochen und verlasse die Gruppentour am 14. Reisetag in der Hauptstadt Namibias.

Doch bevor es soweit ist, muss wieder einmal eine lange Flugstrecke zurück gelegt werden.

Wenig abenteuerlich beginnt meine Reise am heimischen Bahnhof. Per Rail&Fly Ticket der Air Namibia geht es in den Vormittagsstunden in Richtung Flughafen Frankfurt.

Zum Thema Rail&Fly: es gibt ja immer wieder Verwirrungen unter unseren Reisegästen, die noch nie mit einem solchen Ticket mit der Bahn gefahren sind. Hauptsächlich drehen sich diese Bedenken um das Lösen des Tickets. Im Prinzip ist es ganz einfach: man folgt am Fahrkartenautomaten einfach den Anweisungen „Rail&Fly Ticket abholen“. Recht einfach und umkompliziert wird man dann durch das Menü geführt. Wissen sollte man aber, dass das Ticket maximal einen Tag vor der Abreise gelöst werden und man spätestens einen Tag nach Rückankunft in Deutschland wieder in seinen Ausgangsort zurück fahren muß. Das Ticket wird nämlich auch gleich für die Rückfahrt mit ausgestellt. Und so sieht ein ausgedruckter Rail&Fly-Fahrschein aus:

Rail-&-Fly-Ticket der Deutschen Bahn
Ein Beispiel für ein Rail&Fly-Ticket der Deutschen Bahn, hier mit Air Namibia

Erstaunlicherweise hält die Bahn diesmal den Fahrplan pünktlich auf die Minute ein. Ich erreiche mein Ziel um 15:50 Uhr. Eigentlich viel zu zeitig, denn der Flieger mit der Flugnummer SW 286 startet ja erst um 20:25 Uhr. So habe ich also noch genügend Zeit, mich ein wenig im Terminal umzuschauen. Es gibt ja immer wieder etwas Neues auf dem Frankfurter Flughafen zu entdecken. Ich nutze auch zum ersten Mail die sogenannte „Skyline“, einen kleinen führerlosen Zug, der das Terminal 1 mit 2 verbindet.
Nachdem das Gepäck aufgegeben ist, kann ich mich freier bewegen. So setze ich mich erst einmal in ein Restaurant einer großen amerikanischen Fast-Food-Kette. Im Terminal 2 hat man von diesem Restaurant aus einen fantastischen Blick aufs Rollfeld und auf die Start- und Landebahnen. Man könnte das ganze auch „Mc-Flight-Watching“ nennen.

Der Flug ist pünktlich. Ich hatte, um besser schlafen zu können, schon kurz nach dem Check-In zwei homöopathische Schlaftabletten genommen. Wartend im Gate sitzend merke ich plötzlich, wie es mir jetzt schon die Augen zu zieht. Noch schnell ein paar Abschieds-SMS an die Lieben zu Hause geschrieben und dann beginnt auch schon das Boarding. Noch vor dem Abendessen an Bord falle ich in eine Tiefschlafphase, aus der ich unsanft mit dem an meinen Ellbogen anschlagenden Trolley geweckt werde. „Dinner, Sir!“ grinst mich die Saftschubse an. Irgendwie bekomme ich den Eindruck, dass ihr Lächeln ein klein wenig hämisch wirkt. Egal, nach dem Essen und einem zusätzlichen Plastikbecher Wein schlafe ich schnell wieder ein. Um 20 Minuten vor sechs Uhr werden die Fluggäste mit einer lauten Lautsprecheransage geweckt: „Good morning ladies and gentlemen. We`re about to serve breakfast.“ Dankeschön für die Info! Immerhin habe ich den Großteil des Nachtfluges erfolgreich verschlafen.

