Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen

Jahres-Archive: 2006

Der Anwalt Louw Schoeman lernte die einsame Skelettküste vor Jahrzehnten kennen, weil Mandanten hier mit den Erkundungsarbeiten für den Bau eines Hafens zu tun hatten. Dieses Projekt erwies sich zum Glück als nicht realisierbar. Doch Louw hatte die Skelettküste lieben gelernt. Er überlegte, wie diese einmalige, sensible Landschaft bewahrt werden kann und war maßgeblich an der Gründung des Skelettküsten-Parks 1971 beteiligt. Die Schoeman-Kinder spielten zwischen alten Schiffswracks und entdeckten die Naturwunder der Gegend. Als ihr Vater 1977 mit dem Unternehmen Skeleton Coast Safaris begann, begleiteten sie häufig seine Safarigruppen. Sie lernten, die Allrad-Fahrzeuge durch den tiefen Dünensand zu steuern und übten sich darin, Besuchern die Wunder der Wüste nahezubringen. Inzwischen sind die Schoemann-Kinder in die Fußstapfen ihres Vaters getreten und haben die Leitung von Skeleton Coast Safaris übernommen. Sie ermöglichen ihren Gästen, eine der entlegensten Regionen des südlichen Afrikas auf bequeme Weise mit dem Flugzeug zu erreichen und die wilden Landschaften zwischen Skelettküste und Kaokoveld aus der Luft, per Allradwagen und zu Fuß zu erkunden.
Im Land Rover durch das Dünenmeer an der Skelettküste
Höchstens acht Personen können an einer Safari teilnehmen. Das verspricht ein exklusives Reiseerlebnis, zumal kaum andere Besucher in diese Gegend vorstoßen. Die Gäste wohnen in privaten, voll eingerichteten Zeltlagern. Jede Nacht verbringen sie in einem anderen schön gelegenen Camp. Zu den bequemen Iglu-Zelten gehört eine Buschdusche und eine chemische Toilette, so daß man nachts das Zelt nicht verlassen muß. In einem extra Gebäude stehen auch Spültoiletten zur Verfügung. Bettwäsche, Lampen, Taschenlampen, Spiegel, Handtücher und Seife werden bereitgestellt. Zu den schmackhaften Mahlzeiten gibt es frisches Obst und Salate sowie Wasser, Fruchtsäfte, Bier, Wein und eine große Auswahl anderer alkoholischer Getränke.

Diese Exklusivität hat ihren Preis: Eine viertägige Tour im Kleinflugzeug ab/bis Windhoek oder Swakopmund entlang der Skelettküste ins Kaokoveld und zu den Ovahimba-Nomaden am Kunene kostet ab 3290 Euro pro Person. Dafür verwirklicht sich ein Traum für Menschen, die unberührte Natur, Einsamkeit und den Luxus der Weite zu schätzen wissen.

Grandiose Luftaufnahmen aus Afrika präsentiert das Magazin Stern in seiner Titelgeschichte (Ausgabe Nr. 50 vom 7. Dezember 2007). Die Bilder entstanden auf einer besonderen Reise: Der Naturfotograf Michael Poliza und der Frankfurter Geschäftsmann flogen in siebeneinhalb Wochen mit einem Hubschrauber von Hamburg nach Kapstadt. Entlang der 27000 Kilometer langen Strecke entstanden 20000 Fotos. 15 hat der Stern nun ausgewählt – für eine der längsten Bildstrecken, die das Magazin je veröffentlicht hat. Weitere sind im Internet unter www.stern.de/helikopter zu sehen.Stern

Zum Titelthema Afrika gehört auch ein Gespräch zwischen dem schwedischen Schriftsteller Henning Mankell und Bundespräsident Horst Köhler über Sorgen und Chancen Afrikas. Für Mankell wurde Mosambik zur zweiten Heimat, er leitet in Maputo ein Theaterprojekt. Köhler läßt Afrika nicht mehr los, seit er 2000 als Chef des Internationalen Weltwährungsfonds den Kontinent besuchte: „Dabei habe ich die Brutalität von Armut und Not mit eigenen Augen gesehen. Aber gleichzeitig bin ich mitten im Elend auf Menschen gestoßen, die mit großer Würde ihrem Schicksal trotzen: nicht aufgeben, das Beste aus der Lage machen, den Kindern Hoffnung, eine bessere Perspektive geben.“

Köhler spricht unfaire Handelsbedingungen zwischen Afrika und den reicheren Ländern im Norden an: Es wird viel geredet, aber da, wo es entscheidend ist, zum Beispiel beim Marktzugang für die Afrikaner im Agrarbereich, da kneifen wir im Norden und hüten unsere Subventionen. Hier sind Doppelstandards und Unglaubwürdigkeit im Spiel. Mankell antwortet darauf: „Mir scheint, wir beide haben etwas gemeinsam. Ich glaube, wir sind beide wütend.“

Ab Juli 2007 wird es eine direkte Flugverbindung von München nach Johannesburg geben. South African Airways (SAA) fliegt dann zunächst dreimal pro Woche zwischen der süddeutschen Metropole und der größten Stadt im südlichen Afrika. Ab November 2007 soll die Strecke täglich bedient werden. Das kündigt die südafrikanische Airline an, die als Mitglied des Luftfahrtbündnisses Star Alliance mit der Deutschen Lufthansa zusammenarbeitet. SAA fliegt die neue Strecke mit modernen Maschinen vom Typ Airbus A340-300, die mit 38 Liegesitzen in der Business Class und 215 Economy-Plätzen ausgestattet sind. Hier beträgt der Sitzabstand 85 Zentimeter. Außerdem fliegt SAA täglich nonstop zwischen Frankfurt und Johannesburg sowie Frankfurt und Kapstadt.
Ab 1. Juli 2007 gilt folgender Flugplan für die neue Verbindung: Mittwoch, Freitag und Sonntag Abflug München SA 265 21.20 Uhr / Ankunft Johannesburg 08.00 Uhr am nächsten Tag; Dienstag, Donnerstag, Samstag Abflug Johannesburg SA 264 21.00 Uhr, Ankunft München 07.45 Uhr am nächsten Tag.

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