Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen

Am frühen Nachmittag brechen wir auf in die Serengeti. Über den weiten offenen Flächen hier im Süden des Nationalparks türmen sich dunkle Wolken auf, darunter brechen aber immer noch Sonnenstrahlen hervor. An einigen Stellen zeugen Splitthaufen von Straßenbauarbeiten, doch lange Strecken sind immer noch eine schlimme Waschbrettpiste. Vor zwei Jahren kam ich auf dem Weg zum Ruaha Nationalpark am Steuer eines Land Rovers mächtig ins Schwitzen, weil ich das Auto auf diesen tückischen Querrillen kaum gerade halten konnte. Heute bin ich heilfroh, daß Ajub uns hier sicher chauffiert. Nach etwa drei Stunden biegen wir zum Olakira Camp ab, das derzeit am Fuße einer Bergkette in der Nähe der Moru Kopjes steht. Kurz vor dem Camp entdecken wir einen toten Büffel, und bald auch die Löwen, die sich daneben im Gras verstecken. Wir schauen ihnen noch eine Weile zu. Erst kurz vor Einbruch der Dunkelheit fahren wir zum Olakira Camp. Es ist etwas schicker als Oliver’s. Die acht Hauszelte sind sehr groß, das Badezimmer wirkt nicht ganz so rustikal. Hier gibt es ein normales Spül-Klosett, in Olivers war es eine Chemie-Toilette.

Olakira Camp, Serengeti © Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Olakira Camp


Und dennoch ist das Camp mobil. Der Manager erklärt uns, daß es in wenigen Tagen abgebaut und nach Ndutu verlegt wird, wo sich bald die großen Gnu-Herden sammeln werden. Dann darf auf dem alten Standort nichts mehr an das Camp erinnern, so verlangen es die strengen Auflagen der Nationalparkverwaltung.

Hyänen in der Nähe des Olakira Camps, Serengeti © Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Kampf am kalten Buffet


Am nächsten Morgen fahren wir nach einem Kaffee und ein paar Keksen gleich wieder zu dem Büffel-Kadaver. Ein großer Löwe hat sich dazu gesellt, den haben wir am Abend vom Lagerfeuer aus gut hören können. Und außerdem haben die Löwen Konkurrenz von mehreren Hyänen und einem Schakal bekommen. Alle holen sich nach und nach ihren Anteil. Die Hyänen kämpfen um jeden Fetzen. Lange sehen wir uns diese spannenden Szenen an, dann drehen wir noch eine kleine Runde und sehen die Büffelherde, die gestern eines ihrer Mitglieder verloren hat. Als wir umkehren und zum Frühstück zurück fahren, kommen uns eine ganze Reihe von Safarifahrzeugen entgegen, die alle am Büffel-Riß halten und einen Pulk bilden. In den Autos sitzen Gäste der Sopa Lodge. Sie starteten erst nach dem Frühstück und sind deutlich später dran als wir. Ajub sagt, daß es in den großen Lodges nicht so einfach ist, seinem eigenen Zeitplan zu folgen. Auch wenn Gäste und Fahrer früher starten wollten, sie müssen eben erst auf die Küche warten. In Olakira richtet man sich mit dem Essen nach den Wünschen der Gäste – und nach den Gelegenheiten zur Tierbeobachtung.

Frühstück im Olakira Camp, Serengeti © Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Frühstück im Olakira Camp


Mittags sehen wir uns die Serengeti Sopa Lodge dann an. Sie liegt sehr schön an einem Berghang mit Blick über die Serengeti. Sie ist mit 73 Zimmern wiederum recht groß, macht aber qualitativ einen guten Eindruck. Und auch das Mittagessen, das wir hier von aufmerksamen Kellnern serviert bekommen, ist lecker und steht dem im feinen The Manor nicht nach.

Serengeti Sopa Lodge © Foto: Marco Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Serengeti Sopa Lodge


Am Nachmittag erreicht uns an den Felskugeln der Moru Kopjes der erste Regenschauer. Danach sehen wir in dieser Gegend noch vier Nashörner auf einmal. Sie sind allerdings weit entfernt und nur mit dem Fernglas zu erkennen. Zum Abendessen werden in Olakira Tische und Stühle nicht im Speisezelt, sondern etwas abseits draußen im Busch aufgestellt, beleuchtet nur durch Petroleumlampen.


Dieser Reisebericht entstand auf einer Lodge-Inspektionsreise Ende Oktober 2009. Einen Vorschlag für eine Safari mit einigen der hier beschriebenen Camps finden Sie hier bei Outback Africa Erlebnisreisen.

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