Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen

14. Tag: Montag, 24.11.2008
An diesem Morgen heißt es nach einem leichten und schnellen Frühstück “Morgenpirsch”. Zu Fuß begeben wir uns ab ca. 7 Uhr auf die Suche nach den kleinen Dingen, die uns Balule und der Krüger zu bieten haben. So entdecken wir verschiedene Spinnen- und Vogelarten, untersuchen die Hinterlassenschaften von Elefanten und betrachten den Marula-Baum ganz aus der Nähe. Auf den aus der Marula-Frucht entstehenden Exportschlager Amarula hätte ich jetzt richtig Appetit. Der lokale Guide erklärt uns zudem die heilenden Wirkungen verschiedener Pflanzenarten und zeigt uns anhand von Spuren, was sich in der Nacht alles abgespielt haben könnte.

Auf einer Fußpirsch in Balule zeigt uns der Guide spannende Details im Busch © Foto: Jens Döring - Outback Africa Erlebnisreisen

Eine solche Fußpirsch wäre im Krüger nicht möglich, da dies seitens der Parkverwaltung verboten ist. Da kann die private Konzession ihre Vorteile voll ausspielen. Das Camp teilt sich das Personal mit der Drifters Game Lodge, die nur einen Steinwurf von unserem Camp entfernt ist.

Am späten Nachmittag kehren wir ins Camp zurück und genießen unseren wohlverdienten Brunch. Anschließend haben wir fast vier Stunden Zeit, uns auszuruhen. Ich kann es kaum erwarten, an meiner Matratze zu horchen. Und irgendwie habe ich den Eindruck, dass ich da nicht der Einzige bin.

Nachdem die größte Mittagshitze überstanden ist, gibt es um 3 Uhr ein Tässchen Kaffee und etwas zu Knabbern, bevor wir uns dann auf Pirschfahrt begeben. Aufgeteilt auf zwei offene Safari-Fahrzeuge macht sich unsere Gruppe auf die Suche. So dauert es nicht lange, bis wir die ersten Impalas und Elefanten sehen. Besonders die Begegnung mit den „Elis“ ist atemberaubend. Sie lassen sich durch nichts stören und einer kommt gefährlich nahe an das Fahrzeug heran, er ist fast schon zum Greifen nah. Unser Guide meint in dieser Situation nur, dass wir still sitzen und keinen Mucks von uns geben sollen. Die Außensilhouette des Fahrzeuges darf nicht durchbrochen werden und Tiere sehen uns dann nicht mehr als einziges großes Objekt sondern als Bedrohung. Auch Wegfahren bringt nichts, das sich der Elefant dann herausgefordert sieht uns nachjagt.

Ein Elefand beinahe zum Greifen nah an unserem Pirschfahrzeug © Foto: Jens Döring - Outback Africa Erlebnisreisen

Und so stehen wir still. Fast schon atemlos beobachten wir den großen Bruder, wir er versucht, den Baum direkt neben uns umzuschmeißen, um an die grünen Blätter ganz oben in der Krone heranzukommen. Er lässt aber schließlich ab und entfernt sich wieder. Der Guide gibt zu, dass er so etwas auch nicht alle Tage erlebt und ihm auch mulmig zu Mute war. Schön, dass man das auch mal erfährt …

In Balule sind wir in offenen Safarifahrzeugen unterwegs © Foto: Jens Döring - Outback Africa Erlebnisreisen

Die Pirschfahrt dauert bis in die Nacht hinein, was auch nur in einer privaten Konzession möglich ist. Ich lasse es mir nicht nehmen, mich während einer Pause mit meinem Sundowner auf dem Spotter-Sitz des Safari-Jeeps fotografieren zulassen. Okay, zugegebenen: nach „Arbeit“ sieht das nicht gerade aus, gehört aber ebenso zum meinem Job.

Jens beim Sundowner im Balule-Wildreservat

Um 19:30 Uhr erreichen wir wieder das Camp und um 20 Uhr gibt es Abendessen. Am Lagerfeuer beobachten uns Grüne Meerkatzen (eine Affenart), diverse Riesen-Käfer und Skorpione schauen auch auf einen Plausch vorbei. Und in der Ferne hört man Löwen brüllen. Willkommen in Afrika!