2. Tag, 03.03.2010: Ein herrliches Panorama empfängt mich in Kapstadt

Flugzeug der Air Namibia auf dem Flughafen Windhoek
Ein Airbus A380 der Air Namibia auf dem Hosea Kutako International
Airport in Windhoek © Foto: Jens Döring

Nach 9 ½ Stunden erreicht die Air Namibia schließlich Windhoek planmäßig um 07:25 Uhr. Pünktlich genug, um zu erfahren, dass mein Anschlussflug nach Kapstadt um 10:45 Uhr sich verspätet. Erst heißt es um zwei Stunden, schließlich werden es drei. Um 16:30 Uhr lande ich schließlich in Kapstadt. Bei meinem letzten Besuch bin ich in der Dunkelheit gelandet und konnte damit die Stadt am Tafelberg nur als einziges Lichtermeer bestaunen. Diesmal gestaltet sich die Kulisse ganz anders: Bei strahlend blauem Himmel thront das Wahrzeichen Table Mountain mit Signal Hill, Lion’s Head und Devil’s Peak stolz über der Stadt. Ein traumhaft schöner Anblick, der für die lange Wartezeit in Windhoek entschädigt. In diesen Momenten freut man sich, einen solchen Job zu haben. Ein bisschen habe ich schon ein schlechtes Gewissen. Weiß ich doch nicht genau, ob mein Transferfahrer die ganze Zeit am Flughafen gewartet hat. Jedenfalls steht „Oscar“ schon bereit und heißt mich im heißen Kapstadt auf das Herzlichste willkommen. Er erzählt mir auf dem Weg ins Gästehaus, dass Kapstadt für die Fußball-WM gewappnet sei. Trotzdem sehe ich noch viele Baustellen, die im Moment für einige Behinderungen in und um die Stadt sorgen. Das neue Stadion in Green Point dagegen scheint von außen fertig gestellt zu sein. Oscar berichtet mir, dass aber noch einige Ausbauarbeiten im Inneren erledigt werden müssen.

Landeanflug auf Kapstadt
Im Landeanflug auf Kapstadt: Faszinierendes Panorama mit dem
Tafelberg © Foto: Jens Döring

Als wir das Sweet Orange Guesthouse erreichen, stehe ich zunächst vor verschlossener Tür. Auch energisches Klingeln hilft mir nicht weiter. Erst nach zwei Telefonanrufen tut sich etwas. Ein Typ mit einem Sunway-Safari T-Shirt, der durchschwitzt die Straße runter kommt, lässt mich rein. Ich frage gleich nach, ob er auch der Guide für die morgen startende Tour ist. Er bestätigt und stellt sich mit Pieter vor. Ich bin froh, schon mal einen der Guides kennen gelernt zu haben.

Nach schnellem Umziehen, ich musste unbedingt aus meinen Jeans raus, mache ich mich gleich wieder auf den Weg in die Stadt. Die nahe gelegene Main Road im Stadtteil Sea Point bietet zahlreiche Geschäfte wie Supermärkte, Apotheken, Internet-Cafés und, und, und. Nachdem die ersten Snacks und Wasserflaschen gekauft sind, flaniere ich noch etwas an der Promenade entlang. Noch einen Sandwich-Happen auf dem Weg mitgenommen falle ich gegen 21:00 Uhr müde und erschöpft ins Bett.

3. Tag, 04.03.2010: Kaphalbinsel

Heute klingelt um 06:00 Uhr der Wecker. Eigentlich eine typische Weckzeit, wenn man auf Safari im südlichen Afrika ist. Da ich in der letzten Nacht im Sweet Ocean View Guesthouse und nicht wie geplant am Sweet Orange Guesthouse geschlafen habe, muß ich am Morgen noch zehn Minuten Fußweg einplanen. Die beiden Unterkünfte sind unter dem Dach der „Sweetest Guesthouses“ zusammengefasst, zu dem auch noch das Sweet Lemon Guesthouse zählt.

Sweet Ocean View Guesthouse in Cape Town
Sweet Ocean View Gästehaus in Green Point © Foto: Jens Döring

Das Sweet Ocean View Guesthouse ist in einer hübschen Villa untergebracht und etwas am Berg oberhalb der Küste gelegen. In wenigen Gehminuten erreicht man Shops, Supermärkte, Restaurants, Internet-Cafés und vieles mehr. Auf der 50 Quadratmeter großen Dachterrasse kann man die Sonne über den Dächern von Sea Point untergehen sehen. Außerdem steht ein Whirlpool mit einem majestätischen Löwenkopf zur Entspannung und Erfrischung zur Verfügung.

Alle vier Zimmer sind individuell möbliert und mit einer ganz persönlichen Note versehen. Zur Ausstattung gehören Minisafe und TV. Die TV-Lounge in der obersten Etage bietet einen Flachbildfernseher und einen Kamin. Es steht ebenfalls eine Bar mit alkoholfreien Getränke, Bier, verschiedenen Weine und Likören aus Südafrika bereit.

