Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen

Von unserer Kundin Katrin Haller haben wir einen sehr schönen und ausführlichen Reisebericht zur Reise Vielfältiges Südafrika etwas bequemer erhalten, den wir gern veröffentlichen.

Die Route führte von Johannesburg übe die Panoramaroute zum Krüger-Nationalpark. Von dort ging es weiter durch Swasiland und entlang der Wild Coast zum Tsitsikamma-Nationalpark und endete schließlich in der “Mother City” Kapstadt.

Katrin ist begeistert von Südafrika und hatte eine fantastische Zeit. Sie hat tolle Tierfotos geschossen und ist begeistert von der landschaftlichen Vielfalt.

Katrin Haller in Südafrika

Katrin Haller in Südafrika © Foto: privat

In ihrem Reisebericht zeigt sie wunderschöne Fotos, die Lust auf Südafrika machen!

Lesen Sie selbst! Katrins ausführlicher Reisebericht

Vielen Dank für das schöne Feedback, liebe Katrin!

PS: Wenn auch Sie so einen schönen Bericht von Ihren Reiseabenteuern verfasst haben, würden wir uns freuen, diesen hier veröffentlichen zu dürfen.

Als Christine und Dr. Franz Rottland 1998 nach Kenia umzogen, wollten sie eigentlich ihre Pensionierung in wärmeren Gefilden genießen. Dann aber sahen sie die Armut der ländlichen Bevölkerung abseits der Touristenrouten und beschlossen zu helfen. Was zunächst als Nachbarschaftshilfe begann, wurde 2003 zum Verein Asante e.V. (Swahili für Danke), der durch verschiedene Arbeitskreise in Deutschland finanziell und durch Sachspenden unterstützt wird.

Projekte des Vereins Asante e.V.

Asante e.V. möchte den Menschen Hilfe zur Selbsthilfe geben und vor allem den Kindern helfen, die durch Armut und AIDS kaum Chancen haben, eine glückliche Kindheit und einen guten Start ins Leben zu haben. Neben den Aktivitäten in Tiwi, dem Wohnort der Rottlands, wurde in Chugor in Nordwestkenia in einer abgelegenen Region mit viel Armut und ethnischen Konflikten ein großes Grundschulprojekt ins Leben gerufen. Nach mehrjähriger Vorbereitungszeit und viel Eigenintiative des Vereins und der Lehrer können heute fast 900 Kinder die Schule besuchen und teilweise im Internat leben. Damit werden auch Mädchen vor der Beschneidung beschützt. Da für die armen Eltern das Schulgeld eine fast unbezahlbare Hürde ist, ist die Schule auf Spenden angewiesen. Die Ausbildung an der Grundschule ist so gut, dass die Kinder auf weiterführende Schulen geschickt werden können und so nachhaltig ihre Familien besser unterstützen können als durch Viehhüten und Feldarbeit. Dies haben auch die Eltern mittlerweile erkannt. Der Andrang auf die Schule ist entsprechend groß. Die Schule soll erweitert, Möbel müssen angeschafft und die Wasserversorgung muss gesichert werden. Hierfür benötigt der Verein Spenden, um Baumaßnahmen zu finanzieren.

Auch in Tiwi gibt es eine Vielzahl an Aktivitäten. Eine davon ist eine regelmäßige Schulspeisung und Versorgung von Kindergartenkindern. 2300 Kinder werden täglich mit “Uji”, einem nahrhaften Frühstücksbrei versorgt und können so dem Unterricht besser folgen. Daneben werden auch bedürftige Familien mit Lebensmitteln versorgt, wenn sie ein Waisenkind aus der Verwandtschaft aufnehmen. Bei medizinischen Notfällen übernimmt der Verein Arzt- und Krankenhauskosten für die Kinder.

Für die Frauen der Region bietet Asante durch verschiedene Projekte die Möglichkeit, etwas Geld für ihre Familien hinzu zu verdienen und gleichzeitig die Versorgung der Kinder finanziell zu unterstützen. Die geschickten Frauen stellen kleine Engel aus Glasperlen her, die dann durch den Verein verkauft werden. Sie können über die Internetseite des Vereins bestellt werden.

Eine besondere Aktion findet im August 2013 statt. Eine Kindergärtnerin und eine größere Reisegruppe aus Bayreuth reisen nach Kenia. Die Kindergärtnerin wird längere Zeit bleiben, um gemeinsam mit ihren kenianischen Kolleginnen zusammen zu arbeiten und voneinander zu lernen. Da sich die kenianischen Kinder wie alle Kinder dieser Welt über Spielzeug freuen, werden im Moment von verschiedenen Vereinen und Internetgruppen Puppen und Bären gestrickt und auch brauchbares Spielzeug gesammelt, dass das mit der Reisegruppe zusammen auf die Reise nach Mombasa geht.

