Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen

Monats-Archive: Februar 2009

Heute bin ich vom Krüger Park über Johannesburg nach Maun geflogen. Dort erwartet mich bereits Holly. Sie arbeitet für Bush Ways, unseren Safari-Partner in Botswana. Sie bringt mich zum Unternehmens-Stützpunkt in Maun und zeigt mir neben den Safari-Fahrzeugen auch die Ausrüstung und die Werkstatt. Anschließend stellt sie mich allen Mitarbeitern im Büro vor. Schön, endlich zum Namen in der E-Mail-Korrespondenz auch ein Gesicht zu haben. Da geht man doch gleich viel entspannter und lockerer miteinander um. Ich finde es sehr erstaunlich, wie gut und durchdacht hier alles organisiert ist, und das Management macht den Eindruck, als habe es alles im Griff und im Überblick. Immerhin sind wir ja hier in Afrika!

Zelt-Chalet der Motsentsela Tree Lodge, Maun | © Foto: Jens Döring, Outback Africa Erlebnisreisen
Eines der sieben Safari-Zelte der Motsentsela Tree Lodge in Maun. © Foto: Jens Döring

An diesem Tag ist es sehr heiß und so lasse ich mich von Holly zu meiner heutigen Unterkunft bringen. Die Motsentsela Tree Lodge liegt etwas außerhalb von Maun. Vorbei an zahlreichen frei umherlaufenden Eseln dauert es circa 20 Minuten, bis wir auf einer Sandpiste das Tor zum Grundstück der Lodge erreichen. Ich bin verblüfft, dass Holly den Code vom Vorhängeschloß kennt: „Das wissen hier alle Tourismus-Unternehmen, die Gäste zur Lodge bringen. Alle vier Wochen wird der Code geändert und wir bekommen dann eine Benachrichtigungs-Mail“, so Holly. Hallo? Erneut bin ich erstaunt, wie gut das hier alles geregelt ist.

Die eindrucksvolle Tree Lodge verfügt über sieben Safarizelte auf erhöhten Decks, die von Bäumen umgeben sind, alle liebevoll eingerichtet und jeweils mit privatem Bad oder Dusche/WC. Der Abstand zwischen den Zelten ist großzügig und ermöglicht dadurch ausreichend Privatsphäre.

Bad im Honeymoon-Chalet der Motsentsela Tree Lodge, Maun | © Foto: Jens Döring, Outback Africa Erlebnisreisen
Bad mit Ausblick im Honeymoon-Chalet der Motsentsela Tree Lodge. © Foto: Jens Döring

In letzter Zeit wurden zudem zwei strohgedeckte Honeymoon-Bungalows gebaut. Meine geschmackvoll eingerichtete Honeymoon-Suite verwöhnt mich mit einer großen Eckbadewanne, die von riesigen Panoramafenstern umrahmt ist und die den freien Blick nach draußen zulassen. Auf wirklich interessantes Wild warte ich jedoch bei meinem abendlichen Bad vergebens …

Zelte und Bungalows können insgesamt 14 Personen beherbergen.

Das strohgedeckte Hauptgebäude verfügt über eine Lounge mit Bar und Speisesaal. Alles ist sehr großzügig und elegant gestaltet. Zudem steht ein Swimmingpool bereit, der besonders an heißen Tagen eine willkommene Erfrischung verspricht.

Zur Lodge gehört eine 200 Hektar große Farm, auf der Strauße, Zebras, Kudus und Springböcke zu finden sind. Auch Erdwölfe und Erdferkel, die besonders scheu und nachtaktiv sind, sollen schon gesichtet worden sein. Auf drei unterschiedlich langen Wanderwegen kann man die Umgebung der Lodge und die Farm erkunden.

Am Abend wird zusammen mit den anderen Gästen und den Gastgebern an einer großen Tafel gegessen. Während ich auf das Essen warte, lasse ich auf der großen Veranda vor dem Lounge-Bereich bei einem Gläschen Wein die Seele baumeln. Das Essen ist traumhaft; schade, dass ich hier nur einmal in diesen Genuss kommen werde. Morgen geht es ja schon auf eine mobile Campingsafari in der Khwai-Region und dann weiter tiefer in das Herz des Okavango-Deltas.