Kapstadt, die Victoria & Alfred Waterfront und die Strände Clifton und Camps Bay sind nur wenige Fahrminuten entfernt.

Um 8 Uhr trifft sich die Gruppe zum ersten Mal zum Frühstück im Sweet Orange Guesthouse. Unsere Guides sind Pieter und Tinus, die sich gleich vorstellen und kurz nach dem Frühstück mit dem Briefing beginnen. Inhalt eigentlich wie immer: erwünschtes Verhalten auf Safari, an Grenzübergängen etc… .

Die Gruppe ist „brisant“ zusammengemischt: sechs Deutsche, drei Briten, eine Portugiesin und eine Französin. Mit elf Leuten ist die Tour damit bis auf einen freien Platz ausgebucht. Nicht schlecht für diese Jahreszeit.

Wir brechen gegen 9 Uhr auf zur Kaphalbinsel und zum Cape Point. Der größte Teil der gebirgigen Halbinsel gehört heute zum Table Mountain National Park. Er umschließt den Tafelberg mit Signal Hill, das Silvermine Nature Reserve und das Cape of Good Hope Nature Reserve. Wir fahren auf der M6 entlang der Atlantikküste und erreichen zunächst Hout Bay. Wir halten an einem Aussichtspunkt und genießen einen prachtvollen Blick über die Bucht.

Hout Bay in der Nähe von Kapstadt
Hout Bay mit dem Fischereihafen © Foto: Jens Döring

Begrenzt wird die Bucht am gegenüberliegenden Ufer von dem 300 m steil zum Meer abfallenden Kliff des Sentinel. Der Name „Holz-Bucht“ stammt von den hier ursprünglich dichten Wäldern, die schon früh für den Schiffsbau abgeholzt wurden. Der Ort hat heute mit seinem Fischereihafen hohe Bedeutung für den Langustenfang.

Weiter geht die Fahrt auf dem Chapman’s Peak Drive. Die 1922 erbaute Straße gilt bautechnisch als Meisterstück und zählt zu den spektakulärsten Küstenstraßen der Welt. In etwa 150 Metern Höhe kann man immer wieder beeindruckende Ausblicke auf die Küstenlandschaft genießen.

Kurz nach 10:00 Uhr erreichen wir Simon’s Town an der False Bay, den südlichsten Ort der Kaphalbinsel. Der Charakter des Ortes wird bestimmt durch enge, geschwungene Straßen und altmodische Pubs. Der ehemalige Winterhafen der Niederländisch-Ostindischen Kompanie wurde 1957 zum Hauptquartier und Ausbildungszentrum der südafrikanischen Kriegsmarine erklärt. Wir spüren das sofort, denn über dem Ort kreisen pausenlos Marine-Hubschrauber. Pieter erklärt uns, dass am folgenden Wochenende hier ein deutsch-südafrikanisches Marine-Festival veranstaltet wird. Die Flüge dienen dafür zu Übungszwecken und Show-Einlagen.

Pinguine an Boulders Beach
Pinguinkolonie am Boulders Beach in Simons Town © Foto: Jens Döring

Gleich hinter Simon’s Town zweigt eine Straße ab, die zum Boulder’s Beach führt. Bekannt geworden ist diese Bucht durch die Ansiedlung einer Kolonie von Brillenpinguinen, die am Strand brüten und sich aus der Nähe beobachten lassen. Hier halten wir uns eine halbe Stunde auf, bevor wir weiter Richtung Süden entlang der zerklüfteten Küste fahren. Gegen halb zwölf erreichen wir den Eingang zum Cape of Good Hope Nature Reserve. Die Südspitze der Kaphalbinsel wurde 1939 zum Naturschutzgebiet erklärt. Der Park ist Heimat von verschiedenen Antilopenarten, Bergzebras, Straußen, Schildkröten, Eidechsen, Geckos und vielen Vogelarten. Den Bewohnern am schwersten machen es jedoch die vielen Paviane (Baboons), die teils aggressiv und dreist zu Werke gehen und selbst in Häuser einbrechen, um an Nahrung zu gelangen. Aber auch am Parkplatz am Cape Point ist Vorsicht geboten: schnell ist das Mittagsbrötchen weg oder die Fanta-Flasche plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Füttern ist hier strengstens verboten!

