Madagaskar: Indris, Tsingys und Strände
20 Tage Naturrundreise ab/bis Deutschland - ab € 3.690,-
Die viertgrößte Insel unserer Erde ist einzigartig. Die Natur und Tierwelt, die unterschiedlichen Landschaften und die Bewohner – ein Vielvölkergemisch aus Malaien, Polynesiern, Chinesen, Indern, Arabern und Afrikanern – machen Madagaskar zur Insel der Vielfalt. Auf dieser deutschsprachig geführten Reise besuchen Sie die schönsten Nationalparks der Ostküste und des Nordens und erleben das typische madagassische Leben in einer touristisch kaum erschlossenen Region. Vom Urkontinent Gondwana abgedriftet und total isoliert, hat sich hier eine endemische Flora und Fauna erhalten, die Madagaskar den Rang eines ökologischen Inselkontinents gibt. Auf den Ausflügen zu den schönsten Nationalparks der Ostküste und während vieler Wanderungen, begleitet vom Duft der Vanille und der Ylang-Ylang-Blüten, erleben Sie diese einmalige Tier- und Pflanzenwelt hautnah.
Madagaskars tropischer Osten und Norden, den Sie nicht nur durchs Autofenster, sondern auch zu Fuß und mit dem Boot erkunden.
1. Tag: Abflug von Deutschland via Paris nach Madagaskar. Begrüßung am Flughafen und Transfer ins Hotel in Antananarivo, kurz Tana genannt. Hotelübernachtung.
2. Tag: Auf einer Stadtrundfahrt lernen Sie die Hauptstadt kennen. Sie besuchen auch den botanischen und zoologischen Garten von Tsimbazaza mit vielen endemischen Pflanzen und Tieren, insbesondere Lemuren, und mit Grabstätten verschiedener madagassischer Volksstämme. Im Geschichtsmuseum sind unter anderem Dinosaurierknochen ausgestellt. Übernachtung wie am Vortag. F
3. Tag: Auf dem Weg nach Périnet halten Sie in Marozevo, wo Sie eine Chamäleonfarm besuchen. Hier können Sie auch Schmetterlinge, Eidechsen, Schlangen und Fledermäuse aus nächster Nähe betrachten und fotografieren. Im nahen Bergwald leben Sifakas und Braune Lemuren. In Périnet besuchen Sie am Nachmittag den Orchideengarten. Übernachtung im Hotel. F
4. Tag: Am Morgen besuchen Sie das Reservat von Périnet-Analamazaotra. Es gibt kaum ein anderes Gebiet auf der Insel mit solchem Reichtum an seltenen Tieren und Pflanzen. Dazu zählen Dutzende verschiedener Chamäleons, nachtaktive Lemuren und seltene endemische Vögel wie die blaue Madagaskartaube. Berühmt ist das Reservat vor allem für den Indri, die größte Halbaffenart. Die schwarzweißen Tiere mit sehr langen Beinen, kleinen Köpfen, Puschelohren und Stummelschwänzen verständigen sich durch sirenenartige laute Rufe, die weit durch den Wald schallen und Gänsehaut machen. Am Abend unternehmen Sie noch eine Nachtpirsch in der Nähe des Reservats, um nachtaktive Mausmakis, farbenfrohe Frösche und Streifen-Tenreks zu beobachten, die wie bunte Igel aussehen. Übernachtung wie am Vortag. F
5. Tag: Auf teilweise ungeteerten Straßen geht es in Richtung Ostküste. Die Fahrt endet in Manambato am Ufer eines größeren Sees, der zum Canal des Pangalanes gehört. Hier holt Sie ein Motorboot ab und bringt Sie durch die Kanäle nach Ankanin'ny Nofy. An dieser Stelle, die übersetzt „Traumheim“ bedeutet, weitet sich der Kanal wiederum zu einem See. In malerischer Umgebung liegen Ihre gemütlichen Gästehäuser. Sie erkunden den nahen Regenwald und können Orchideen und fleischfressenden Pflanzen sehen. Mit Glück bekommen Sie auch Süßwasserkrokodile zu Gesicht. F
