Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen
Outback Africa Erlebnisreisen ist im Moment telefonisch nur eingeschränkt erreichbar. Grund ist ein Ausfall unserer DSL-Verbindung seit 25.06.2007. Bislang war die Deutsche Telekom leider nicht in der Lage, sich um den Schaden zu kümmern. Wir haken täglich mehrfach nach, doch Zusagen werden immer wieder nicht eingehalten. Derzeit mailen und telefonieren wir über ein Provisorium und bitten um Ihr Verständnis, wenn wir auf E-Mails nicht in der gewohnten Geschwindigkeit reagieren können. Wenn Sie uns anrufen wollen und ein Besetztzeichen hören, dann versuchen Sie es bitte nach einigen Augenblicken noch einmal. Wir versichern, daß wir alles unternehmen, um so schnell wie möglich wieder wie gewohnt erreichbar zu sein. Leider sind wir dazu auf einen großen Kommunikationskonzern angewiesen, mit dem die Verständigung nicht immer leicht ist.
Kann man noch nach Simbabwe reisen? Ja, man kann, jedenfalls in Victoria Falls funktioniert für den Besucher nach wie vor alles wie am Schnürchen. Ich hab’s gerade ausprobiert, war im Mai für eine Stippvisite an den übervollen Victoria-Fällen. Das ausgesprochen ordentlich geführte Amadeus Garden Gästehaus bietet ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Doch auch die anderen Hotels waren recht gut besucht, von einer Geisterstadt kann in Victoria Falls keine Rede sein.
Auf den zweiten Blick erkennt man aber doch, daß sich das Land in großen Schwierigkeiten befindet. Nicht wenige schwarze Simbabwer lassen im persönlichen Gespräch keinen Zweifel an ihrem Unmut über das Regime des Despoten Mugabe. Unterstützt man als Tourist, der Devisen ins Land bringt, nur das Regime oder eben auch die einfachen Angestellten der Tourismuswirtschaft, die jeden zusätzlichen Dollar dringend brauchen? Wahrscheinlich trifft beides zu und letztlich muß jeder für sich entscheiden, welche Konsequenzen er aus diesem Dilemma zieht.
Für diejenigen, die sich für eine Reise nach Simbabwe – dem Land mit der höchsten Inflationsrate der Welt – entscheiden, gibt es ein paar wichtige Hinweise in Sachen Finanzen:
Man sollte gar nicht erst in die lokale Währung, den Zimbabwe-Dollar, tauschen. Denn bei der Bank bekommt man den offiziellen Wechselkurs, der in keinem Verhältnis zum wahren Wert der Güter in Simbabwe steht – man bezahlt damit alles viel zu teuer. Der Schwarzmarktkurs von US-Dollar zu Simbabwe-Dollar liegt derzeit etwa beim Sechzehnfachen des Bankkurses.
Und noch ein wichtiger Hinweis: Die Banken zahlen für Reiseschecks, die in US-Dollar ausgestellt sind, keine US-Dollar in bar aus, sondern nur die Landeswährung! Zudem muß immer der Originalbeleg für den kauf des Reiseschecks bei der Heimatbank vorgelegt werden. Auch werden Reiseschecks als direktes Zahlungsmittel von kaum einem Restaurant oder lokalen Veranstalter akzeptiert. Diese Zahlungsform ist also nicht gerade praktisch.
Mastercard, Diners und American Express werden mittlerweile in Simbabwe nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptiert. Die einzige Kreditkarte, die manchmal noch angenommen wird, ist Visa. Dennoch gilt auch hier: bei Kreditkartenzahlung wird der offizielle Bank-Umtauschkurs angesetzt. Ihre Karte wird in Simbabwe Dollar belastet, und bei der Abbuchung auf Ihrem Kontoauszug können Sie eine böse Überraschung erleben, da Sie die Leistung deutlich teurer bezahlen.