Ein Kilogramm Freude

Wenn Sie diese spezielle Aktion unterstützen möchten, dann können Sie mit einem Betrag von 8,00 Euro ein Kilogramm Spendengepäck und damit ein Kilogramm Freude für die Kinder übernehmen. Den Betrag einfach unter Angabe des Stichwortes “Spielzeugtransport” an den Verein überweisen. Die Kontonummer finden Sie hier. Wer noch mitstricken möchte, ist herzlich eingeladen. Hier finden Sie die Anleitungen für Comfort Dolls, Bären und Knubbelchen. Der Versand kann bis Ende Juli an unsere Firmenadresse erfolgen.

Natürlich freut sich der Verein auch über finanzielle Spenden und die Übernahme von Patenschaften für die Kinder in Tiwi und Chugar. Auf der Internetseite von Asante e.V. wird die Möglichkeit von projektbezogenen und Spenden zur freien Verfügung angeboten. Eine Spendenquittung kann ausgestellt werden.

Mithilfe vor Ort

Der Verein bietet die Möglichkeit der Mithilfe vor Ort, allerdings sollte diese mindestens vier Wochen oder länger betragen. Von spontanen Besuchen des Projektes bittet der Verein abzusehen, weil diese den Unterricht stören und für die sehr beschäftigten Mitarbeiter zeitraubend ist. Gegen Voranmeldung und Vereinbarung sind Besuche natürlich möglich. Der Verein freut sich auch, wenn Reisende nach Mombasa sich für den Transport von Spendengepäck zur Verfügung stellen.

Asante sana!

Wer durch Namibia reist, begegnet vielen unterschiedlichen Menschen und Volksgruppen. Hier gibt es nicht nur Schwarz und Weiß, sondern noch viel mehr Schattierungen und Ausprägungen in Aussehen und Kleidung. Nach einer Weile kann auch der Erstbesucher so manchen Einwohner dem richtigen Volksstamm zuordnen. Bei zwei Volksstämmen ist es besonders einfach, denn sie sind als begehrte Fotomotive quasi die „Gesichter“ Namibias – Herero und Ovahimba, letztere oft einfach Himba genannt.

Warum diese namibischen Einwohner so besonders fotogen sind, wird auf den ersten Blick klar. Während die Ovahimba durch ihre eher spärliche Bekleidung und die rotbraun gefärbte Haut auffallen, sind es bei den Hererofrauen die wallenden bunten Kleider und Hüte, die an Kuhhörner erinnern. Unterschiedlicher könnten die beiden Volksgruppen kaum sein, und doch findet man erstaunliche Gemeinsamkeiten in der Geschichte.

Der Ursprung beider Nomadenvölker liegt im Gebiet des heutigen Angola, Nordnamibia und Botswana. Hier lebten sowohl Herero als auch die Himba als Hirten. Während jedoch die Herero in Richtung Süden nach Botswana wanderten, siedelten sich die Himba im Kaokoveld im nördlichen Namibia an und blieben dort ihrer traditionellen Lebensweise bis heute relativ treu.

Die Herero, die mit ihren Viehherden auf großen Gebieten umherzogen, wurden im 19. Jahrhundert immer wieder in Auseinandersetzungen verwickelt. Während der Kolonialzeit mussten sie wie Sklaven auf den riesigen Farmen der deutschen Kolonialherren arbeiten. Missionare, die die spärliche Bekleidung als unschicklich ansahen, trugen dazu bei, dass sich besonders die Hererofrauen nach der gängigen Mode in langärmelige Kleider mit weiten Röcken hüllten. In der Schlacht am Waterberg am 11. August 1904, an die der Hererotag alljährlich am letzten Wochenende im August erinnert, versuchten die unterdrückten Herero und ein weiterer Volksstamm, die Nama, sich von den Kolonialherren zu befreien. Bei der Schlacht wurden relativ wenige Aufständische getötet, jedoch starben in Folge der zerstörten Wasserquellen rund 85.000 Menschen später in der Wüste an Durst und Entkräftung. Nur etwa 1000 Herero schafften es, sich nach Botswana auf britisches Kolonialgebiet zu retten.

