Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen
Namen sind Verheißungen. Kuzikus klang gut, gerade so recht nach Abschluss einer dreiwöchigen Wanderreise durch Namibia, nach allerlei Anstrengungen und kleinen Strapazen. Verdiente Erholung sozusagen.
Sagen wir´s gleich: Unsere Erwartungen wurden übertroffen. Kuzikus heißt zwar nur ganz prosaisch Weißdorn, aber es erfüllt trotzdem alle geträumten Hoffnungen. Auf der Fahrt von Windhoek waren wir mehr und mehr in die Kalahari gelangt. Das Gras wurde trockner, die Bäume seltener, die Hitze stärker. Wir stellten uns schon auf eine entbehrungsreiche Restwoche ein. Und da tauchte plötzlich die Farm auf! Ein idyllischer Platz, umstanden von weithin sichtbaren, gewissermaßen winkenden Eukalypten, schattig, mit einladenden Gebäuden, vor denen sich teilweise mittelmeerisch anmutende Arkaden erstrecken, statt mit griechischen Kapitellen freilich mit schönen einheimischen Schnitzereien geziert und mit Antilopengehörnen bestückt. Eine Palmenallee, ein kleiner Pool mit erfrischend kühlem Wasser, Sonnen- und Schattenplätze für die faule und erholsame Zeit. Die Räume sind einladend, wohnlich eingerichtet, mit Moskitonetz am Bett. Und an den Wänden spannen sich Leoparden- oder Zebrafelle. Ungewohnter Luxus mitten in Afrika! Aber wir hatten es uns ja auch verdient, meinten wir.
| Und als dann die erste Mahlzeit aufgetischt wurde, waren wir endgültig überzeugt, in einer Zweigstelle des Paradieses angelangt zu sein. Petrus aus Ovamboland (deutsch sprechend!) bereitete täglich köstliche Speisen, sein Sohn Johannes trug auf, noch entzückend unbeholfen und sich vermutlich wundernd, warum für diese Gäste so seltsam Teller und Besteck angeordnet werden mussten. Emily vervollständigte die Gruppe der dienstbaren Geister, stets freundlich und um unser Wohl bemüht. Abends speisten (aßen wäre viel zu prosaisch!) wir im „Salon“, umgebe überzeugt, in einer Zweigstelle des Paradieses angelangt zu sein. Petrus aus Ovamboland (deutsch sprechend!) beren von den Trophäen einer vergangenen Zeit, als Doc Fritz noch Großwildjäger war und Löwenfelle, Stoßzähne von Elefanten und ausgestopfte Leoparden heim brachte. | ![]() |
Heute geht es friedlicher auf Kuzikus zu. Es ist eine Farm für Wildtiere, die man auf Pirschfahrten wunderbar beobachten kann. Es ist groß genug (110 qkm), dass man sich nicht wie in einem Zoo fühlen muss, sondern eher wie in einem kleinen Nationalpark für Giraffen, Oryx, Springböcke, Kuhantilopen, Elands, Kudus, Gnus, Blessböcke, Zebras. Und natürlich die Hauptattraktion; Spitzmaulnashörner. Sie werden seit einigen Jahren im Rahmen eines großen Naturschutzprogramms hier und auf einigen Farmen gehalten. Sie vermehren sich gut, fühlen sich wohl und sind auf dieser abgelegenen Farm offenbar auch sicher vor Wilderern. Natürlich muss man sie suchen, aber die Buschleute Koes und Wieners mit ihren scharfen Augen finden sie meist bei den Pirschfahrten. Und wenn der Wind gut steht, darf man sich den Kolossen auch vorsichtig zu Fuß nähern, jederzeit bereit bei einer Attacke die Flucht zu ergreifen.
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Natürlich entdeckt man auch sonst einiges, was nicht täglich über den Weg läuft. Die Kobra reckt ihren Kopf aus dem trockenen Gras, der Wüstenwaran sucht die Wasserstelle genauso auf wie die Kalaharischildkröte. All die Vögel, die die Kalahari bevölkern, kann man bei ausreichender Aufmerksamkeit erblicken oder wenigstens hören. Erdhörnchen und Surikaten tummeln sich. Und das Schöne ist, dass man auch einmal allein zu Fuß ins Gelände hinaus darf, wozu natürlich Vorsicht, Aufmerksamkeit und ein bisschen Orientierungssinn nötig sind. |
Ein Höhepunkt waren natürlich die Wildniskurse, die uns mit Dieter hinaus ins Gelände führten. Wir lernten, uns richtig zu tarnen, anzuschleichen, vorsichtig zu bewegen, erfuhren tausend kleine Dinge über einzelne Tierarten, ihr Verhalten, ihre Markierungen, ihre Spuren. Und Dieter und Khos ließen uns auch einmal Spuren lesen und verfolgen, was uns größte Bewunderung für Blick und Spürsinn der Buschleute abnötigte. Wir lernten tatsächlich wieder richtig zu sehen, zu hören, Natur und ihre Lebewesen zu beobachten. Wie vieles haben wir schon eingebüßt!
