Neuigkeiten und Berichte von Outback Africa Erlebnisreisen

Auf Fotos wirken sie wie Miniaturausgaben von Drachen und mystischen Fabelwesen, wie sie in Märchen und Legenden vorkommen. Tatsächlich gehören Agamen und Chamäleons wie auch die Krokodile zu den ältesten Tierarten der Erde, die bis heute überlebt haben. Das haben sie ihrer extremen Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Lebensräume zu verdanken.

Agamen und Chamäleons sehen vom Körperbau her zwar verschieden aus, gehören jedoch zur gleichen Familie der Schuppenechsen und Leguanartigen. Sie sind im ganz Afrika, aber auch in Australien verbreitet. Überall dort, wo es warm ist, fühlen sie sich wohl. Es gibt zahlreiche Unterarten, die jeweils in dem Gebiet vorkommen, an das sie sich am besten angepasst haben.

Agamen

Siedleragame in Namibia © Foto: Heidi Lang

Siedleragame in Namibia © Foto: Heidi Lang

Während Agamen in Asien und Australien durch ungewöhnliche Kopf- und Körperformen auffallen, sind die afrikanischen Arten besonders farbenfroh. In Namibia, Botswana, Simbabwe und Gambia kommt die Siedleragame (Agama  agama) vor. Die Tiere leben in Kolonien von rund 25 Tieren, wobei nur das ranghöchste Männchen sehr bunt mit einem orangefarbenen Kopf und blauem Körper ist. Alle anderen Siedleragamen sind eher braun oder grau. Wird ein Männchen geschlechtsreif und “bekommt Farbe”, so wird es vom dominierenden Männchen vertrieben und muss sich ein eigenes Revier suchen. Ausgewachsene Tiere werden rund 40 Zentimeter groß.

Die dritte in Afrika vertretene Art ist die Agama lebretoni, die erst 2009 als eigene Art beschrieben wurde, optisch aber der Siedleragame sehr ähnlich sieht. Sie kommen in Kamerun und Gabun vor.

Stahlblaue Felsagame in der Serengeti © Foto: Judith Nasse | Outback Africa Erlebnisreisen

Stahlblaue Felsagame in der Serengeti © Foto: Judith Nasse | Outback Africa Erlebnisreisen

Eine weitere Art ist die Stahlblaue Felsagame (Agama mwanzae), die nur im Nordwesten der Serengeti und in der kenianischen Massai Mara vorkommt. Vom Körperbau ist sie der Siedleragame ähnlich, das dominierende Männchen ist jedoch leuchtend pinkfarben und blau-lila gefärbt. Untergeordnete Männchen sind eher unscheinbar grau gesprenkelt mit einer blauen Linie auf dem Rücken.

Wie alle Reptilien sind Agamen wechselwarm und müssen ihre Körper erst in der Sonne aufwärmen, um sich bewegen zu können. Auch die intensiven Farben bekommen die dominanten Männchen nur bei Sonneneinstrahlung. Genau wie Chamäleons können sich auch Agamen umfärben. Bei Rivalitätskämpfen bekommen Siedleragamen einen braunen Kopf und weiße Flecken am Körper, Weibchen haben während der Schwangerschaft gelbe bis orangene Flecken und türkise Punkte am Kopf.

Agamen leben gern zwischen Felsen, die sich tagsüber aufwärmen, und fressen Insekten, kleine Säugetiere und manchmal auch Pflanzen. Die Augen, das Gehör und der Geruchssinn sind besonders gut ausgeprägt.

Chamäleons

Chamäleons kommen in ganz Afrika, auf der Arabischen Halbinsel und in Teilen Asiens vor. Sie werden in Echte Chamäleons und Stummelschwanzchamäleons unterschieden, es gibt rund 200 Unterarten. Fast alle Arten sind gefährdet.

Der bevorzugte Lebensraum  der Echten Chamäleons sind Bäume. Genetisch sind sie eng mit den Agamen verwandt, jedoch wurde im Laufe der Evolution eine “Sonderausstattung” ausgebildet. So haben diese Arten einen langen Greifschwanz und Greiffüße. Die Stummelschwanz-Chamäleons leben in Bodennähe.