Die Motsentsela Tree Lodge stimmt mich also durch den unaufdringlichen Luxus, den sie verströmt, auf Botswana und auf das, was mich in den nächsten zehn Tagen erwarten wird, ein. Die Spannung steigt! Und bald sehe ich ja auch meine Kollegin Ulrike wieder …

Am nächsten Morgen holt mich Mark, der General-Manager unseres Safari-Partners, in der Tree Lodge ab. Gemeinsam schauen wir uns am Vormittag noch ein paar Lodges an, bevor es mit dem Flugzeug in die Khwai-Region geht.

Zunächst besuchen wir die Maun Lodge. Das Mittelklasse-Hotel verfügt über sechs Doppel- und 20 Zweibettzimmern sowie vier Familiensuiten und sechs Riverfront-Suiten mit Blick auf das zumeist ausgetrocknete Flußbett des Thamalekane. Alle Zimmer sind klimatisiert und ausgestattet mit Dusche/WC sowie Tee- und Kaffeezubereitungsmöglichkeiten.

Chalet der Maun Lodge | © Foto: Jens Döring, Outback Africa Erlebnisreisen
Eines der strohgedeckten Chalets der Maun Lodge. © Foto: Jens Döring

Wie mir Mark erklärt, werden die Safari-Teilnehmer in den etwas einfacheren aber gemütlichen zwölf strohgedeckten Chalets (zwei Einzelbetten) untergebracht. Diese sind weitestgehend gleich ausgestattet wie die Standardzimmer im Hauptgebäude und verströmen weniger das „Hotel-Flair“.

Gäste können hier auch ihre Wäsche waschen lassen. Kreditkarten (Visa, Master Card, Diners, Amex) werden akzeptiert.

Die Lodge bietet neben einem á la carte Restaurant mit internationaler und traditioneller Küche auch die „Boma“, ein Restaurant mit Open-Air-Bar, indem lokale Köstlichkeiten und Grillspezialitäten serviert werden. Für die weniger Hungrigen hält die Boma auch kleine Snacks bereit.

Etwas intimer geht es in der „Pigmy Goose Bar“ zu. Die Bar eignet sich besonders für Leute, die nach Zweisamkeit suchen und serviert die Tagesempfehlungen des Chefkochs sowie weitere internationale und traditionelle Gerichte. Vorbestellungen sind hier eine Notwendigkeit.

Wir verlassen die Maun Lodge und fahren weiter stadtauswärts zur Marina’s Lodge. Marina (Eigentümerin) hat im Jahr 2000 dieses kleine Gästehaus gegründet und führt es auch seither. Etwa acht Kilometer außerhalb von Maun liegt die Lodge in einem Wohngebiet an der Shorobe Road, die von Maun ins Moremi Game Reserve und weiter ins Okavango Delta führt.

Insgesamt stehen acht geräumige strohgedeckte Rundhütten zur Verfügung. Die Hütten gruppieren sich im Halbkreis, was den Eindruck eines kleinen Dorfes entstehen lässt, in dessen Zentrum die „Kgotla“ steht, das kleine Hauptgebäude der Lodge mit kleinem Empfangsbereich, Bar und Restaurant. Das Essen kann entweder in der Bar, im Biergarten, um den Pool herum oder im Speisesaal der Kgotla serviert werden.

Vom Pool und dem Restaurant aus hat meinen einen schönen Blick auf ein altes Überflutungsgebiet, an dem man hofft, in Zukunft Zebras sehen zu können.

Jede Rundhütte verfügt über Dusche/WC und ist ausgestattet mit Mosquitonetzen und Ventilator.

Chalet der Marina's Lodge, Maun | © Foto: Jens Döring, Outback Africa Erlebnisreisen
Klein und gemütlich: Chalet der Marina’s Lodge in Maun. © Foto: Jens Döring

Die Marina`s Lodge würde ich jenen Gästen empfehlen, die nach einem Langstreckenflug oder nach einer Safari sich noch etwas regenieren und nicht das Flair eines großen Hotels haben möchten. Der Standard ist zwar im Vergleich zur Maun Lodge etwas geringer (betrifft vor allem die Ausstattung, die nicht ganz so umfangreich ist), ist aber dafür kleiner, familiärer und ich habe auch den Eindruck, dass sich Marina um die Gäste kümmert und man hier ganz entspannt seiner Safari oder dem anstehenden Heimflug entgegensehen kann.