6. Tag: Am Vormittag besuchen Sie das Palmarium Lemurenreservat. Von dreißig auf der Insel bekannten Lemurenarten leben hier ganze zehn. Und sie sind zutraulich, drollig, fotogen! Vielleicht zeigen sich auch die seltenen Aye-Aye (Fingertiere). Auf dem anschließenden Spaziergang sehen Sie fleischfressende Pflanzen, den Sukkulentengarten und einen Palmenpark mit vielen seltenen Arten. Besonders schön ist der „Baum der Reisenden“. Ein kleines Motorboot bringt Sie am Nachmittag durch den Canal des Pangalanes nach Tamatave. Der Kanal erstreckt sich parallel zur Ostküste Madagaskars nur wenige Kilometer im Hinterland. Sie fahren abwechselnd durch verschlungene kleine Wasserwege, die manchmal von Seerosenteppichen fast zugewuchert sind, und über weite Seenplatten. Am Ufer wachsen Vanille, Zimt- und Kokosbäume. Voll beladene Pirogen kommen Ihnen entgegen, an vielen engen Stellen stehen Fischer mit ihren Reusen. In Tamatave (Toamasina), der zweitgrößten Stadt des Landes, flanieren Sie auf der langen Strandpromenade und erkunden den Obst und Gemüsemarkt mit vielen tropischen Früchten und Gewürzen. Übernachtung im Hotel. F
7. Tag: Sie verlassen den Osten Madagaskars und fahren zurück nach Tana. Hier können Sie über die Märkte bummeln oder sich in einem der schönen Cafés niederlassen. Sie übernachten im Hotel. F
8. Tag: Heute geht es nach Ampefy östlich von Tana. Die auf sanften Hügeln gelegene Stadt am Rande eines großen Sees ist Ausgangspunkt für viele Ausflüge in die sehr fruchtbare, durch alte Vulkane geprägte Umgebung. Sie besuchen eine Webereiwerkstatt und wandern zur Ile aux Vierges. Übernachtung in einem einfachen Hotel. F
9. Tag: Morgens besuchen Sie die schönen Lily-Wasserfälle und die Geysire. Bei einer leichten Wanderung in der Umgebung treffen Sie überall auf die Überbleibsel früherer vulkanischer Aktivitäten, die heute der Landwirtschaft in dieser Region großartige Ernten bescheren. Am Nachmittag geht es zurück nach Tana, wo Sie im Hotel übernachten. F
10. Tag: Nach dem Frühstück fliegen Sie nach Diego Suarez an die Nordspitze der Insel. Sie besichtigen die Stadt, die an einer traumhaft schönen, 30 km breiten Bucht liegt und nach dem portugiesischen Entdecker benannt wurde, der 1543 hier landete. Diego Suarez mit seinen großen Steinhäusern und breiten Straßen strahlt eine angenehme, ruhige Atmosphäre aus. Die etwa 80.000 Einwohner setzen sich aus Madagassen, Franzosen, Chinesen, Arabern und Komorern zusammen. Sie übernachten dreimal im Hotel. F
11. Tag: Auf einem Tagesausflug lernen Sie den Montagne d‘Ambre Nationalpark kennen. Eindrucksvoll ist der bernsteinfarbene Wald, der von den braunen Blüten einer Baumart dominiert wird. In Höhenlagen zwischen 850 und 1475 Metern bestimmt der Regenwald das Bild. Hier leben sieben verschiedene Lemurenarten. Sie wandern etwa drei Stunden durch Bergregenwald, finden versteckte Kraterseen, imposante Wasserfälle und vielleicht auch das kleinste Chamäleon der Welt. F
12. Tag: Heute geht es zu den drei Buchten bei Diego Suarez. Als erstes besuchen Sie die im Osten gelegene Bucht Sakalava – eine Kette von Stränden, die von Korallenriffen geschützt werden. Die türkisgrün leuchtende Bucht Mer d'Emeraude und die Bucht von Ramena mit dem beliebtesten Badestrand von Diego Suarez machen das Tageserlebnis perfekt. F
13. Tag: Im Analamera Nationalpark unternehmen Sie eine einfache Wanderung zu den roten Tsingys (madagassisch „Nadeln“), karstigen Gebirgsstöcken in idyllischer Landschaft. Stetig wechselndes Sonnenlicht lässt die bizarren Felsformationen in eindrucksvollen Rot- und Sandtönen schimmern. Anschließend geht es weiter zum Ankarana Naturreservat. Sie übernachten in einer urigen Hütte in Mahamasina an der Grenze des Nationalparks. FMA