Nach der namibischen Unabhängigkeit ließen sich viele Herero als Viehzüchter nieder und pflegen bis heute ihre Kultur, zu der auch der eigenartige Kleidungsstil der Frauen gehört. Sie tragen die Kleider mit Stolz und sehen diese nicht als Kostüm, sondern weiterhin als Alltagskleidung an. Ihr exotisches Aussehen und ihr handwerkliches Geschick wissen sie gewinnbringend einzusetzen. Wer sie fotografieren möchte, muss meist bezahlen oder zumindest eine ihrer farbenfrohen Puppen oder Schmuck kaufen. Die meisten Hererokinder besuchen öffentliche Schulen, auch viele Hererofrauen sprechen gut Englisch und geben gern auch auf die Frage Auskunft, was sich in den Ecken ihrer aus Tüchern kunstvoll gewundenen Hüte versteckt, damit diese wie Kuhhörner stehen – ganz einfach Zeitungspapier!

Im Gegensatz zu den Herero beugten sich die Ovahimba nicht dem Diktat der Kolonialherren und bekleideten sich weiter traditionell, auch wenn sie als Zwangsarbeiter ebenfalls unterdrückt wurden und in Auseinandersetzungen um Land und Vieh verwickelt waren. Im abgelegenen Kaokoveld gelang es ihnen weitestgehend, ein autonomes Leben zu bewahren. Man muss nicht als Himba geboren sein, um in der Gemeinschaft zu leben, jedoch wird erwartet, dass man sich den Traditionen und Gepflogenheiten anpasst. Dazu gehören das Einreiben der Haut mit der typischen rotbraunen Fett-Ocker-Mischung, außergewöhnliche Haartrachten und auch die Einhaltung der Gesetze und Erbrechte innerhalb des Stammes. Frauen genießen bei den Himba einen besonderen Status. So bekommen Ehemänner gesetzlich geregelten Ärger mit der Familie der Frau, wenn gestritten wird. Ebenso wird das Vieh nicht an die eigenen Kinder, sondern an die Kinder der Schwester vererbt. Übrigens finden Himba die weibliche Brust nicht erotisch. Deshalb muss sie auch nicht bedeckt werden. Verborgen bleiben fremden Blicken jedoch die Fußknöchel der Frau – sie sind stets mit Reifen und Schmuck bedeckt und gelten als erogene Zonen. Da die Himba kaum Wasser zur Verfügung haben, wird sich nur selten gewaschen, die rotbraune Salbe ist Hautschutz und Kosmetik zugleich. Für das darin enthaltene Eisenoxid wandern die Frauen weite Strecken in das Brandbergmassiv, um sich mit der begehrten Farbe zu versorgen. Eine weitere Form der Körperhygiene ist der Rauch aus verbrannten Kräutern und Holz, der als reinigend und desinfizierend gilt.

Der Fortschritt und der moderne Lebenswandel sind für die Himba kein Segen, sondern eher ein Fluch. Das Land, auf dem sie wohnen, gerät ins Visier von Firmen, die dort Bodenschätze vermuten. Ebenso reicht das Weide- und Ackerland nicht mehr aus, um die Stämme autonom zu ernähren, trotzdem wollen viele Himba den traditionellen Lebensstil nicht kampflos aufgeben. Die namibische Regierung versuchte vor einiger Zeit, Himba in Sozialbauten anzusiedeln. Die Nomaden lehnten dies ab.

Längst ist jedoch vor allem die jüngere Generation dem Lockruf des Geldes erlegen. Genau wie die Herero haben die Himba erkannt, dass sich ihre außergewöhnliche Kultur gut vermarkten lässt. So gibt es im Norden Namibias Vorführungen der Himbakultur. Als fliegende Händler trifft man sie mittlerweile überall im Land an, unter anderem auch in Swakopmund, wo es empfindlich kalt sein kann. Auch die Himba lassen sich Fotos gut bezahlen, ebenso ihre Handarbeiten und den Schmuck. Handeln kann man mit ihnen kaum, die meisten sprechen kein oder sehr wenig Englisch. Auch hier bemüht sich die Regierung mit mobilen Schulen darum, den Kindern wenigstens etwas Bildung zu vermitteln, allerdings mit mäßigem Erfolg.

Ob die traditionelle Lebensweise dauerhaft Fortbestand hat, ist ungewiss. Die Chancen stehen eher schlecht, obwohl die namibische Regierung die Kultur der Himba zum Nationalen Kulturgut erklärt hat und auch bei den Vereinten Nationen Aufmerksamkeit erfährt.

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