So, nun heißt es sich aber sputen und ab zum Flughafen gefahren. Denn meine Kollegin und der Rest der Gruppe warten bestimmt schon auf mich, um auf große „Lodge-Rundreise“ im Okavango Delta, Moremi, Chobe und Victoria Falls zu gehen. Fortsetzung folgt …

Montag 24. November: In Johannesburg ist der Schalter von Air Botswana nicht besetzt. Ich warte ein Weilchen, denn ich brauche ja noch meine Bordkarte. Ohne die komme ich auch nicht durch den Transferbereich. Die Zeit verrinnt und ich habe nun doch Bedenken, dass die zweieinhalb Stunden Umsteigezeit genügen. Nach 45 Minuten entschließe ich mich, nicht länger auf einen Mitarbeiter der Airline zu warten. Überall am Johannesburger Flughafen sind Angestellte unterwegs, die sich mit solchen „Problemfällen“, wie mir auskennen. Mit Hilfe eines netten jungen Mannes komme ich doch noch rechtzeitig zu meinem Weiterflug nach Maun. Er hilft mir unkompliziert durch die Passkontrolle und richtet es so ein, dass ich auch ohne Bordkarte einsteigen darf. Schon oft habe ich mich gefragt, was unsere Kunden machen, die kein Englisch sprechen….

Endlich nach mehr als 26 Stunden Fahrt und Flug komme ich in Maun an. Die Kollegen von Safari Destinations, die diese Reise für Reisebüromitarbeiter organisiert haben, warten schon. Per Fahrzeug geht es weiter in Richtung der Makgadikgadi Salzpfannen. Meine erste Unterkunft wird Leroo la Tau sein. Der Transfer dahin dauert noch einmal 3 Stunden. Ich werde sehr herzlich vom Manager empfangen. Er stellt mir die Lodge vor, die erst im Juni 2008 eröffnet wurde. Ich bin der einzige Gast und 21 Mitarbeiter stehen allein zu meiner Verfügung. Wow!!!

Leroo la Tau - Pool mit Blick auf das Flußbett des Boteti © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa Erlebnisreisen

Die Zimmer sind hell und großzügig. Das Beste daran ist die grandiose Aussicht auf das ausgetrocknete Flussbett des Boteti, auch von der Dusche aus.

Noch am Nachmittag mache ich mich auf den Weg zu meiner ersten Pirschfahrt. Mein Guide erzählt mir, dass fast alle Herdentiere in die Salzpfannen abgewandert sind, weil es dort im Moment mehr Wasser gibt. Das stört mich nicht besonders. Herdentiere sehe ich sicherlich noch genügend. Wir spüren eine Löwenfamilie auf – und da ist er wieder – der Nervenkitzel Afrika. Endlich angekommen.

Zimmer in der Leroo la Tau Lodge und Katzen im Schatten, entdeckt auf einer Pirschfahrt © Fotos: Ulrike Pârvu | Outback Africa Erlebnisreisen

Abends werde ich rührend bekocht. Die gesamte Küchenmannschaft bringt mir vor dem Essen ein Ständchen. Alle sind seltsam aufgeregt. Später erfahre ich, dass das mit dem Boteti zusammenhängt, in dem in dieser Gegend seit über 30 Jahren erstmals wieder Wasser fließt. Ich sinke in mein Bett und schlafe hier sehr gut. Am nächsten Morgen machen wir uns wieder auf zur Pirschfahrt und besuchen noch einmal die Löwen. Mittags bringt mich mein Guide zur nächsten Unterkunft – Meno a Kwena.