Wir fahren zunächst hinunter zum Kap der Guten Hoffnung, das seit frühesten Seefahrerzeiten für seine Stürme berühmt ist. Jeder von uns schießt ein fast schon obligatorisches Bild von den Schildern, die auf das Kap als solches aufmerksam machen. Manche auch posierend, andere eher mit einem erzwungenen Lächeln. Getreu dem Motto: „Been there, done that!“.

Jens am Kap der Guten Hoffnung
Unser Mitarbeiter Jens Döring am Kap der Guten Hoffnung © Foto: Jens Döring

Einige aus unserer Gruppe möchten nun gerne den etwa halbstündigen Fußmarsch hinauf zum 212 Meter hoch gelegenen Cape Point machen. Die beiden Bayern Anton und Lydia sowie meine Wenigkeit lassen uns lieber mit dem Truck hinauf fahren. So bleibt uns mehr Zeit für einen kleinen Mittagssnack.

Leider ist die Standseilbahn „Funicular“ wegen Wartungsarbeiten außer Betrieb. Als Alternative fahren klimatisierte Shuttle-Busse hinauf zum Leuchtturm. Das möchte ich mir aber nicht antun. Außerdem bin ich zu geizig und gehe die wenigen aber steilen Meter zu Fuß.

Der alte Leuchtturm ist außer Betrieb, dient heute aber als vortreffliches Fotomotiv. Der Blick hinunter auf den Atlantik erstaunt mich immer wieder. In der Ferne sieht man Schiffe, die auf einer der der wichtigsten Schifffahrtsrouten unterwegs sind. Schwer vorstellbar, dass es zwischen hier und dem Südpol nur noch Wasser und Eis gibt.

Cape Point Südafrika
Cape Point mit Blick auf den Atlantik © Foto: Jens Döring

Um 14 Uhr brechen wir wieder auf und fahren über Fish Hoek und durch die Weinanbaugebiete von Constantia zurück nach Kapstadt. Ich nutze die Gelegenheit und lasse mich zusammen mit anderen Gästen aus unserer Gruppe an der V&A Waterfront in Kapstadt absetzen. Zeit, um sich auf eigene Faust noch etwas umzuschauen und die Innenstadt zu erkunden. Okay, die Preise sind hier schon ganz schön hoch, aber das Panorama, das man hier bei einem Eisbecher für 10 Euro genießen kann, ist unbezahlbar.

Anschließend marschiere ich los in Richtung Sea Point, wo ich etwa eine Stunde später am Gästehaus ankomme. Das Eis ist auf jeden Fall schon wieder abtrainiert! Um 19 Uhr trifft sich die Gruppe dann wieder, um zusammen nochmals an die Waterfront zum Abendessen zu fahren. Das Essen ist auf eigene Kosten, was aber einige aus unserer Gruppe nicht davon abhält, im „The Greek Fisherman Restaurant“ Spezialitäten wie Langusten und Miesmuscheln zu probieren. Griechisch finde ich ja immer klasse und so bestelle ich mir, wie immer, eine Grillplatte. Sehr lecker! Als die Sonne dann verschwindet, wird es doch etwas frisch und ich bereue, mir doch nicht meine Fleecejacke mitgenommen zu haben. Wieder was dazu gelernt.

Waterfront Cape Town
An der V&A Waterfront in Kapstadt © Foto: Jens Döring

Gegen 23 Uhr beschließen wir den Abend in der Lodge und entschlummern satt und zufrieden ins Reich der Träume. Das Zimmer teile ich mir übrigens mit George, einem Briten. Ich bin begeistert, wie wenig Gepäck der bei sich hat. Er hatte sich am Nachmittag eine neue Tasche an der Waterfront gekauft und packt seine Sachen noch am selben Abend um. Erstaunlich, was es alles so speziell für den Camping-Trip zu kaufen gibt. Zahnpasta, Zahnbürste, Taschenlampen – alles im Mini-Format, damit nur nicht zu viel Gepäck mit sich herum geschleppt werden muss. George schaut nur ganz mitleidig auf meine Tasche, die wohl doppelt so groß wie seine neue ist. Mir fällt es eben schwer, Dinge einfach zu Hause zu lassen. Wie dem auch sei, es ist, wie es ist. Sleep tight!