Chamäleon im Sabi Sabi Wildreservat, Südafrika © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Chamäleon im Sabi Sabi Wildreservat, Südafrika © Foto: Jens Döring | Outback Africa Erlebnisreisen

Allen gemeinsam ist die lange Schleuderzunge, die wie ein Gummiband herausschnellt und so das Beutetier einfängt. Diese wird auch als Wasserleitung benutzt.

Ebenfalls einzigartig in der Natur sind die unabhängig voneinander drehbaren Augen, die kegelförmig rechts und links des Kopfes herausragen. Das ermöglicht ein extrem großes Sichtfeld und durch die Form das scharfe Sehen bis zu einem Kilometer. Die Augen werden durch zahlreiche Muskeln bewegt. Das Gehör ist dagegen recht schwach ausgebildet.

Die wohl verblüffendste Eigenschaft eines Chamäleons ist jedoch die Fähigkeit zum Farbwechsel. Die Wissenschaft nahm in früherer Zeit an, dass dies zur Tarnung und Anpassung an die Umwelt geschieht, neuere Forschungen haben jedoch ergeben, dass es sich bei den Farben um eine Art Kommunikationsmittel zwischen den Artgenossen handelt. Ebenso ändert sich die Farbe abhängig von der Temperatur, der Luftfeuchtigkeit und der Sonneneinstrahlung. Je nach Chamäleonart ud Situation sind die Farben blasser oder stärker ausgeprägt. Sie entstehen durch Ansammlung von Pigmenten in Farbzellen, die in drei verschiedenen Hautschichten vorkommen. Eine Schicht kann darüber hinaus auch das Licht brechen. Die Farberscheinung ist deshalb teilweise auch eher ein optischer Eindruck als eine tatsächliche Umfärbung.

Chamäleons häuten sich in regelmäßigen Abständen, weil sie ihr ganzes Leben lang wachsen und die Haut nicht mitwächst. Die Häutung erfolgt komplett, also auch am Kopf und an den Füßen.

Natürlich tarnen sich Chamäleons auch vor Feinden. Dies geschieht aber eher durch Mimese, also das Nachahmen einer natürlich vorkommenden Form, zum Beispiel Blätter oder Holzstücke. Zusammen mit der Schreckstarre, bei dem sich das Tier tot stellt, gelingt die perfekte Tarnung.

Und noch eine besondere Eigenschaft ist bei diesen Reptilien ausgebildet. Sie können ihre Körperform durch Aufblasen verändern und sich bei einem Fall sogar wie ein Airbag abpolstern.

Hier gibt es eine spannende Dokumentation:

Einmal auf dem Gipfel des Kilimanjaro zu stehen ist für viele Reisende ein Traumziel auf der Liste der 1000 Dinge, die man einmal im Leben tun möchte. Das Bergmassiv an der Grenze zwischen Kenia und Tansania ist nicht nur mit 5895 Metern die höchste Erhebung Afrikas, sondern es ranken sich auch viele Mythen und Legenden darum, die unter anderem von berühmten Schriftstellern wie Ernest Hemingway geprägt wurden.

Die Geographie des Kilimanjaro-Massivs

Entstanden ist das Bergmassiv durch vulkanische Aktivitäten und Erdverschiebungen, aus denen auch der Große Afrikanische Grabenbruch vor rund 20 Millionen Jahren hervorging. Der Berg, der im Allgemeinen Kilimanjaro genannt wird und dessen schneebedeckte Spitze auf Millionen Fotos und Postkarten zu sehen ist, heißt eigentlich “Kibo” oder auch “Uhuru Peak” und ist ein Vulkan. Dies ist deutlich an seiner kegelartigen Form zu erkennen. Flankiert wird die höchste Erhebung des Massivs von zwei kleineren Bergen. Im Osten ragt der Mawenzi mit 5148 Metern auf, im Westen das Shira Plateau mit 3962 Meter. Beide Gipfel sind ebenfalls Vulkane, haben aber keine so ausgeprägten Krater wie der Kibo. Sie sind durch Bergsättel mit dem Kibo verbunden, haben aber keine Schneefelder oder Gletscher.

