Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen

Tages-Archive: 16. März 2007

Nachdem sämtliches Gepäck samt Camp- und Kochausrüstung verladen ist, erreichen wir nach etwa einer Stunde Fahrt kurz nach 9 Uhr den Mt. Longonot Nationalpark. Der Aufstieg bis zum Kraterrand dauert etwa anderthalb Stunden und teilt sich in zwei steilere und zwei flachere Abschnitte auf. Oben hat man einen schönen Blick in den Krater, der mit Bäumen und Buschwerk bewachsen ist und von steilen Felswänden umrahmt wird. Auch der Lake Naivasha ist von hier oben gut zu sehen. Gut zu erkennen ist auch die in Bau befindliche Fernverkehrsstraße, und zwar an den riesigen Staubwolken, die die unzähligen Lkw hinter sich herziehen. Sie müssen eine staubige und durch riesige Schlaglöcher sehr abenteuerliche Behelfsstraße befahren, während daneben von EU-Geldern eine neue Straße Richtung Westkenia und Uganda gebaut wird. Das Fahren und Schütteln zwischen den großen vollbeladenen Lastern, oft ganz ohne Sicht, ist in mehrfacher Hinsicht atemberaubend. Nicht nur wegen des allgegenwärtigen Staubes. Manchmal kommen uns auf einer normalen Straßenbreite drei Autos nebeneinander entgegen: Zwei Lkw beim Überholen und ein Matatu (Kleinbus), der die beiden Lkw überholt. Die ganze Szene zeichnet sich nur schemenhaft in einer Staubwolke ab, während das eigene Fahrzeug durch die Schlaglöcher donnert. Erstaunlich, wie unser Fahrer hier die Nerven behält. Kein Wunder, daß deutsche Reiseveranstalter keine Selbstfahrer-Touren in Ostafrika verkaufen wollen.

Ein schöner Kontrast zu dem staubigen Streß auf der Straße ist unser Gasthaus am Lake Naivasha: Einfach, sauber, gemeinsames Bad, Zimmer mit richtigen Betten. Unser Koch darf die Küche benutzen. Es sind keine anderen Gäste hier, nur Zebras und Wasserböcke auf der Wiese vor der Veranda. Als wir ans Seeufer zu den Tausenden Flamingos kommen, ist gerade eine große Wolke vor der Sonne. Ich hoffe, die Bilder sind trotzdem verwendbar. Wir sehen noch Nashörner (eins ganz nach im guten Abendlicht), Büffel und – gemeinsam mit den Insassen von 15 über Funk zusammengetrommelten Safari-Wagen – einen Leoparden. Das sind immerhin 3 der Big 5, also keine schlechte Ausbeute für die erste richtige Pirschfahrt.
Nur eine Tasse Kaffee, dann brechen wir am nächsten Morgen schon vor Sonnenaufgang zur Pirschfahrt auf. Am Schluss halten wir auf meinen Wunsch nochmals bei den Flamingos an und ich packe das Stativ nochmals aus – diesmal im Sonnenlicht.

Flamingo-Beobachtung am Lake Nakuru
Bei den Flamingos am Lake Nakuru

Gegen 10 Uhr beginnt dann eine recht lange Fahrt, die diesmal aber über eine bessere, kleinere und weniger befahrene Straße führt. Es geht durch ein fruchtbares, grünes und mit guten Häusern sichtbar wohlhabendes Hochland. Bis dann etwa eine halbe Stunde nach der Mittagsrast in Narok die Landschaft plötzlich trockener wird. Unser Camp erreichen wir gegen 15 Uhr. Es liegt in einer Akazien-Lichtung oberhalb eines Flussufers. Unten treiben die Massai ihre Herden vorbei. Mit unserem Führer Jonathan besuchen wir dann sein etwa einen Kilometer entferntes Dorf und dürfen auch in sein kleines, finsteres Lehmhaus kriechen. Er erzählt uns vom Leben der traditionsverhafteten Massai, während hinter uns in der Dunkelheit das sieben Monate alte Baby röchelnd schläft. Jonathan und sein Bruder kommen für die Nacht zu unserem Zelt-Camp und schlafen auf dem Boden vor dem Lagerfeuer, als müssten Sie uns bewachen. Die romantische afrikanische Abendstimmung wird anfangs nur von der Fußballübertragung im Autoradio – auf Swahili – gestört. Immerhin sollen die Deutschen das WM-Eröffnungsspiel 4:2 gewonnen haben.

Massai-Guide Jonathan
Führte uns durch die Steppe bei Olanganaiyo: Massai-Hirte Jonathan

(Reisenotizen von der Safari Geparden, Giraffen und Gorillas im Mai/Juni 2006 – Fortsetzung folgt)

Mit der neuen Sendereihe “Unsere Farm in Afrika” will das ZDF deutschstämmige Familien vorstellen, die sich den Traum vom Leben in Namibia verwirklicht haben. Eine dieser Familien kennen wir von Outback Africa persönlich: Es sind die Reisenauers und Reinhards vom Wildreservat Kuzikus südöstlich von Windhoek. Die komfortable Lodge Kuzikus ist für unsere Kunden eine Empfehlung für ein paar spannende und entspannende Tage vor oder nach einer Namibia-Rundreise. Das private Wildreservat Kuzikus hat eine Sondererlaubnis der Regierung zur Wiedereinbürgerung der vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörner. Die Nashörner und weitere 20 Großwildarten kann man auf Pirschfahrten und -wanderungen erleben. Noch interessanter ist ein Wildniskurs, der auf Kuzikus ebenfalls angeboten wird. Von Buschleuten, den besten Fährtenlesern der Welt, kann man dabei lernen, im afrikanischen Busch viel mehr zu sehen, zu hören und zu spüren als Otto-Normal-Tourist.

Film ab: Aufnahmen auf Kuzikus für die ZDF-Serie

Unsere Kunden sind von Kuzikus begeistert. Nun sind wir gespannt, wie sich unsere Partner aus Namibia als Darsteller im ZDF bewähren. Sollte in den kommenden Tagen einmal das Telefon im Outback-Büro vergeblich klingelnd, kann es gut sein, daß alle Kollegen vor dem Fernseher sitzen. Sendetermine sind ab Montag, 19. März 2007, jeweils 14.15 Uhr. In der ersten Folge wird Strauß Oskar auf Kuzikus von einer Puffotter gebissen. Wir der Vogel überleben?

Katogorien

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