Dort bin ich nicht mehr allein. Meno a Kwena ist gut gebucht. Zunächst komme ich mir ein wenig verloren vor. Umso mehr freue ich mich, als mich ein Mitarbeiter des Camps auf Deutsch anspricht. Patrick ist schon ein Weilchen hier und kümmert sich um alles. Wir kommen ins Gespräch und ich erfahre sehr viel über das Camp, die Umgebung und warum hier alles so ist, wie es ist – nämlich ganz anders, als die restlichen Camps und Lodges, die ich auf meiner Tour noch kennenlernen werde. David Dugmore, der Eigentümer des Camps, hat dem ganzen eine eigene unnachahmliche Note verpasst. Das wird mir schon beim Gang auf’s „Örtchen“ bewusst. Überall hängen private Safari-Fotos und eine Menge Bücher gibt es hier auch. Offensichtlich soll man hier auch längere Zeit verweilen, als unbedingt nötig.

Toilette als Bibliothek im Meno a Kwena Camp, Botswana © Fotos: Ulrike Pârvu | Outback Africa Erlebnisreisen

Im Camp gibt es keinen Strom. Zu meinem Zelt gehören eine Buschdusche, ein Waschtisch und immerhin eine Toilette mit Wasserspülung. Nachmittags geht es zusammen mit 4 Schweizern und einem sehr sehr netten Guide auf Pirschfahrt. Wir fahren zum Flussbett und suchen den „Anfang“ des Boteti. Der fließt mit atemberaubender Geschwindigkeit und füllt das seit Jahren leere Flussbett mit Wasser und Leben. Vor meinem Zelt sieht der Fluß schon aus, wie ein Fluß. Ich kann die Fische sehen, die sich darin tummeln und ich spüre die Freude der Einheimischen über das Wasser. David macht schon Pläne. Im kommenden Jahr will er Kanufahrten anbieten. Die Boote hat er schon gekauft. Es ist alles sehr spannend und Goldgräberstimmung macht sich breit.

Insgesamt ist dieses Camp doch sehr viel schlichter als die letzte Lodge. Die Einzigartigkeit dieser Unterkunft macht aber sicherlich auch Ihren Reiz aus. Man fühlt sich als Teil der Familie, sollte dafür aber auch auf ein bisschen Luxus verzichten können.

Feuerplatz und Gästezelt im Meno a Kwena Camp, Botswana © Fotos: Marco Penzel, Ulrike Pârvu | Outback Africa Erlebnisreisen

Abends sitzen wir gemütlich zusammen und plaudern über dies und das, Patrick bringt mich danach zum Zelt. Ich liege im Bett und fange an, mich ein bisschen zu gruseln. In der Nacht wache ich auf, weil ein Löwe scheinbar direkt hinter meinem Zelt fürchterlich brüllt. Einbildung? Wer weiß….

Leider bleibt am nächsten Morgen keine Zeit, um noch etwas zu unternehmen. Ich werde wieder mit einem Fahrzeug zurück nach Maun gebracht. Die Fahrt ist anstrengend, im Auto ist es stickig heiß. Ich bin schon aufgeregt, denn heute treffe ich den Rest der Gruppe.

Der Ticketverkauf für die Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika hat am 20. Februar 2009 begonnen. Nun können sich Fans auf der Website des Fußball-Weltverbandes Fifa (www.fifa.com) um Eintrittskarten bewerben. Bis zum Endspiel am 11. Juli 2010 soll es insgesamt fünf Verkaufsphasen geben. Die erste Bestellphase läuft bis zum 31. März. Am 15. April werden die Karten dann unter den Bestellern verlost. Weitere Details erklärt die Fifa hier auf Ihrer Website:

http://de.fifa.com/worldcup/organisation/ticketing/salesphases.html

Die international angebotenen Tickets kosten zwischen 560 Rand (etwa 45 Euro) für die günstigste Kategorie bei einem Gruppenspiel und 6300 Rand (etwa 525 Euro) für die teuersten Plätze beim Finale. Für Einwohner Südafrikas gibt es eine weitere, günstigere Preisgruppe. Neben den Einzeltickets werden auch Pakete angeboten, mit denen man die Spiele einer bestimmten Mannschaft verfolgen kann. Weitere Informationen zum Preissystem erklärt die Fifa hier auf Ihrer Website:

http://de.fifa.com/worldcup/organisation/ticketing/pricesandmatches.html

Im Moment (Februar 2009) steht noch nicht fest, welche Mannschaften sich überhaupt für die Weltmeisterschaft qualifizieren. Nach vier von zehn Qualifikationsspielen steht Deutschland in seiner Gruppe auf Platz 1.

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