Der Kibo gilt als erloschen, sicher ist die Wissenschaft jedoch nicht. Der letzte Ausbruch soll um das Jahr 1700 stattgefunden haben, vulkanische Aktivität lässt sich in Form von Schwefelgeruch bei bestimmten Windrichtungen auch heute noch wahrnehmen. Auf Luftaufnahmen erkennt man den Krater mit einer äußeren Caldera von rund zwei Kilometern Durchmesser und einer inneren Caldera mit dem fast runden Reusch-Krater. Hier gibt es einige Schwefel-Fumarolen, die ebenfalls auf anhaltenden Vulkanismus hindeuten. Ebenso wie über die vulkanische Aktivität des Berges wird über die schwindenden Schneefelder diskutiert. Der Gipfel des Kibo ist wechselnd mit mehr oder weniger Schnee bedeckt. Drei große Eisfelder bedecken den nördlichen, östlichen und südlichen Gipfel rund um den äußeren Krater, die in Gletschern auslaufen. Wie viele andere Gletscher dieser Erde schmelzen auch die Gletscher des Kilimanjaro langsam ab. Das Wasser fließt in zahlreichen Bächen und Flüssen talwärts und versorgt unter anderem den üppig grünen Regenwald am Fuß des Bergmassivs mit Wasser. Die Momella-Seen des Arusha Nationalparks werden ebenfalls von dem Wasser gespeist. Das Kilimanjaro-Massiv ist seit 1977 als Nationalpark geschützt.

Ein Berg mit vielen Namen

Zur Herkunft des Namens Kilimanjaro (oder auch Kilimandscharo) gibt es verschiedene Theorien. “kilima njaro” wird „weiß leuchtender Berg“ bzw. „Schneeberg“ interpretiert, auf Kisuaheli der Name aber “Berg des bösen Geistes”. Kibo bedeutet “die Helle” und Mawenzi “die Dunkle”.

Von 1889 bis 1961 hieß der Kibo “Kaiser-Wilhelm-Spitze” oder “Wilhelms-Kuppe” und galt bis zum Ersten Weltkrieg als höchster Berg Deutschlands. Der deutsche Missionar Hans Meyer bestieg 1889 als erster Europäer zusammen mit dem Österreicher Ludwig Purtscheller den Berg und “schenkte” ihn dem Kaiser. Der Reusch-Krater und verschiedene Gletscher sind ebenfalls nach bergsteigenden Missionaren benannt. Die Namen wurden auch nach Übergang der Kolonialherrschaft an die Engländer beibehalten. Am Vorabend der Unabhängigkeit Tansanias am 9. Dezember 1961 wurde der Berg erneut bestiegen und der Gipfel in “Uhuru Peak” umbenannt. “Uhuru” bedeutet auf Kisuaheli “Freiheit”.

Routen auf den Kilimanjaro

So zahlreich wie die Namen sind auch die Routen, auf denen heute zahlreiche Touristen und Bergwanderer die Gipfel des Massivs erreichen können. Am populärsten und touristisch am besten erschlossen ist die Marangu-Route, da sie nicht so steil ist und durch den allmählichen Aufstieg die Akklimatisierung erleichtert. Es gibt feste Hütten. Die Marangu-Route wird auch “Coca-Cola-Route” genannt, da es früher in den Hütten zur Stärkung die braune Brause zu kaufen gab.

Ebenfalls sehr beliebt ist die Machame-Route, die durch den Regenwald der Südflanke und vorbei an den Gletschern führt. Landschaftlich reizvoll ist auch die Lemosho-Route von Westen.

Von Süden gibt es noch zwei weitere Routen (Umbwe und Mweka), von Westen kann man über den Shira ebenfalls zum Uhuru Peak gelangen. Selten begangen werden die Rongai-Route und die Loitokitok-Route, die im Norden des Massivs nahe der kenianischen Grenze beginnen.

Da Bergsteigen und Bergwandern in den vergangenen Jahren als Freizeit- und Urlaubssport immer populärer wurden, steigt natürlich auch die Zahl der Touristen, die den Aufstieg auf den Kilimanjaro wagen wollen. Der Kibo ist alpinistisch (abhängig von der Route) nicht sehr anspruchsvoll und körperliche Fitness natürlich eine Grundvoraussetzung. Trotzdem schaffen es viele Bergwanderer nicht auf den Gipfel, weil die Höhe vom Körper nicht toleriert wird. Auf fast jeder Tour gibt es deshalb Teilnehmer, die die Höhenkrankheit (Kopfschmerzen, Übelkeit, Atemnot, Schwindel aufgrund von Sauerstoffmangel) bekommen. Es kann auch zu Ödemen (Flüssigkeitsansammlungen) kommen, die lebensbedrohlich sind. Je langsamer der Aufstieg ist, desto besser kommt der Körper mit der Höhe zurecht. Wie sich Bergwanderer ansonsten vorbereiten können, hat uns Debbie Bachmann, eine erfahrene Bergführerin und Weltrekordhalterin im Auf- und Abstieg auf den Kibo, im Interview erzählt.