Wie kann man nun einen streßfreien Urlaub in Simbabwe genießen? Buchen und zahlen Sie so viel wie möglich schon vor Abreise (Hotels, Transfers und Exkursionen). Für weitere Aktivitäten, die Sie vor Ort buchen möchten, sowie Mahlzeiten und Getränke nehmen Sie US-Dollar in bar mit. Es ist das einfachste, überall akzeptierte Zahlungsmittel, das für Transparenz und sichere Kalkulation sorgt. Doch achten Sie darauf, daß es sich um neuere Dollar-Scheine handelt (nach 2000 gedruckt, das Datum steht auf dem Schein), und daß Sie eher kleine Scheine nehmen sollten. Große Scheine wie 100-Dollar-Noten werden nämlich häufig nicht akzeptiert, da so viele Fälschungen im Umlauf sind. Also bestellen Sie rechtzeitig bei Ihrer Bank genug 50-er, 20-er und ausreichend kleinere Scheine.
Restaurantrechnungen und Ausflüge können zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis direkt in US-Dollar bezahlt werden.
“Wir würden unsere Afrika-Reise gern mit Kreditkarte bezahlen.” Darauf müssen wir antworten: “Das geht bei uns leider nicht.” Der Kunde entgegnet: “Aber mit meiner Goldcard hätte ich die Reiserücktrittskostenversicherung inklusive. Warum kann ich nicht damit bezahlen?” “Weil wir nicht über die technischen Voraussetzungen für die Annahme einer Kreditkartenzahlung verfügen. Alle unsere Kunden bezahlen per Banküberweisung.”
Diese Auskunft kann Enttäuschung auslösen. Wir erinnern uns sogar an einen Fall, als eine Kundin eine fest gebuchte Reise wieder stornierte, weil Sie aus Prinzip mit Kreditkarte zahlen wollte. Ist unsere Weigerung also ein Akt der Kundenunfreundlichkeit? Wir glauben nein, denn es gibt gute Gründe für unsere bisherige Praxis.
Der wichtigste ist: Die Anbieter der Zahlungssysteme verlangen von einem Verkäufer, der Zahlungen per Kreditkarte annehmen möchte – in diesem Fall also von uns als Reiseveranstalter – enorme Gebühren. Diese können mehrere Prozent des Reisepreises ausmachen. Da wir nicht karitativ arbeiten, sondern Gewinn erzielen müssen um zu überleben, können wir diese Extrakosten nicht einfach schlucken. Wir müssten sie von vornherein in die Reisepreise einkalkulieren. Wenn aber nur vielleicht jeder 15. Kunde per Kreditkarte zahlen würde, dann hätten am Ende alle 14 Kunden, die ihre Rechnung per Überweisung begleichen, die Zahlungsgebühren für den einen Goldkartenbesitzer mit übernommen. Das lehnen wir bislang ab. Wir wollen lieber einen fair kalkulierten Preis anbieten, der für alle Safari-Interessenten so günstig wie möglich ist. Und überhaupt, wenn die Kreditkartenfirmen ihre Kundschaft mit Zusatzleistungen wie Versicherungen ködern wollen, warum sollen wir oder unsere Kunden dafür mit hohen Gebühren blechen? Nein, keine Lust!
Auf der anderen Seite reißen die Fragen nach Kreditkartenzahlung nicht ab. Vielleicht ist Prinzipientreue ja ehrenwert, aber geschäftlich gesehen nicht der Weisheit letzter Schluß? Es gäbe noch die Variante, Kreditkartenzahlungen grundsätzlich zu ermöglichen, die Kosten dafür aber zumindest teilweise über einen Zuschlag wieder einzutreiben, den nur der Kartenzahler löhnen müßte. Wir gehen von einem Obulus von etwa 2 Prozent aus, den wir in diesem Fall auf die Rechnung aufschlagen würden. Das sind bei einer 3000 Euro teuren Reise immerhin 60 Euro. Klingt viel, wenn die einzeln abgeschlossene Rücktrittskostenversicherung aber angenommen 90 Euro kostet, hätte der Kartenkunde unterm Strich immer noch gespart. Natürlich sollte er dann auch noch genau darauf achten, dass die in der Karte inkludierte Versicherung ähnliche Leistungen bietet als eine von uns normalerweise empfohlene Police.
Immerhin, wir sollten vielleicht mal darüber nachdenken. In Südafrika zum Beispiel sind Rechnungs-Zuschläge bei Kreditkartenzahlungen durchaus üblich. Warum nicht bei uns? Über Meinungen und Ideen der Leser dieses Beitrags würden wir uns freuen – einfach den Comment-Link unten klicken und raus mit der Sprache!
Neueste Kommentare