Unvergesslich die Sonnenuntergänge! Es war Regenzeit, was natürlich nur hieß, Regen war möglich, Regen war sogar heiß ersehnt. Am Nachmittag bildeten sich oft riesige Wolken, die den Farmer hoffen ließen und dem Fotografen das Bild verschönerten. Und ab und zu regnete es ja auch, ein paar Tropfen oder weit in der Ferne. Aber immer standen abends, wenn die Sonne sich senkte, die Wolken in glühendem Rot und Orange. Die Welt leuchtete, das Licht verwandelte sich fast in Sekundenschnelle in die überraschendsten Farbtöne. Und wenn man Glück hatte, ragte der Hals einer Giraffe empor und wir wussten, so würde es nie wieder sein. Wir waren im Paradies.
Hiltrud, Alina und Dieter kümmerten sich hervorragend um uns, erzählten auch viel von ihren Erfahrungen und Erlebnissen, über das Farmleben, seine Schönheiten und Reize, aber auch seine Schwierigkeiten, die zum Beispiel bei Bränden bis zur Existenzbedrohung reichen können. Wir gewannen einen guten Eindruck vom schönen, oft aber auch anstrengenden Leben hier. Unsere Afrikasehnsucht wächst. Ob wir eines Tages wiederkommen?
Peter und Doro Adler, März 2007
Preise und weitere Informationen zu Kuzikus Logde und Wildreservat finden Sie hier.
Die extrem hohen Wasserstände der Flüsse Sambesi und Chobe in der Caprivi-Region (hier grenzen die fünf Länder Angola, Sambia, Simbabwe, Botswana und Namibia aneinander) gehen langsam wieder zurück.
Der Zufluß zum Okavango-Delta im Norden Botswanas hat inzwischen offenbar auch seinen Höhepunkt erreicht. Die Wassermengen, die ins Delta fließen, sind in diesem Jahr so hoch wie selten zuvor. Seine größte Ausdehnung erreicht das Delta erst Monate nach der Regenzeit, im Juli/August. In diesem Jahr wird sogar damit gerechnet, daß der Unterlauf des Boteti Wasser aus dem Delta erhält. Normalerweise ist der Boteti ein ausgetrocknetes Flußbett. Am Meno a Kewna Tented Camp, das direkt am Boteti in der Nähe des Nxai Pan und Makgadikgadi Nationalsparks liegt, führte der Fluß seit 1995 kein Wasser mehr.
So oder so – große Wassermengen im Delta lassen eine spannende Safari-Saison erwarten. Das Wasser sorgt für das Wachstum der Gräser, Sträucher und Bäume, sie bieten Nahrung für Antilopen und viele andere Pflanzenfresser. Von deren Beständen wiederum hängt die Anzahl der Raubtiere ab …

Die Linien zeigen die Wassermengen (Kubikmeter pro Sekunde), gemessen in Mohembo, wo der Okavango die Grenze von Namibia nach Botswana überschreitet. Das meiste Wasser erhält der Fluß aus Regenfällen im Hochland von Angola, die größte Ausdehnung hat das Delta durch die geringe Fließgeschwindigkeit erst mit einiger Zeitverzögerung.
Ethiopian Airlines hat als siebte afrikanische Fluggesellschaft das Sicherheitszertifikat IATA Operational Safety Audit (IOSA) erhalten. Das berichtet die äthiopische Fluggesellschaft in einer Pressemitteilung. Der Vorstandsvorsitzende Girma Wake freut sich über die Bescheinigung und erklärte, daß die Airline damit einen weiteren Schritt zum Ausbau zusätzlicher Codeshare-Vereinbarungen getan hat. „Damit wird die Airline in der Zukunft stärker in die globalen Allianzen eingebunden werden“. Insider rechnen damit, daß Ethiopian Airlines mittelfristig zum Kooperationspartner der Deutschen Lufthansa im Luftfahrtbündnis Star Alliance werden könnte. Die Äthiopier wären nach South African Airways das zweite afrikanische Mitglied in der Star Alliance.
Der IOSA-Sicherheits-Prozess deckt die Bereiche Firmenorganisation und Management, Flugbetrieb, Flugeinsatzzentrale und Flugplanung, Flugzeugabfertigung, Bodenabfertigung, die Flugzeugwartung, die sicherheitsrelevanten Abläufe in der Kabine, die Frachtabfertigung und die Sicherheit des gesamten Flugbetriebes ab.
Ethiopian Airlines übernimmt nach eigenen Angaben als offiziell zertifizierte „Boeing Repair Station“ am Heimatflughafem „Bole“ in Addis Abeba die Wartung und Instandhaltung für mehr als 50 Fluggesellschaften. Die Fluggesellschaft bietet mit 29 internationalen Destinationen in Afrika und mehr als 20 Flugzielen in Äthiopien eines der größten Netzwerke des Kontinents an. Für Afrika-Reisende aus Deutschland sind besonders die günstigen Etiopian-Verbindungen nach Tansania (Kilimanjaro und Dar es Salaam) sowie Malawi interessant. Im kommenden Jahr will Ethiopian als eine der ersten Airlines weltweit und als erste Fluggesellschaft in Afrika die neue Boeing 787 Dreamliner einsetzen.


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