Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen
Nachdem wir das Xakanaxa Camp verlassen haben, bringt uns der Guide des Camps Okuti zum Airstrip von Xakanaxa. Der Flug dauert ca. 30 Minuten. Allerdings können wir egen Bautätigkeiten den Airstrip von Lebala nicht anfliegen sondern müssen auf den südöstlich gelegenen Airstrip von Selinda ausweichen. Per Safari-Fahrzeug werden wir dann zum Lebala Camp gebracht, das circa zwei bis drei Stunden entfernt ist. An sich keine schlechte Sache, da man unterwegs mit etwas Glück schon sehr gut Tiere beobachten kann. Allerdings sind die Fahrzeuge von Kwando Safaris, zu denen neben dem Lebala Camp auch die Camps Lagoon, Kwara und Little Kwara gehören, offene Geländewagen und verfügen nicht über das sonst übliche Sonnendach. Dies gehört aber zur Unternehmenspolitik von Kwando, da die Camps sich auf die Tierbeobachtungen und auf das bestmögliche Safari-Erlebnis konzentrieren. Dabei stören Dächer, Fenster etc. nur. Es stimmt natürlich, dass beim Fotografieren und Beobachten keinerlei Sichtbehinderung im Weg ist, allerdings fast drei Stunden in der Mittagssonne ungeschützt unterwegs zu sein macht auch nicht wirklich Spaß. Da wir aber darauf vorbereitet waren und uns mit Sonnenschutzcremes und Kopfbedeckungen bewaffnen, überstehen wir die Prozedur halbwegs mühelos. Mittlerweile ist aber der Airstrip von Kwando, der sich lediglich sieben Kilometer vom Camp befindet, fertig gestellt. Die Transferzeit beträgt heute normalerweise maximal 20 Minuten.
Das Lebala Camp befindet sich am Rand der Linyanti Sumpfgebiete, wo der ganzjährig fließende Strom Kwando in dem gewaltigen Marschland teils versickert und weiter südöstlich als Fluß Linyanti in nordöstliche Richtung weiterfließt. Die beiden Flüsse Kwando und Linyanti bilden zudem die Grenze zum benachbarten Namibia (Caprivistreifen). In der Bantussprache Setswana bedeutet Lebala “weite offene Fläche”. Und tatsächlich besticht die Landschaft hier durch eine ausgedehnte Gras- und Überflutungsfläche, die vereinzelt mit Bäumen bestanden ist. Wenn die alljährlichen Fluten des Kwando hier ankommen, wird das Camp zu einer Insel.
Das Marschland und die Überflutungsgebiete um Lebala bedingen auch eine große Tiervielfalt. Neben Elefanten, Flusspferden, Zebras und Impalas sind auch Gnus, Kudus, Büffel, Wildhunde, Löwen, Geparden und vieles mehr zu beobachten. Durch die weiten offenen Flächen lassen sich die Tiere zudem besonders gut finden.
Wir werden durch die Urlaubsvertretung des eigentlichen Manager-Ehepaares sehr nett und herzlich begrüßt. Nach dem üblichen kurzen Briefing ziehen wir uns in unsere Zelte zurück.

Die großen Zelte des Lebala Camps sind nagelneu und stilvoll eingerichtet. Die Doppel-Außendusche und Doppelwaschbecken vermeiden am Morgen jeglichen Streit ums Badezimmer. © Fotos: Jens Döring
Die acht luxuriösen und großen Zelte können insgesamt bis zu 16 Personen beherbergen. Sie verfügen alle über eine Veranda mit Liegestühlen und einem weitläufigen Blick auf das Marschland. Das geräumige Zelt besteht zudem aus Schlafzimmer, Bad, separatem WC, Doppel-Waschbecken und Doppel-Außendusche sowie einer Badewanne. Das gesamte Camp wurde erst kürzlich komplett renoviert und die Zelte von Grund auf neu erbaut. Sie bestehen im Wesentlichen aus einem Holzständerwerk, das mit Moskitonetzen bespannt ist. Lediglich der Bereich um das Bad ist mit Zeltplanen bespannt um Privatsphäre zu garantieren. Alles in allem hat man in den Zelten das Gefühl, trotz des großzügigen Platzangebotes fast unter freiem Himmel zu schlafen. Nachts werden dann noch die Vorhänge zugezogen, um zumindest keine großartigen Windbewegungen im Zelt selbst zu haben und um Sichtschutz zu gewähren.