Kilimanjaro Hoch und Runter – ein Interview mit Debbie Bachmann

Auch ohne Gipfelsturm ist der Kilimanjaro ein Naturwunder und eine Augenweide. Besonders schön ist der Anblick von der kenianischen Seite, wenn die Elefanten durch die gelbe Savanne des Amboseli-Nationalparks ziehen. Der Park liegt unmittelbar an der Grenze zu Tansania.

Elefanten am Kilimanjaro © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Elefanten am Kilimanjaro © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Auf der Straße zwischen Arusha und Moshi (Tansania) genießt man mit etwas Glück einen herrlichen Blick auf das Bergmassiv. Die besten Monate für klare Sicht sind übrigens August und September. Im Juni und Juli, wenn die Regenzeit vorüber ist, hüllt sich der Berg oft in Wolken.

Der Kilimanjaro in der Literatur

Bereits in den Überlieferungen des Astronomen und Geographen Claudius Ptolemäus wird um 160 n. Chr über einen von Schnee bedeckten Berg landeinwärts südlich des Sudan berichtet.

Berichte der ersten Missionare über einen schneebedeckten Berg nahe des Äquators wurden im 19. Jahrhundert zunächst belächelt, weil man sich nicht vorstellen konnte, dass es im heißen Afrika Schnee geben soll.

In der neueren Literatur ist der Berg in Ernest Hemingways “Schnee auf dem Kilimandscharo” verewigt. Die Kurzgeschichte wurde von einem Reisebereicht des Missionars Richard Reusch inspiriert. Der Missionar, nach dem der Reusch-Krater auf dem Kibo benannt ist, entdeckte bei einer Besteigung im Jahr 1926 einen gefrorenen Leopardenkörper am Rand des Kraters. Keiner konnte sagen, wie das Tier dorthin gelangt ist. Als Beweis brachte er ein Ohr mit. Der Kadaver wurde später von Unbekannten entfernt. Ernest Hemingway verwendete das Thema zehn Jahre später in seinem Werk. Die Geschichte wurde 1953 aufwändig verfilmt. Die Ol Tukai-Lodge im Amboseli-Nationalpark diente für diese Verfilmung übrigens als Quartier für die Filmcrew und wurde später zu einer komfortablen Lodge mit herrlichem Ausblick umgebaut. In unserer Tansania-Kenia-Rundreise “Die große Tierwanderung” haben Sie die Gelegenheit, den Kilimanjaro von tansanischer und kenianischer Seite zu sehen.

07.11.2014

Nomad Lamai

Um die Mittagszeit erreichen wir Nomad Lamai, wo wir eine „site inspection“ unternehmen. Die einsame Lage auf einer Anhöhe mit wunderschönem Blick auf die Ebene begeistert mich auf Anhieb. Das permanente Luxuscamp besteht aus insgesamt 12 Zimmern, wobei acht Zelte das Hauptcamp bilden und vier Zimmer als Privatcamp gebucht werden können. Beide Bereiche haben einen eigenen Swimmingpool. Die Zimmer sind sehr stilvoll und überwiegend in hellen Farben eingerichtet. Sie verfügen über eine große Veranda mit traumhaftem Weitblick. Selbst vom Zimmer aus kann man die tolle Aussicht genießen, da eine Wand nur aus Moskitonetzen besteht. Auch das Bad verfügt über große Fenster aus Moskitonetz, so dass die Gäste sogar von der Dusche aus ins Tal blicken können. Die freundliche deutsche Managerin Jana lädt uns anschließend zum Mittagessen ein. Das abwechslungsreiche Buffet ist wirklich sehr gut. Auf unserer Weiterfahrt begegnen uns Klippspringer und Elefanten.

