Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen

Monats-Archive: September 2008

Songwe Village, eine besondere Lodge in der Nähe von Livingstone (Sambia) ist abgebrannt. Ursache war ein Buschfeuer, das auch die Chalets von Songwe erfaßte. Das berichtet Kwando Safaris, das Unternehmen, zu dem neben einer Reihe von Camps in Botswana auch Songwe gehört. ”Menschen kamen – Gott sei Dank – nicht zu Schaden”, heißt es in der Mitteilung von Kwando, ”doch leider ist Songwe bis auf die Grundmauern niedergebrannt.”

Vorerst gibt es noch keine Pläne für den Wiederaufbau der Anlage. Alle Gäste mit bestätigten Reservierungen werden auf andere Lodges in der Region umgebucht. Provisorische Reservierungen verlieren ihre Gültigkeit.

Songwe Village war eine außergewöhnliche Adresse unter der Vielzahl der Unterkünfte im Umkreis der Victoria-Fälle. Die Gäste wohnten in bequem ausgestatteten Rundhütten, die im Stil eines traditionellen afrikanischen Dorfes errichtet waren. Neben Dusche und Toilette im Chalet gab es separate Badehäuschen mit Blick auf die Batokaschlucht und den in der Tiefe rauschenden Sambesi, der wenige Kilometer flußaufwärts über die Victoria-Fälle mehr als 100 Meter in die Tiefe stürzt. Ein vielbeachtetes Motiv in Reisekatalogen war der Blick aus der Badewanne von Songwe, das mit der besten Badezimmer-Aussicht der Welt werben konnte.

Weitere Camps der Kwando-Gruppe in Botswana sind Lebala, Lagoon, Kwara und Little Kwara. Demnächst will das Unternehmen die ersten permanenten Camps in der Zentralkalahari und im Nxai Pan Nationalpark errichten.

Der umstrittene Dikator Robert Mugabe bleibt Präsident Simbabwes, allerdings muß er die Macht nun teilen. Der bisherige Oppositionsführer Morgan Tsvangirai wird neuer Ministerpräsident. So sieht es ein Abkommen vor, daß nach monatelangen Verhandlungen unter Vermittlung des südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki geschlossen wurde. Trotz des Terrors der Regierungspartei Zanu-PF gegen die politischen Gegner von der Bewegung für demokratischen Wandel (MDC), dem auch dem Spitzenkanditat Tsvangirai mehrfach zum Opfer fiel, hatte die MDC die jüngsten Parlamentswahlen gewonnen. Tsvangirai hatte danach aber angesichts der Gewalt gegen Mitstreiter und Wähler seine Teilnahme an der Stichwahl um das Präsidentenwahl abgesagt, die Mugabe dann als einziger Kandidat gewann. Unterdessen war das einstige wirtschaftliche Musterland im südlichen Afrika immer weiter in den wirtschaftlichen Ruin geschlittert. Die Inflation liegt bei elf Millionen Prozent. Begonnen hatte der wirtschaftliche Niedergang zur Jahrtausendwende mit der gewaltsamen Enteignung weißer Farmer, die nach Ansicht vieler Kritiker gesetzeswidrig verlief.

Nun sollen die früheren Kontrahenten einen Weg aus der beispiellosen Krise finden. Ob auch der Tourismussektor, der angesichts der Naturschönheiten des Landes ein großes wirtschaftliches Potential birgt, von der neuen politischen Entwicklung profitieren kann, ist noch offen. Der Safaritourismus in den meisten Regionen des Landes ist weitgehend zum Erliegen gekommen. Einzige Ausnahme ist Victoria Falls im abgelegenen Nordwesten Simbabwes. Dort war es auch in der kritischen Zeit immer ruhig geblieben, der touristische Betrieb lief beinahe ungehindert weiter, Hotels sind gut gebucht, der Flughafen arbeitet wie gewohnt.

Innerhalb des Central Kalahari Game Reserve darf erstmals eine permanente Lodge errichtet werden. Kwando Safaris bekam dafür die Erlaubnis der Regierung Botswanas; ebenso für eine Lodge innerhalb des Nxai Pan Nationalparks. Bislang gibt es permanente Lodges nur außerhalb beider Reservate. Direkt in der Zentralkalahari und in Nxai Pan waren bisher nur Übernachtungen in vorübergehenden Zelt-Camps oder auf Campingplätzen möglich.

Tau Pan Camp wird am Rand der Tau Pan im Norden des Central Kalahari Game Reserves errichtet. Geplant sind acht großzügige Hauszelte für Gäste, Speiseraum, Lounge, Aussichtsdeck und Swimming Pool. Zu den täglichen Aktivitäten zählen Pirschfahrten und geführte Wanderungen.

Löwin bei Tau Pan in der Zentralkalahari © Foto: Marco Penzel

Nxai Pan Camp wird ebenfalls acht Hauszelte haben, die maximal 18 Gäste beherbergen können (jeweils zwei Betten pro Zelt sowie ein Familienzelt mit vier Betten). Zur Lodge werden ebenfal Speiseraum, Lounge, Aussichtsdeck und ein Swimming Pool gehören. Neben Pirschfahrten und geführten Wanderungen sind auch historische Führungen zu den Baines Baobabs und zum
Pandamatenga Cattle Trail.

Die beiden neuen Camps sollen Anfang 2009 eröffnen. Für Februar und März hat Kwando Sonderangebote aufgelegt, danach werden die Übernachtungspreise zwischen 340 und 500 Euro pro Person liegen – jeweils „fully inclusive“ (alle Mahlzeiten, Getränke, Aktivitäten, Wäscheservice sind eingeschlossen, die An- und Abreise per Charterflug kommt noch hinzu).

Outback Africa Erlebnisreisen nimmt ab sofort Reservierungen für die neuen Camps in der Zentralkalahari und im Nxai Pan Nationalpark vor und baut die beiden Ziele gern in individuelle Flugsafari-Programme ein. Wir planen außerdem für 2009 eine Gruppenreise im offenen Allradwagen, bei der die neuen Camps angesteuert werden. Die Safari soll die beliebte Geführte Lodge-Safari durch die berühmten Wildreservate im Norden Botswanas mit einer Südschleife durch die einsamen, weiten Halbwüstenregionen ergänzen.

Die Baines Baobabs im Nxai Pan Nationalpark © Foto: Marco Penzel

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