Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen

Monats-Archive: März 2008

Vor den Präsidentschaftswahlen in Simbabwe befürchten Oppositionsparteien und Menschenrechts-Organisationen erneut eine massive Manipulationen zugunsten des Diktators Robert Mugabe. Die drei Gegenkandidaten Simba Makoni, Morgan Tsvangirai und Arthur Mutamabara legten Dokumente vor, wonach im Land 5,9 Millionen Stimmberechtigte registriert sind, aber neun Millionen Stimmzettel gedruckt wurden. Die überzähligen Stimmzettel könnten dazu genutzt werden, das Wahlergebnis zu fälschen, vermuten die Gegner des amtierenden Präsidenten.

Überraschen würde dies in Simbabwe niemanden mehr. Auch bei früheren Wahlen gab es gewaltsame Behinderungen der Opposition und viele Hinweise auf Wahlfälschungen. Dem Regime von Mugabe wurde immer wieder vorgeworfen, die demokratischen Institutionen des Landes wie die einst hoch angesehene Justiz oder die früher unabhängige Presse zu demontieren.

Das Land selbst, noch vor einem Jahrzehnt als Musterstaat im südlichen Afrika bekannt, stürzte in eine beispiellose Wirtschaftskrise, spätestens seit Mugabe die weißen Großfarmer enteignete und aus dem Land jagte. Die Inflation hat inzwischen den weltweiten Rekordwert von 100.000 Prozent überschritten.

Viele Beobachter fragen sich nun, ob es zu Gewaltausbrüchen in den Straßen von Harare und Bulawayo kommen kann, wenn sich die Menschen nach der Wahl am Samstag, 29. April 2008, betrogen fühlen. Der Auslandsbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Martin Schindehütte, sagt „Wir sind an diesem Tag in unseren Gedanken und Gebeten bei den Menschen, die in Simbabwe unter schwierigsten Umständen leben. Wir hoffen mit ihnen, dass die Wahl unblutig verlaufen wird.” An einigen Orten in Deutschland – darunter München und Heidelberg – werden am 29. März von kirchlichen Solidaritätsgruppen besondere Fürbittengottesdienste zur Wahl in Simbabwe gehalten. Für alle, die ebenfalls Gottesdienste oder Fürbitten für Simbabwe planen, findet sich auf der Homepage von Brot für die Welt eine Vorlage zum Downloaden.

18.02.2008: Heute Morgen brechen wir früh auf. Es geht in den Ngorongoro-Krater hinein. Nach etwa 1,5 Stunden kommen wir schließlich an. Die Einfahrt ist steil. Auto für Auto taucht in diese Welt ein. Man darf nur nicht erwarten, dass man im Krater allein ist! Außer den Fahrzeugen findet man hier allerhand Getier.

Besonders beeindruckend ist ein See, in dem sich Tausende von Flamingos tummeln. Wir finden auch ein Geparden-Weibchen mit drei Jungen.

Dann treffen wir wieder auf die Herden. Noch nie sind wir so nah heran gekommen. Auch im Krater gibt es einen Picknick-Platz. Man nimmt sein Essen aber lieber im Auto ein. Große Adler kreisen über dem Platz und versuchen die Picknick-Boxen zu stehlen.

Nur vier Stunden Zeit bleiben uns im Krater, dann müssen wir schon wieder nach oben. Die Ausfahrt scheint mir noch steiler zu sein als die Einfahrt.

Pirschfahrt in der Serengeti
Stau im Nationalpark. Immer mehr Besucher wollen die Naturschönheiten im Norden Tansanias erleben. Wer dem Massenansturm aus dem Weg gehen will, sollte überlegen, vielleicht nach Südtansania oder gleich nach Botswana zu reisen. © Foto: Ulrike Pârvu

Dann fahren wir weiter in Richtung Tarangire. Nach etwa zwei Stunden halten wir kurz. Die anderen gehen auf einen Markt, um sich mit Souvenirs einzudecken. Ich fahre schnell mit Debbie zu einem Campingplatz, der auf der Variante 1 dieser Reise genutzt wird.

Gegen 17:00 Uhr erreichen wir endlich das Tarangire River Camp. Eine sehr schöne Anlage. Die Umgebung ist sehr ursprünglich und erinnert mich an Botswana.