Sayari Camp

Am frühen Nachmittag erreichen wir das Sayari Camp, wo wir herzlich begrüßt werden. Nach einem kurzen Briefing beziehen wir unsere Zimmer. Diese sind eine Mischung aus Tented Camp und Bungalows. Sie haben große Fenster und Schiebetüren aus Glas, die Wände jedoch bestehen aus Zeltstoff. Die 15 Zimmer, davon ein Honeymoon Zimmer, sind riesig und luxuriös eingerichtet. Im geräumigen Badezimmer hat man die Wahl zwischen einer Dusche und einer freistehenden Badewanne, die sich direkt vor einem großen Panoramafenster befindet. Vom gemütlichen Sofa auf der Veranda kann man den Blick über die Savanne schweifen lassen. Wenn während der Hauptsaison die großen Gnu- und Zebraherden im Norden sind, kann man von hier aus sicherlich auch Tiere beobachten. Ich entspanne mich im schönen Pool mit traumhaftem Ausblick auf die reizvolle Landschaft. Das freundliche Personal serviert sogar am Pool Getränke. Am Nachmittag begebe ich mich mit einem Teil unserer Gruppe auf Fußpirsch. Während dieses schönen Spazierganges erfahren wir u.a. wie man das Geschlecht einer Landschildkröte feststellen kann, dass die Jäger aus Euphorbien Pfeilgift gewinnen und dass man eine bestimmt Pflanze als Zahnbürste benutzen kann. In einiger Entfernung sehen wir einen großen kräftigen Elefantenbullen. Zum Glück steht der Wind günstig, so dass er uns nicht bemerken kann. Wir gehen weiter bis zum Mara-Fluss, wo wir die Anderen aus unserer Gruppe wiedertreffen. Die Angestellten von Sayari haben für uns Campingstühle aufgestellt und halten Getränke bereit. Bei unserem Sundowner beobachten wir die zahlreichen Flusspferde, hören ihrem Grunzen zu und genießen die schöne Abendstimmung. Zurück im Camp teste ich die schöne Badewanne und blicke auf den Vollmond, der durch das Panoramafenster scheint. Bei kühlen Drinks am Lagerfeuer und einem leckeren Abendessen lassen wir unsere ganz besondere Inforeise ausklingen. Der Aufenthalt in der Nordserengeti war einfach spitze! Da die Raubtiere in ihrem Revier bleiben und nicht den großen Herden folgen, ist ein Aufenthalt in diesem Gebiet fernab der Touristenströme auch in der Nebensaison sehr empfehlenswert.

Den folgenden Tag beginne ich bei einer Tasse Tee auf der Veranda. Das goldene Morgenlicht ist besonders schön und das vom Tau noch feuchte Gras duftet herrlich. Ein Heißluftballon schwebt nah an unserer Unterkunft vorbei. Nach einem guten Frühstück packen wir unsere Koffer und nehmen Abschied. Dann werde ich mit drei meiner Mitstreiterinnen zum Kogatende Flugplatz gebracht. Die Maschine ist schon frühzeitig gelandet. Schnell wird das Gepäck verladen, die Namen der Passagiere überprüft und dann können wir auch schon einsteigen. Unser Flugzeug ist eine Grand Caravan der Gesellschaft „Tanganyika Flying Company“. Maximal 13 Passagiere finden an Bord Platz. Für mich wird es der erste Flug in einem „Buschflieger“ sein und ich freue mich. Ich wähle einen Sitzplatz weit vorne, so dass ich den Piloten beobachten kann. Über Singita, Grumeti und Seronera werden wir nach Arusha fliegen. Bald geht es auch schon los. Das Rollen auf dem Taxiway entfällt, denn es gibt nur eine sandige Start- und Landebahn. Nach dem Start haben wir durch die geringe Flughöhe einen tollen Blick auf die wunderschöne Landschaft der Serengeti. Saftig grüne Teppiche wechseln sich mit trockener Grassavanne, weiten Ebenen, Hügeln aus roter Erde und Windungen des Mara-Flusses ab. Bei den Zwischenlandungen sind Gnus, Zebras, Hippos und sogar Elefanten zu sehen. Antilopen grasen direkt neben dem Flugplatz. Das Wetter ist heute sehr gut und so können wir den Ngorongoro-Krater und kurze Zeit später auch die Abbruchkante des großen Grabenbruchs sehen. Pünktlich landen wir in Arusha, wo ich eine weitere Nacht verbringen werde, bevor ich nach Europa zurückfliege.

Asante sana, Tanzania! Ich freue mich schon jetzt auf meinen nächsten Besuch!

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