Den kompletten Reiseverlauf dieser Reise finden Sie hier:

 

3 Antworten auf Kapstadt & Kap der Guten Hoffnung – Reisebericht Südafrika Teil 1

  • andre biakowski sagt:

    hallo,
    wir planen nach kapstadt zu fliegen und wollen von dort ans kap der guten hoffnung zu reisen. wie kommt man dort am besten hin? gibt es eine zug dort hin? oder bus oder so. würde uns über infos freuen.

    grüße
    andre

  • Marco sagt:

    Hallo,
    von Kapstadt bis an die Südspitze des Kaps der Guten Hoffnung sind es etwa 70 km. Die meisten Besucher fahren diese landschaftlich reizvolle Strecke selbst im Mietwagen oder sie lassen sich fahren, in Kleinbussen auf organisierten Touren, die man in Kapstadt auch kurzfristig als Halbtages- oder Ganztags-Ausflüge buchen kann. Neuerdings gibt es auch eine regelmäßige Busverbindung für Touristen, den Green Bus: http://www.outback-africa.de/blog/index.php/2011/05/17/gunstiger-zum-cape-point-mit-dem-green-bus/
    Eine schöne Reise ans Kap wünscht
    Marco

  • Jens sagt:

    WICHTIGE ÄNDERUNGEN AB 2011:
    Bei den von den Fluggesellschaften angebotenen Rail & Fly-Tickets gibt es verschiedene Änderungen im System. Früher wurde eine Abholnummer (Pickup-Nummer) für Hin- und Rückfahrt vergeben und der Fahrschein war nach Ticketausstellung unbegrenzt vorher am Automaten abrufbar.

    Dies verursachte den Airlines einige Probleme:
    Zum Einen verlegen oder verlieren Reisende gern einmal ihre Papiere und somit auch die Fahrkarte. Der Zugbegleiter möchte aber einen gedruckten Fahrschein sehen und abknipsen, was bei Verlust der Fahrkarte zu Diskussionen und Nachbelastungen führt. Zum Anderen ist das Rail&Fly-Ticket Bestandteil des Flugtickets. Technisch gesehen ist also das Ticket schon benutzt, wenn man die Fahrkarte gedruckt hat. Da zwischen dem Ausdruck und dem tatsächlichen Reisetermin eine große Zeitspanne vergehen und jede Menge schief gehen kann, gab es bei Stornierungen oder Umbuchungen regelmäßig Probleme, weil das Ticket nicht mehr ungenutzt war. Dann musste der Fahrschein erst umständlich eingeschickt und wieder freigeschaltet werden.

    Die Fluggesellschaften haben deshalb folgende Maßnahmen ergriffen:
    Es gibt nur noch pro Pickup-Nummer einen Fahrschein für eine einfache Fahrt, d.h. man kann die Rückfahrkarte nicht mehr verlieren.
    Der Fahrschein kann erst maximal 3 Tage (also 72 Stunden) vor dem ersten Geltungstag abgeholt werden. Das bedeutet, dass Sie, wenn Sie länger als 3 Tage unterwegs sind, Ihre Rückfahrkarte erst am Flughafen abholen können und dafür etwas Zeit einplanen sollten.

    Für den Fall, dass der Automat streikt oder man wirklich auf den berühmten “letzten Drücker” den Zug noch erwischt: Zahlen Sie beim Schaffner nicht sofort für eine neue, reguläre Fahrkarte, sondern fragen Sie, ob eine Fahrpreisnacherhebung mit der Fluggesellschaft abgerechnet werden kann. Meist bekommen Sie dann nur ein Formular, das Sie zusammen mit einer Kopie Ihrer Ticketnummer an die Fluggesellschaft senden können. Diese reguliert dann die Kosten mit der Bahn. Leider funktioniert das nicht immer, aber recht häufig.

    Es gilt übrigens nicht, dass Ihr Heimatbahnhof keinen Fahrkartenautomaten hat – wer Rail&Fly nutzen möchte, der muss leider auch einmal in die nächste Stadt mit Fahrkartenautomaten fahren (oder jemanden hinschicken, der die Fahrkarten abholt).

    Jens Döring, Outback Afrika Erlebnisreisen

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