Unter unseren zelt halten zwei Massai die ganze Nacht Wache. Sie erzählen, dass hier oft wilde Tiere vorbei schauen.

Abends sitzen wir gemütlich am Lagerfeuer, das auf einer Holzplattform (!) brennt, zusammen.

19.02.2008: Tarangire Nationalpark – der letzte auf dieser Reise. Die Landschaft sieht gänzlich anders aus, als in der Serengeti. Überall findet man Buschland, Baobabs richten sich auf und überschauen mächtig das ganze Land. Leider können wir nicht viele Tiere entdecken.

Nach dem Mittagessen entscheiden wir uns daher, zurück zur Meru View Lodge zu fahren. Nach etwa zwei Stunden Fahrt sind wir in Arusha. Dort halten wir kurz an einem Shoprite-Supermarkt. Endlich kommen wir gegen 16:00 Uhr an der Lodge an.

Nach den anstrengenden Safari-Tagen sind alle froh, duschen zu können und nicht gleich wieder staubig zu sein. Debbie hat für uns Kochbananen bestellt. Wir sind alle gespannt auf das Essen, das uns ausgezeichnet schmeckt.

Schließlich lassen wir den Abend bei einem Gläschen Wein ausklingen.

20.02.2008: Heute fliegen wir nach Sansibar. Ich habe die letzte Nacht schlecht geschlafen, daher geht es mir heute nicht sonderlich gut. Aber da muss ich wohl durch. Wir starten gegen 10:00 Uhr. Unsere Abflugzeit hat sich um 45 Minuten nach hinten verschoben. Debbie ist schon heute Morgen um 8:00 Uhr geflogen.

Alle Teile des Reiseberichtes in der Übersicht:

 

(Fortsetzung folgt)

Für weitere Informationen, Daten und Preise der Reise “Von der Serengeti nach Sansibar” – hier klicken.

15.02.2008: Gegen 8:00 Uhr Abfahrt in Richtung Serengeti. Auf dem Weg dahin halten wir an einem Aussichtspunkt am Ngorongoro-Krater – beeindruckend!

Kurz bevor wir in die Weite der Serengeti eintauchen, treffen wir auf die ersten Herden. Tausende von Gnus säumen unseren Weg. Auch ein paar Zebras haben sich darunter gemischt. Unser Fahrer sagt, das wäre nur die Vorhut und verspricht uns Herden, in denen sich Millionen von Tieren sammeln.

Zebras und Gnus in der Serengeti
Das frische Grün zieht in den ersten Wochen des Jahres Abertausende Gnus und Zebras in den Süden der Serengeti. © Foto: Ulrike Pârvu

Auch die Olduvai-Schlucht liegt auf unserem Weg. Die Natur scheint der beste Baumeister der Welt zu sein. Hier finden sich auch die ersten Spuren der frühen Menschen. Man merkt allerdings schon, dass hier recht viele Touristen unterwegs sind.

Wir durchqueren langsam den Nationalpark. Die Weite lässt uns immer wieder staunen. Am anderen Ende verlassen wir die Serengeti. Unser Quartier liegt nur wenige Minuten hinter der Parkgrenze. Einen Zaun gibt es nicht.

Leider kommen wir fast im Dunkeln an. So bleibt keine Zeit zum Fotografieren. Brud und Debbie machen noch eine Nachtpirschfahrt.

16.02.08:
Heute wollen wir ausgiebig die Savanne erkunden. Die großen Katzen, für die dieser Park auch bekannt ist, haben sich offensichtliche alle versteckt. Ich bin erstaunt, wie grün hier alles ist. Trotzdem warten die Menschen hier sehnlichst auf Regen.

Leider nimmt uns das hohe Gras die Sicht auf die Tiere. Der Vormittag verläuft nicht gerade zufrieden stellend. Schakale, Wasserböcke und Dik-Diks sind nicht eben das, was wir uns alle gewünscht haben.