14. Tag: Begeisterte Wanderer unter Ihnen können eine etwa siebenstündige Wanderung durch den Trockenwald von Ankarana zu den großen Tsingys und zum Grünen See unternehmen. Die Tsingys sind hier noch wesentlich größer und eindrucksvoller als in Analamera, und hier gedeihen zudem zahlreiche Sukkulenten- und Euphorbienarten. Mit etwas Glück können Sie Wieselmakis, Braune Lemuren und Kronenlemuren beobachten. Wem diese Wanderung zu anstrengend ist, der kann in der Nähe des Nationalparkeinganges einige Tsingyformationen und die Fledermausgrotte besuchen. Übernachtung wie am Vortag. FMA
15. Tag: Nach einer kurzen Wanderung zur Fledermausgrotte beim Kleinen Tsingy geht es weiter nach Ankify. Auf dem Weg passieren Sie zahlreiche Plantagen mit herrlich duftenden Ylang-Ylang-Blüten, Kakao, Kaffee und andere Gewürzen. Sie können auf kleinen Märkten einkaufen und erleben das typische madagassische Leben in einer touristisch kaum erschlossenen Region. Übernachtung im Hotel. F
16. Tag: Heute unternehmen Sie einen Ausflug zum Unterwasserreservat auf der Insel Tanikely. Die Insel bietet sich zum Baden, Schnorcheln und Tauchen an. Eine kurze Bootsfahrt am Nachmittag bringt Sie nach Nosy Be, der „Großen Insel“. Fragen zum Ablauf, Wetter-konditionen, Reisebestim-mungen oder empfohlener Ausrüstung?
Unsere Mitarbeiterin Svenja Penzel war bereits mehrmals vor Ort und kann Ihnen wertvolle Tipps zur Planung dieser Safari geben.
037437 5388-13 oder
svenja@outback-africa.de
So habe ich's erlebt
Reisehinweise
Nosy Be ist der am besten entwickelte Urlaubsort Madagaskars und bietet herrliche, meist rötlich gefärbte und von Kokospalmen gesäumte Sandstrände, wunderbare Landschaften, ein günstiges Klima und ein tiefblaues Meer. Zum Abschluss Ihrer Reise übernachten Sie hier dreimal im Hotel. F
17. Tag: Mit dem Einbaum oder einem Langboot fahren Sie ins Lokobe Reservat. Das Naturreservat war 1923 von der französischen Kolonialverwaltung unter Schutz gestellt worden und dadurch jahrzehntelang unerreichbar, so dass Flora und Fauna nahezu unberührt erhalten sind. Sie wandern durch ein Mangrovengebiet und durch Regenwald und kommen an Kaffee- Vanille- und Nelkenplantagen vorbei. Im dichten Regenwald sehen Sie zahlreiche Vögel und endemische Pflanzenarten. Mit etwas Glück können Sie Boas und die sonst sehr scheuen Mohrenmakis aus nächster Nähe beobachten. Nach der Rückkehr ins Dorf erwartet Sie ein Mittagessen. FM
18. Tag: Der Tag steht zur freien Verfügung. Entspannen Sie am Strand oder am Pool, bei einer Massage oder bei einem langen Strandspaziergang. F
19. Tag: Die herrlichen Tage haben ein Ende, es heißt Abschied nehmen. Von Nosy Be fliegen Sie via Tana zurück nach Europa. F
20. Tag: Ankunft in Deutschland
WETTER-INFOS:
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In Madagaskar dauert die heiße Regenzeit von November bis etwa Mitte April. Im Januar und Februar fallen die meisten Niederschläge, und vor allem an der Ostküste besteht die Gefahr von tropischen Wirbelstürmen (Zyklonen). Die Temperaturen sind im Dezember und Januar am höchsten. Die besten Reisemonate sind April und Mai, wenn die Vegetation noch frisch und grün ist, sowie Juli und August im Südwinter mit angenehm kühlen Temperaturen (kalte Nächte im Hochland!). Im Juni sind die Tage sehr kurz, und im September/Oktober ist die Insel kaum noch grün. Zwischen der Küste und dem Hochland gibt es große Temperaturunterschiede. Der Westen und Süden sind viel trockener als der Osten und Norden der Insel. |
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