Begleitet von allerlei Vogelgesang entschwinde ich ins Reich der Träume.

15. Tag: Dienstag, 25.11.2008
Heute ist es nun endlich so weit: es geht in den Krüger Nationalpark. Nachdem der Truck gepackt ist, bewegen wir uns um 6 Uhr in Richtung „Orpen Gate“ des Parks. Bereits um 6:30 Uhr befinden wir uns im Park und suchen auf der asphaltierten (!) Straße nach den ersten Wildtieren. Okay, der Asphalt nimmt ein wenig den Charme aus der „Wildnis“, aber immerhin sind wir guter Dinge, dass wir heute ordentlich was zu sehen bekommen. Leider hat es auch hier in den letzten Wochen geregnet, so dass die Vegetation hier ebenfalls etwas dichter und grüner geworden ist.

Löwinnen im Krüger-Nationalpark © Foto: Jens Döring - Outback Africa Erlebnisreisen

Dennoch bleibt uns das Glück heute hold: Wir sehen u.a. zwei sich putzende Geparden, zwei sich paarende Elefanten in einem Stausee, zahlreiche Zebras und Giraffen, verschiedene Antilopenarten, faul in der Sonne liegende Löwinnen und ein paar Büffel. Kurz vor dem Ausgang erhaschen wir auch noch einen Blick auf ein Breitmaulnashorn. Damit hätten wir – bis auf den Leoparden – die Big Five fast alle gesehen.

Na was machen die denn da?! © Foto: Jens Döring - Outback Africa Erlebnisreisen

Gerade noch rechtzeitig vor dem Schließen der Tore verlassen wir den Park. Dennis erzählt uns, dass es empfindliche Strafen gibt, sollte sich jemand nach den Schließzeiten und bei Einbruch der Dunkelheit noch im Park befinden (ausgenommen Übernachtungsgäste).

Wir fahren in das fünf bis zehn Kilometer entfernte Bushveld Camp, das sich offiziell noch im Krüger Park befindet. Es ist nur mit Stromdrähten in zwei Metern Höhe gesichert, um Elefanten und Giraffen außerhalb des Areals zu lassen. Sämtliches kleineres Getier erhält uneingeschränkten Zugang. Daher ist es auch hier nicht ratsam, nachts unnötig im Camp umherzuspazieren.

Das Camp selbst ist sehr rustikal, verfügt über ein Hauptzelt mit Aufenthalts- und Essbereich sowie einer Bar. Kochen müssen wir hier selbst. In den kleinen Zelten stehen aus Holz gebaute Pritschen mit einer dünnen Matratze zur Verfügung. Zu den Gemeinschaftswaschräumen und –toiletten sind es fünf Minuten Fußweg. Der Pool macht nicht den saubersten Eindruck, dafür ist das Personal (derzeit deutsche Leitung aus der Oberpfalz) umso freundlicher.

Zelte im Bushveld-Camp © Foto: Jens Döring - Outback Africa Erlebnisreisen

Zum ersten Mal habe ich am Lagerfeuer das Gefühl, dass die Gruppe beginnt, ein wenig zusammen zu wachsen, wenn auch zögerlich. Nach dem Abendessen im Hauptzelt wird das dort umherliegende Didscheridoo herumgereicht und jeder versucht, ein Tönchen heraus zu pressen. Unser Guide Dennis beweist hier erstaunliches Talent. Selbst die mitreisenden Australier versagen kläglich!! Lustig und unterhaltsam nimmt dieser ereignisreiche Tag sein Ende.

16. Tag: Mittwoch, 26.11.2008
Für mich heißt es heute vorzeitig Abschied nehmen von der Gruppe und schließlich auch von Drifters. Ich werde um 7:30 Uhr abgeholt und zum Flughafen Nelspruit gebracht. Von dort aus führt mich meine Reise weiter über Johannesburg nach Maun in Botswana, von wo aus ich mir einige Lodges im Okavango Delta und in Livingstone (Sambia) anschauen werde. Der Truck verlässt das Camp bereits um 7 Uhr, und die Gruppe verbringt einen weiteren halben Tag im Park.

Ich freue mich nun auf die nächsten zwei Wochen in Botswana, obwohl ich jetzt schon ein klein wenig Heimweh habe …

Diese Reise kann man hier buchen.

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