Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen
Ein Feuer hat zwölf Wagons des südafrikanischen Luxuszuges Rovos Rail zerstört. Der Brand brach am 21. Mai gegen 11 Uhr in einer der vier Zugeinheiten aus, die im Rovos-eigenen Bahnhof Capital Park in Pretoria standen. Die Brandursache ist derzeit noch unklar, Ermittlungen laufen. Betroffen war die vierte Zugeinheit, die für Sonderfahrten und private Veranstaltungen genutzt wird. Somit sind alle fahrplanmäßigen Züge nicht beeinträchtigt und verkehren wie vorgesehen.
Gewalt in den Townships, die Krise in Simbabwe und regelmäßige Stromausfälle im am besten entwickelten Industrieland des Kontinents: Südafrika hat derzeit mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Richard White, Manager eines der wichtigsten Partnerunternehmen von Outback Africa Erlebnisreisen, schilderte uns diese Woche seine Eindrücke aus der Perspektive eines Südafrikaners:
,,Die Situation hier in Südafrika ist nicht die beste. Ich bin sicher, es gibt eine Menge negativer Schlagzeilen in Übersee wegen der Ereignisse in den Townships und der Probleme unserer Stromversorgung. Es waren nicht gerade die leichtesten ersten Monate eines Jahres für Südafrika. Eine Menge Leute hier haben das alles satt und es sieht so aus, als ob viele wieder darüber nachdenken, auszuwandern. Präsident Mbeki tut nichts, um die Dinge zu verbessern. Seine Einstellung zu den Problemen in Simbabwe zeigt, daß er eine schwache Führungsfigur ist. Wenn die südafrikanische Regierung es zuläßt, daß Menschenrechte in einem unserer Nachbarländer so sehr verletzt werden, was könnte sie dann tun, wenn es in Südafrika passieren würde?
Ich glaube, eines der wichtigsten Probleme für die aktuelle Situation in den Townships sind die ins Unermeßliche wachsenden Lebenshaltungskosten. Alles wird teurer, nur die Löhne steigen nicht. Offensichtlich sind die ärmsten Menschen davon am härtesten betroffen. Und der tägliche Kampf ums Überlegen in den Townships führte zu dieser aufreibenden Situation. Eine schlimme Sache, ich hoffe, sie wird so bald wie möglich gelöst. Allerdings hat die Gewalt in den Townships unser Alltagsleben in Johannesburg bislang nicht beeinflußt. Ich sehe das gleiche wie Ihr: Berichte in den Zeitungen und im Fernsehen. Menschen, die nicht in den Townships leben, sind der Gewalt auch nicht ausgesetzt. Ich weiß nicht, ob Ihr davon wißt, aber die südafrikanische Armee wurde inzwischen angefordert, um der Polizei dabei zu helfen, die Lage zu beruhigen. Ich hoffe, das wird einen Unterschied machen.
Auf jeden Fall halten wir Euch auf dem Laufenden. Grüße, Richard”
Nachtrag vom 23.05.2008 “Hier ist eine Nachricht von SATSA, die unsere Ansicht über die Situation, die sich in den südafrikanischen Townships entwickelt hat, sehr gut zusammenfaßt. Ich möchte nochmals klarstellen, daß von den Gewaltausbrüchen keine anderen Gebiete als die Townships selbst berührt sind. Somit sind die von uns durchgeführten Touren in Südafrika nicht betroffen. Viele Grüße, Richard”
Gewaltsame Ausschreitungen gegen afrikanische Ausländer in den südafrikanischen Townships geben derzeit Anlaß zu großer Sorge. Vor allem in den armen Vororten Johannesburgs wurden Einwanderer aus Nachbarländern wie Simbabwe massiv bedroht, verletzt und es gab sogar Todesopfer. Angesichts dieser Vorgänge rät das Auswärtige Amt in Berlin Reisenden derzeit dringend davon ab, die betroffenen Townships und die Innenstadt von Johannesburg zu besuchen.
Outback Africa Erlebnisreisen empfiehlt grundsätzlich, nicht auf eigene Faust in Townships oder in die Innenstadt Johannesburgs zu gehen, sondern für diese Gebiete immer geführte Touren zu buchen. Bei der aktuellen Lage ist auch davon abzuraten. Ansonsten sind geführte Südafrika-Reisen zu den üblichen touristischen Zielen im Moment nicht beeinträchtigt. „Derzeit raten wir nur von Township Touren ab. Die touristischen Gegenden des Landes sind sonst nicht betroffen und die Gäste können weiterhin Safaris, Strand, Wein und eine bezaubernde Landschaft genießen“, erklärt Theresa Bay-Müller, vom südafrikanischen Fremdenverkehrsamt in Deutschland.
Die übliche Vorsicht ist natürlich immer geboten. Wir stehen in ständigem Kontakt mit unseren Partnerunternehmen vor Ort und verfolgen die Entwicklung aufmerksam. Sollte es die Lage erfordern, müßten wir Reiseabläufe ändern und würden unsere Kunden entsprechend informieren. Dazu besteht allerdings im Moment noch kein Grund.
Mike Speed, Präsident von SATSA, dem Verband der privaten Tourismuswirtschaft in Südafrika, hat am Donnerstag eine Stellungnahme veröffentlicht. Darin betont er, daß die normalen touristischen Routen in Südafrika nicht von den Gewaltausbrüchen betroffen sind. Gäste seien nach wie vor herzlich willkommen und könnten mit einem sicheren Reiseverlauf und guten Qualitätsstandards rechnen. Das Original-Dokument der SATSA-Stellungnahme können Sie hier nachlesen.
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