Der öffentliche Bereich besteht aus Bar, Empfangsbereich mit kleinem Souvenirshop sowie der Boma mit angeschlossener Feuerstelle und dem kleinen Pool. Auch ein durch einen Busch getarntes Versteck zum Beobachten von Tieren im Camp kann von den Gästen genutzt werden.
Insgesamt gefällt mir das Lebala Camp ausgesprochen gut. Die Zelte sind sehr komfortabel und versprühen eine große Portion Lifestyle. Hier könnte ich mir meinen Honeymoon vorstellen …
Am Nachmittag steht noch eine Pirschfahrt auf dem Programm. Durch die Ausrichtung von Kwando-Safaris auf (fast) kompromisslose Pirschfahrten (da muß teilweise auch schon einmal das Abendessen warten) erhoffen sich alle Teilnehmer unserer Gruppe nun das ultimative Safari-Erlebnis. Leider werden wir etwas enttäuscht, da die beiden Jungs (Guide und Spotter) sich teilweise in Ihren Ausführungen und Erklärungen widersprechen und nicht so ganz wussten, wo die Himmelsrichtungen sind. Ich für meinen Teil hake das mal unter einem Einmalerlebnis ab. Schließlich waren Sie bemüht, möglichst viele Tiere zu finden. Da sich das Camp nicht in einem Nationalpark sondern in einem privaten Konzessionsgebiet befindet, sind auch Nachtpirschfahrten und Off-Road-Ausflüge erlaubt. Und so werden wir auch ordentlich durchgeschüttelt, als wir plötzlich die offiziellen Wege verlassen und es querfeldein geht. Allerdings ohne nennenswerten Erfolg. Überhaupt ließen sich nicht ganz so viele Tiere blicken, wie erhofft. Das ist aber sicherlich auch saisonal bedingt. In der Regenzeit, die jetzt im November schon begonnen hat, sinken nun einmal die Chancen auf viele Großwildbegegnungen.

Die Aussicht von den Zelten ist (fast) konkurrenzlos: Unendliche Weiten erstrecken sich direkt vor der Veranda. Nach gutem Sonnenschutz in Form von Kopfbedeckungen und Sonnenmilch verlangen die komplett offenen Fahrzeuge des Camps. Dafür lassen sich aber auch Tiere viel besser und ungestörter beobachten. © Fotos: Jens Döring
Bei unserer Rückkehr nach Einbruch der Dunkelheit erwartet uns schon das Abendessen, das wieder einmal hervorragend schmeckt. Nach einem Gläschen Wein am Lagerfeuer verabschiede ich mich und lasse mich von einem der Guides als Begleitschutz zu meinem Zelt bringen. Das ist ja hier obligatorisch, da das Camp des Nachts gerne von Elefanten, Flusspferden und dergleichen heimgesucht wird. Ich lasse es mir aber nicht nehmen, noch in die Badewanne zu steigen und kurz per Handy die Daheimgeblieben neidisch zu machen. Zufrieden mit mir und der Welt lege ich mich in Bett und freue mich auf eine geruhsame Nacht. Leider ist mir nicht wirklich viel Schlaf vergönnt und bekomme die Naturgewalten Botswanas zu spüren. Lesen Sie mehr in der Fortsetzung…
Gern erstellt Outback Africa ein individuelles Safari-Angebot mit dem Lebala Camp. Hier geht es zur Reiseanfrage.
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