Plötzlich treffen wir auf etwa zehn Autos. Die Insassen starren wie gebannt nach rechts. Schnell macht das Gerücht, man habe einen Leoparden entdeckt, die Runde. So sehr wie uns auch anstrengen – es ist trotz Fernglas und erfahrenem Guide nichts zu erkennen. Trotzdem halten wir uns fast eine halbe Stunde an der Stelle auf. Ich finde es schon ein bisschen albern, aber ich habe halt auch schon mehrere Leoparden ganz aus der Nähe gesehen. Am Ende haben sich bestimmt bis zu 30 Autos versammelt und wir haben Mühe, aus dem Pulk wieder heraus zu kommen.

Gegen 14:30 Uhr kommen wir endlich an einem Picknickplatz an. Wie jeden Tag gibt es ein Mittagessen aus der Lunchbox. Das schmeckt und ist noch dazu praktisch. Nach dem Essen fahren wir zu einen Hippo-Pool. Erstaunlich, wie riesig diese Tiere doch sind…

Wir kommen ein bisschen früher zum Camp zurück. Leider reicht die Zeit doch nicht, um die angebotene Fußpirsch zu machen. Außerdem türmen ich bedrohliche Wolkenberge am Himmel auf. Am Abend prasselt schließlich ein heftiges Unwetter mit Starkregen und Gewitter auf uns nieder.

Im Ikoma Serengeti Bushcamp gibt es leider noch keine Moskitonetze. So haben nach dem Regen einige mit Mücken zu kämpfen. Am nächsten Morgen spricht Debbie mit dem Manager. Der bittet uns um 2 Wochen Geduld und möchte bis dahin die Zelte nachrüsten. Eines ist schon komplett. Das habe ich auch fotografiert.

17.02.08
Wir gehen den heutigen Tag gelassen an und starten erst gegen 08:30 Uhr. Debbie schlägt vor, dass wir an einen See fahren, um dort nochmals auf drei große Herden zu treffen. Das war tatsächlich eine gute Idee. Es ist so beeindruckend, wenn man stundenlang nur an grasenden Herdentieren vorbeifährt: Gnus, Zebras und Gazellen.

Zwischen all diesen Tieren verzehren wir wieder unsere Lunchbox – diesmal im Auto, denn aussteigen darf man hier natürlich nicht. Nach etwa zwei Stunden fahren wir gegen 15:00 Uhr aus der Serengeti heraus. Der spektakuläre Löwenriß ist uns leider verwehrt geblieben. Wahrscheinlich muss man dafür gegen Ende der Trockenzeit im September hierher fahren.

Nun geht es zurück durch das Kraterhochland des Ngorongoro Richtung Karahi. Die Landschaft wird immer steiler. In die Hänge eingebettet liegen Massai-Dörfer – ganz traditionell. Uns begegnen auch immer wieder einige dieser stolzen Krieger. Fotografieren, ohne vorher zu fragen, sollte man möglichst bleiben lassen. Debbie sagt uns, dass die Massai Touristen schon mit Steinen beworfen haben, die ungefragt ein Foto geschossen haben.

Gegen 17:30 Uhr Ankunft an der Octagon Lodge. Die ist recht hübsch und hat einen schön angelegten Garten.

Die anderen checken ein. Ich fahre mit Debbie noch zur Kudu Lodge, die als Ersatz für die Octagon Lodge im Gespräch ist. Die Kudu Lodge liegt nur wenige hundert Meter entfernt. Die Anlage ist recht neu und großzügig gestaltet. Untergebracht ist man dort auch in Bungalows. Wenn ich mich recht erinnere, hat hier jeder Bungalow einen eigenen Kamin.

Wir schauen uns verschiedenen Haustypen an und besichtigen am Ende noch den dazugehörigen Zeltlatz. Den nutzt unser Partnerveranstalter auch jetzt schon für die Campingsafaris. Danach fahren wir zum Highview Hotel. Das ist in der Dach-Bett-Dusche-Variante enthalten. Die Anlage ist sehr sauber und gepflegt, auch die Zimmer sind ganz hübsch. Der Baustil ist etwas schlicht, dafür ist die Aussicht nicht mit Geld zu bezahlen.

Völlig erschöpft treffen wir eine halbe Stunde vor dem Abendessen an der Octagon Lodge ein.

Alle Teile des Reiseberichtes in der Übersicht:

 

Für weitere Informationen, Daten und Preise der Reise “Von der Serengeti nach Sansibar” – hier klicken.

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