Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen

Am nächsten Morgen müssen wir das kleine Paradies leider schon wieder verlassen. Mit dem Boot und zu Fuß geht es zurück zum Flugplatz. Die Maschine nach Tana hat heute eine knappe Stunde Verspätung. In der Hauptstadt werden wir von Saholy erwartet, einer Mitarbeiterin unserer madagassischen Partneragentur. Sie nimmt sich ein paar Stunden Zeit und zeigt uns auf einer Stadtrundfahrt die wichtigsten Gebäude der Hauptstadt. Auffällig sind die vielen Jacaranda-Bäume, die jetzt im Oktober wunderschön lila blühen. Wir besuchen die Krokodilfarm, auf der auch viele große Chamäleons leben und in deren Restaurant man Krokodil bestellen kann, und schließlich den großen Handwerkermarkt, an dem wir letzte Souvenirs erstehen. In dem bekannten Hotel in Flughafennähe verbringen wir die letzten Stunden bis zum spätabendlichen Abflug und bestellen noch ein leckeres Abendessen, bevor wir zum Abflugschalter gebracht werden. Die Maschine startet pünktlich.

Antananarivo (Madagaskar)
Im Oktober blühen in Tana die Jakarandabäume. © Foto: mp

Am nächsten Morgen hat uns Europa wieder und begrüßt uns mit bedecktem Himmel und Nieselregen. Die schönen palmengesäumten Strände, das türkisblaue Meer und die freundlich lächelnden Menschen noch vor Augen fällt mir die Rückkehr schwer. Aber da ist auch die Sehnsucht nach unserer Tochter, an die ich viel gedacht habe. Es war stets beruhigend, sie in guten Händen zu wissen, und ich bin dankbar für die wunderbaren zwei Wochen nur mit Marco. Eine Reise in dieser Form werden wir wohl so bald nicht wieder machen können. Es war entspannt, oft erholsam, und schöner als erwartet. Madagaskar ist so vielfältig und faszinierend, und der Tourismus steckt auf sympathische Weise noch in den Kinderschuhen. Man kann sicher und zuverlässig reisen, jeder ist bemüht, es einem schön zu machen. Wo sonst wird man morgens im Restaurant gefragt, ob man gut geschlafen hat, und dann mit warmem selbstgebackenem Baguette, Corossol-Saft, frisch gebackenen Reisplinsen und gutem Kaffee mit süßem dicken Milchkonzentrat verwöhnt?
Die vielen Kinder, mal ängstlich, mal neugierig, mal ganz selbstbewußt und strahlend, habe ich diesmal mit anderen Augen gesehen. Es sind hübsche Menschen mit vielen verschiedenen Einflüssen – afrikanisch, indisch, indonesisch, die Hautfarbe von hellbraun bis tiefschwarz, die Haare von glatt bis kraus, und fast alle Mädchen haben den Kopf voller kleiner Zöpfe. Süß war auch der kleine Junge in Tana, der mir ein 20-Cent-Stück hochreckte und unablässig “Cinq cent Ariary” (fünfhundert Ariary) sagte. Als ich darauf einging, seine Münze nahm und ihm einen 500-Ariary-Schein reichte, schaute er ihn so ungläubig an, als ob er noch nie im Leben soviel Geld besessen hätte. Kaum noch zu überbieten ist sicherlich das Lächeln der Rezeptionistin des Baboo Village. Allein dieses Strahlens wegen sucht man gern nach Gründen, in ihr Büro zu gehen. Ach, es war einfach schön, eine interessante und entspannte Reise, und wir hoffen, daß sich unsere Kunden genauso in das Land und seine Menschen verlieben wie wir.

Baboo Village, Ile aux Nattes (Madagaskar)
Hier hätten wir es gern noch ein bißchen länger ausgehalten: Bungalow im Baboo Village auf der Ile aux Nattes. © Foto: mp

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Aus unserer Erkundungsreise haben wir inzwischen eine für jedermann buchbare Naturrundreise durch Madagaskar geschneidert.

2 Antworten auf Reisebericht Madagaskar (8): Antananarivo und zurück

  • Cornelia Choi sagt:

    Liebe Svenja Penzel:
    Danke für diesen wunderschönen Reisebericht. Schon lange steht Madagaskar auf meiner “Reiseliste” und ich freue mich, dass Outback nun auch dieses Ziel anbietet. Gestern war der neue Katalag in der Post: am liebsten würde ich sofort nach Madagaskar aufbrechen. Ich plane diese tolle Reise in 2008 mitzumachen. Bin jetzt schon sehr gespannt und neugierig. Wäre Oktober ein guter Reisemonat?
    Nochmals vielen Dank und liebe Grüße aus Berlin,
    Cornelia Choi

  • Svenja Penzel sagt:

    Liebe Frau Choi,
    danke für Ihren netten Kommentar! Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie im kommenden Jahr mit uns nach Madagaskar reisen. Wir selbst waren ja im Oktober unterwegs und fanden das recht angenehm als Reisezeit, wobei man zwei Dinge beachten muß: im Westen, also in der Gegend von Morondava, ist es dann schon sehr heiß (trocken-heiß, bis über 40°C), und auf Sainte Marie ist die Walsaison dann bereits vorbei. Die hohen Temperaturen haben uns aber keine Probleme bereitet. Ich bin ohnehin jemand, der lieber in die Wärme fährt als in die Kälte. Herzliche Grüße und bis (hoffentlich) bald wieder, Svenja

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